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MMEANSMOVIE Filmmagazin Berlin © - Kino, Filmstarts, Festivals und Termine     
 
67. Internationale Filmfestspiele Berlin  



 
       
    67. Berlinale  
       
    Im Wettbewerb  
       
    Berlinale Blog  
       
    Bärengewinner  


© mmeansmovie
Berlinale 2017: Internationale Jury
Bei der Berlinale 2017 wird erneut eine hochkarätige Internationale Jury entscheiden, wer den Goldenen und die Silbernen Bären gewinnt. 18 Filme gehen im Wettbewerb ins Bärenrennen, die Preisträger*innen werden am 18. Februar im Berlinale Palast verkündet. Den Vorsitz der Internationalen Jury übernimmt Regisseur und Drehbuchautor Paul Verhoeven, die weiteren Jurymitglieder sind die Produzentin Dora Bouchoucha Fourati (Tunesien), der Künstler Olafur Eliasson (Island), die Schauspielerin Maggie Gyllenhaal (USA), die Schauspielerin Julia Jentsch (Deutschland), der Schauspieler und Regisseur Diego Luna (Mexiko) und der Regisseur und Drehbuchautor Wang Quan'an (Volksrepublik China).

Goldener Ehrenbär und Hommage für Milena Canonero

Die 67. Internationalen Filmfestspiele Berlin widmen der italienischen Kostümbildnerin Milena Canonero eine Hommage und verleihen ihr den Goldenen Ehrenbären für ihr Lebenswerk. Milena Canonero ist eine der international bekanntesten Kostümbildnerinnen. Zu den Regisseuren, mit denen sie zusammengearbeitet hat, zählen unter anderem Stanley Kubrick, Francis Ford Coppola, Sydney Pollack, Warren Beatty, Roman Polanski, Steven Soderbergh, Louis Malle, Tony Scott, Barbet Schroeder, Sofia Coppola und Wes Anderson. Für ihre herausragenden Leistungen im Bereich Kostümbild wurde sie bereits viermal mit dem Academy Award ausgezeichnet, für den sie darüber hinaus noch fünf weitere Male nominiert war.

Berlinale Kamera 2017:
Ehrungen für Nansun Shi, Geoffrey Rush und Samir Farid


Mit der Berlinale Kamera zeichnen die Internationalen Filmfestspiele Berlin seit 1986 Filmpersönlichkeiten oder Institutionen aus, denen sie sich besonders verbunden fühlen und denen sie mit dieser Ehrung ihren Dank ausdrücken möchten. Bei den 67. Internationalen Filmfestspielen werden drei Persönlichkeiten mit der Berlinale Kamera geehrt: die Produzentin und Verleiherin Nansun Shi (Hongkong, China), der Schauspieler Geoffrey Rush (Australien) und der Filmkritiker und Autor Samir Farid (Ägypten).   

Berlinale erinnert an John Hurt

Mit einer Sondervorführung gedenken die Internationalen Filmfestspiele Berlin dem kürzlich verstorbenen Schauspieler John Hurt. Seit den 1990er Jahren war er regelmäßig zu Gast bei der Berlinale und mit insgesamt zwölf Filmen im Festival vertreten. Der Brite zählte zu den herausragenden Theater- und Filmschauspielern der letzten 50 Jahre, der als Charakterdarsteller schon früh in seiner Karriere internationale Aufmerksamkeit erlangte. Vor allem seine Filmrollen 1978 in 12 Uhr nachts – Midnight Express (R: Alan Parker) und 1980 in Der Elefantenmensch (R: David Lynch), für die er jeweils eine Oscar-Nominierung erhielt, sicherten ihm einen festen Platz in der A-Liga Hollywoods. Dem jüngeren Publikum ist Hurt durch seine Darstellung des Mr. Ollivander in der Harry-Potter-Reihe bekannt. Derzeit kann ihn das deutsche Kinopublikum noch in Jackie: Die First Lady (R: Pablo Larraín) sehen.

Zu den Berlinale-Beiträgen mit John Hurt gehören unter anderem im Wettbewerb Der Commissioner (R: George Sluizer, 1998), V wie Vendetta (R: James McTeigue, 2006, außer Konkurrenz) und Jayne Mansfield’s Car (R: Billy Bob Thornton, 2012) sowie John Nossiters Resident Alien (1991) und Owning Mahowny von Richard Kwietniowski (2003) im Panorama.


left to right: Alexander Koppe, Christian Lohse, Eneko Atxa, Tim Raue, Sebastian Frank
11. Kulinarisches Kino: Passion Food
Passion Food“ lautet das Motto des elften Kulinarischen Kinos, das vom 12. bis 17. Februar 2017 stattfindet und elf aktuelle Langfilme über die Beziehungen zwischen Essen, Kultur und Politik präsentiert. „Die Leidenschaft – und ihre Beherrschung – ist zweifellos für Köche und Filmemacher eine Triebfeder um zu arbeiten und gleichzeitig ein Thema ihrer Arbeit“, erläutert Festivaldirektor Dieter Kosslick das Motto. Das Hauptprogramm des Kulinarischen Kinos um 19:30 Uhr präsentiert vier Weltpremieren und eine internationale Premiere. Nach dem Film servieren die Sterneköche Eneko Atxa, Alexander Koppe, Tim Raue, Sebastian Frank sowie Christian Lohse im Gropius Mirror Restaurant ein vom Film inspiriertes Menü. Der spanische Dokumentarfilm Soul von José Antonio Blanco und Ángel Parra eröffnet das Programm.

Der Protagonist Eneko Atxa leitet einen Restaurantkomplex in der Nähe Bilbaos im Baskenland. Die Frage nach der Seele des Kochens lässt ihn zu berühmten Kolleg*innen in Katalonien und Japan reisen. Eneko Atxa (drei Michelin-Sterne, „Azurmendi“, Larrabetzu, Provinz Bizkaia) kreiert das Menü des Abends. Barkeeper*innen gehören auch zu den Menschen, die Leidenschaften beherrschen müssen, sonst entgleitet ihnen das Geschehen am Tresen. Im Dokumentarfilm Schumanns Bargespräche begleitet die Regisseurin Marieke Schroeder die Barkeeperlegende Charles Schumann in die besten Bars der Welt. Es kocht Alexander Koppe (ein Michelin-Stern, „Skykitchen“, Berlin).

In der Netflix-Serie Chef’s Table (R: Abigail Fuller) erzählt Tim Raue in seiner Episode, wie er mit dem Kochen die dunkle Energie seiner Jugend ins Positive umkehren konnte. David Gelb, der Chef’s Table konzipierte, führt uns außerdem nach Korea in eine Klosterküche, in der die buddhistische Nonne Jeong Kwan Tempel-Food zubereitet. Tim Raue (zwei Michelin-Sterne, „Tim Raue“, Berlin) wird an diesem Abend zum siebten Mal am Herd des Kulinarischen Kinos stehen.

In André – The Voice of Wine von Mark Tchelistcheff erfahren wir, dass die Weinrebe leiden muss, um gehaltvolle Trauben zu tragen. Diese Erkenntnis aus dem Weinbau gilt im übertragenen Sinn auch für den aus Russland emigrierten Önologen André Tchelistcheff, der in den 1930er Jahren nach dem Ende der Prohibition den kalifornischen Weinbau wieder aufbaute. Sebastian Frank serviert das Menü zum Film (zwei Michelin-Sterne, „Horváth“, Berlin).

Der australische Regisseur Trevor Graham folgt in Monsieur Mayonnaise dem Maler und Filmemacher Philippe Mora, der seine abenteuerliche Familiengeschichte erforscht. Sein Vater Georges Mora alias Monsieur Mayonnaise kämpfte in der Résistance und gründete nach dem Krieg eine Künstlerkolonie in Australien. Christian Lohse kocht (zwei Michelin-Sterne, „Fischers Fritz“, Berlin).

Zum Abschluss präsentiert das Kulinarische Kino Goes Kiez im EISZEIT Kino die kanadische Produktion Theater of Life von Peter Svatek. Der hochdekorierte Chefkoch Massimo Bottura leitet eine Armenküche in Mailand, in der mit Resten gekocht wird. Der gastronomische Part wird von der Markthalle Neun und dem Restaurant „Restlos Glücklich“ übernommen.

Kein*e Festivalbesucher*in muss schlecht essen, denn es gibt wieder köstliches Berlinale Street Food in der Joseph-von-Eichendorf-Gasse/Ecke Alte Potsdamer Straße in Zusammenarbeit mit der Markthalle Neun und Slow Food (8.-19.02.2017).Der Vorverkauf für das Kulinarische Kino beginnt am 6. Februar 2017 um 10:00 Uhr an den zentralen Vorverkaufsstellen in den Arkaden am Potsdamer Platz, im Kino International, im Haus der Berliner Festspiele, in der Audi City Berlin sowie online unter www.berlinale.de.


© 2017 Twentieth Century Fox
Weltpremiere von LOGAN – THE WOLVERINE Berlinale 2017
Mit der Weltpremiere von LOGAN – THE WOLVERINE erweisen die 67. Internationalen Filmfestspiele Berlin eine außergewöhnliche Hommage an den einzigartigen und unverwechselbaren Hugh Jackman in seiner letzten Rolle als ‚Logan’. Kein anderer Schauspieler prägte einen Charakter so, wie es Hugh Jackman über die Jahre hinweg mit ‚Logan/ Wolverine’ gelang. In James Mangolds epischem Drama bringt Hugh Jackman in seinem ‚Logan’ eine neue, bisher unbekannte Seite zum Vorschein, die das beliebteste Mitglied des weltweit erfolgreichen X-Men-Universums aus dem Hause Marvel Comics in vollkommen neuem Licht erscheinen lässt. Mit Patrick Stewart als Professor X steht Jackman einer der ganz großen Kino- und Bühnencharakterdarsteller zur Seite. Auf dem innigen, im Laufe von nunmehr 17 Jahren gewachsenen Zusammenspiel der beiden und James Mangolds wuchtiger Bildsprache beruht die besondere Intensität von LOGAN – THE WOLVERINE.
Darüber hinaus führt Mangold einen neuen Charakter ein, dargestellt von Nachwuchstalent Dafne Keen, der es dem Zuschauer ermöglicht, an Jackmans ‚Logan’ völlig neue Seiten zu entdecken. Regisseur James Mangold („Walk The Line“) wird zusammen mit den Hauptdarstellern Hugh Jackman, Patrick Stewart und Dafne Keen über den Roten Teppich schreiten und LOGAN – THE WOLVERINE präsentieren (Wettbewerb - außer Konkurrenz).


Berlinale 2017
Weltpremiere von Django eröffnet Berlinale 2017

Mit der Weltpremiere von Etienne Comars Regiedebüt Django werden am 9. Februar 2017 die 67. Internationalen Filmfestspiele Berlin eröffnet. Django wird am internationalen Wettbewerb teilnehmen. Der französische Film erzählt von Django Reinhardt, dem berühmten Gitarristen und Komponisten und seiner Flucht aus dem von Deutschland besetzten Paris 1943. Der großartige Gitarrist brauchte nur wenige Momente, um sich mit seiner Gitarre in die Herzen der Menschen zu spielen. Als Sinti wurde seine Familie von den Nazis verfolgt und schikaniert. „Django Reinhardt war einer der schillerndsten Vorreiter des europäischen Jazz und Begründer des Gypsy-Swing. Django zeigt auf packende Weise ein Kapitel seines bewegten Lebens und ist eine ergreifende Überlebensgeschichte. Die ständige Bedrohung, seine Flucht und die fürchterlichen Gräueltaten an seiner Familie konnten ihn nicht daran hindern weiterzuspielen“, sagt Berlinale-Direktor Dieter Kosslick. Regisseur Etienne Comar hat sich sowohl als Drehbuchautor und Produzent - Von Menschen und Göttern, Haute Cuisine, My King - als auch als Co-Produzent - The Woman on the 6th Floor, Timbuktu - einen Namen gemacht.

Für seine erste Regiearbeit Django besetzte er die Titelrolle mit dem Schauspieler Reda Kateb (Den Menschen so fern). An dessen Seite spielen Cécile de France (Der Junge mit dem Fahrrad), Alex Brendemühl und Ulrich Brandhoff in weiteren Hauptrollen. Das Drehbuch wurde von Etienne Comar und Alexis Salatko geschrieben. Eigens für den Film wurde die Musik Django Reinhardts von der berühmten niederländischen Jazzband Rosenberg Trio neu eingespielt. Produziert wurde der Film von Fidélité, Arches Films und Pathé. Den internationalen Vertrieb übernimmt Pathé International.

 


Paul Verhoeven © Lex de Meester

  Paul Verhoeven wird Jury-Präsident der Berlinale 2017
 

Der niederländische Regisseur und Drehbuchautor Paul Verhoeven wird Jury-Präsident der 67. Internationalen Filmfestspiele Berlin. „Mit Paul Verhoeven haben wir einen Regisseur als Jury-Präsidenten, der in den unterschiedlichsten Genres sowohl in Europa als auch in Hollywood gearbeitet hat. In der Bandbreite seines Filmschaffens spiegelt sich seine kreative, vielfältige Verwegenheit und sein Experimentierwillen“, sagt Berlinale-Direktor Dieter Kosslick. Auf der Berlinale stellte der vielfach ausgezeichnete Filmemacher 2013 beim Berlinale Talent Campus (heute Berlinale Talents) auf dem Panel „Follow Your Instincts: Filmmaking According to Paul Verhoeven“ seine Arbeitsweise und seine Sicht auf die US-amerikanische und europäische Produktionslandschaft vor.

Ab 2007 widmete sich Verhoeven mehr dem Schreiben und feierte erst 2016 mit der französisch-deutschen Produktion Elle sein Comeback. Darin führt Paul Verhoeven seine Themen auf überraschende Weise fort. Isabelle Huppert spielt eine Frau, die durch sado-masochistische Abgründe wandelt und dabei ein Kindheitstrauma überwindet. Elle (deutscher Kinostart: 2. Februar 2017) ist in drei Kategorien für die European Film Awards 2016 sowie in zwei Kategorien für die US-amerikanischen Critics‘ Choice Awards nominiert.

 


  „Books at Berlinale“: zwölf Romane zum Verfilmen
 

Am 14. Februar gibt es bei „Books at Berlinale“ für Filmproduzent*innen zwölf neue Stoffe für Literaturverfilmungen zu entdecken. Die ausgewählten Romane werden bei einem Pitching im Rahmen des Berlinale Co-Production Market vorgestellt. Beim anschließenden Get-Together können die geladenen Produzent*innen direkt nach der Präsentation der Bücher mit den renommierten, international aktiven Verlagsvertreter*innen und Literaturagent*innen, die die Filmrechte besitzen, ins Gespräch kommen. Sie können Kontakte zur internationalen Buchwelt aufbauen und pflegen oder möglicherweise sogar gleich über Optionen für Filmrechte der ausgewählten Bücher verhandeln.

 Die zwölf Bücher der diesjährigen „Books at Berlinale“-Auswahl kommen von Verlagen und Agenturen aus Belgien, Brasilien, Deutschland, Finnland, Frankreich, Großbritannien, den Niederlanden, Norwegen und der Schweiz. Es wurden rund 130 Stoffe aus über 30 Ländern für das Programm eingereicht. Neben den brandneuen Romanen der Bestsellerautoren Martin Suter (Schweiz) und Herman Koch aus den Niederlanden, dessen Welterfolg „Angerichtet“ („Het Dinner“/ „The Dinner“) in diesem Jahr als Verfilmung mit Richard Gere im Wettbewerb der Berlinale vertreten ist, und einem Stoff des vielfach prämierten kurdischen Autors Bachtyar Ali präsentiert die Auswahl ein breites Spektrum an Themen und Genres mit einem hohem Verfilmungspotential.

Die ausgewählten Romane beschäftigen sich mit drängenden zeitgenössischen Fragen wie möglichen Folgen der Genmanipulation, mit Dystopien über die Welt nach dem Aussterben der Bienen, aber auch auf eine komödiantische Weise mit kindlichen Held*innen, die mit einer Gruppe von Maskottchen zu Kämpfern gegen das Böse avancieren.

Darüber hinaus erzählen große historische Stoffe, die auf tatsächlichen Ereignissen und Personen basieren, von deutschen Kriegsgefangenen in amerikanischen Lagern nach dem Zweiten Weltkrieg; von der schillernden Biographie des Bankiers Hugo Simon, Wegbegleiter von Thomas Mann und vielen anderen Künstler*innen, der mit seiner Familie aus Berlin ins brasilianische Exil flüchten musste und von der Tochter von James Joyce, die als Verlobte von Samuel Beckett als Tänzerin im Paris der 1920er Jahre ihre Bestimmung suchte.

Bereits seit 2006 wird „Books at Berlinale“ von der Berlinale in Kooperation mit der Frankfurter Buchmesse organisiert.

 „Mit ‚Books at Berlinale‘ konnten wir gemeinsam mit der Frankfurter Buchmesse eine Veranstaltung mit einem großen Netzwerk schaffen, das die Zusammenarbeit im Bereich von Literaturadaptionen, die einen wichtigen Teil der Filmproduktionen ausmachen, fördert“, so Berlinale-Direktor Dieter Kosslick.

Filmproduzent*innen, die im Bereich Literaturverfilmungen aktiv sind oder sein möchten, können sich ebenso wie Verlage und Literaturagent*innen noch bis zum 8. Februar unter books@berlinale.de für die Teilnahme an der Veranstaltung anmelden.

 


Augustín Alcides Otero in Centauro by Nicolás Suárez

  Berlinale Shorts 2017 - Reframing the Image
 

23 Filme aus 19 Ländern konkurrieren um den Goldenen und den Silbernen Bären sowie um den mit 20.000€ dotierten Audi Short Film Award und die Nominierung für den European Film Award. Der Film Monangambeee von Sarah Maldoror aus Algerien von 1969 läuft außer Konkurrenz.

Die Internationale Kurzfilmjury 2017 bilden Christian Jankowski, Künstler und Professor der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart, die Kuratorin und Social-Media-Managerin des Metropolitan Museum of Art in New York Kimberly Drew und der Künstlerische Leiter des SANFIC Santiago International Film Festival Carlos Núñez (siehe Pressemitteilung vom 13.12.2016).

Im Wettbewerb der Berlinale Shorts werden Filme von u.a. Gabriel Abrantes, Salomé Lamas, Jonathan Vinel, Victor Lindgren, Lukas Marxt und Marcel Odenbach, Bárbara Wagner und Benjamin de Burca, David OReilly sowie Rainer Kohlberger zu sehen sein.

„Eine Vorstellung, ein Klischee von etwas und jemandem kann sich nur dann anders gestalten, wenn mein Blick eine neue Perspektive einnimmt. Diese Einladung zur Neujustierung der eigenen Wahrnehmung vereint die Auswahl der Berlinale Shorts 2017“, kommentiert Kuratorin Maike Mia Höhne das Programm.

 

New York City, 2012: Christo in his studio with a preparatory drawing for The Mastaba, Project for Abu Dhabi, United Arab Emirates © Wolfgang Volz

  Berlinale Talents:
     250 junge Filmschaffende aus 71 Ländern eingeladen
 

Berlinale Talents begrüßt zur 15. Edition 250 herausragende Kreative der Filmbranche aus 71 Ländern. Unter dem Thema „Courage: Against all Odds“ erwartet die Talente ein sechstägiges Programm mit rund 100 vielfach auch öffentlichen Veranstaltungen. Der Verhüllungskünstler Christo kommt zu Berlinale Talents. Der renommierte Künstler wird einer von rund 100 international namhaften Experten sein, die ihre Arbeit vorstellen und diskutieren. Berlinale Talents findet vom 11. bis 16. Februar 2017 in den Häusern des HAU Hebbel am Ufer statt.

 Festivaldirektor Dieter Kosslick kommentiert die diesjährige Jubiläumsedition von Berlinale Talents: „Seit 2003 haben wir 5.128 junge Talente in Berlin begrüßt und über 100 kommen pro Jahr mit Filmen ins Festival oder auf den Filmmarkt zurück. Dieses riesige Netzwerk steht für Kulturaustausch über alle Grenzen hinweg, hält das Festival am Puls der Zeit und ist unser lebendiger Beweis, dass sich Talentförderung immer auszahlt.“

 Ein international besetztes Komitee wählte die 250 Talente aus. Kriterien waren neben ihren künstlerischen Leistungen, die Wirkung und Relevanz ihrer Arbeiten in den Herkunftsländern. 2.711 Bewerber aus 127 Nationen haben sich beworben. Die Talente von 2017 kommen aus den Berufsfeldern Regie (106), Produktion (49), Schauspiel (15), Drehbuch (5), Kamera (17), Schnitt (14), Szenenbild (13), Filmkritik (8), Weltvertrieb und Verleih (10), Filmmusik (6) und Sounddesign (8). 40 der Teilnehmer werden in den Project Labs gezielt an Projekten in den Kategorien Dokumentarfilm, Spielfilm und Kurzfilm arbeiten. Die Talente sind in der Regel im fünften bis zehnten Jahr ihrer Karriere und verfügen bereits über eine umfassende berufliche Expertise. Ihre bisherigen Filme haben an Festivals teilgenommen und zum Teil Preise erhalten.    

http://www.berlinale-talents.de/

 

I Am Not Your Negro von / by Raoul Peck © Dan Budnik

 Berlinale Panorama 2017:
The Wound eröffnet Panorama-Hauptprogramm
Schwerpunkte „Schwarze Welten“ und „Europa Europa“
 

Im Panorama wurden die ersten elf Filme des gesamten Programms von circa 50 Titeln eingeladen, etwa ein Drittel davon für Panorama Dokumente. Bereits jetzt lassen sich zwei Themen ausmachen: Ein frischer historisch-reflexiver Ansatz auf die Geschichte der Schwarzen in Nordamerika, Südamerika und Afrika (I Am Not Your Negro, Vazante, The Wound) und „Europa Europa“: Wie wehren sich die progressiven Kräfte angesichts eines Zeitgeistes, der wie von gestern erscheint (Política, manual de instrucciones, Combat au bout de la nuit)? Weitere hochsensible und hoch künstlerische Werke sind eingeladen, für das gesamte Programm ist eine formal und inhaltlich hohe Diversität zu erwarten - ebenso in Bezug auf seltene Herkunftsländer wie Bhutan oder Kirgisistan.

 
 


Rifle Regie: Davi Pretto © Rodrigo Migliorin

 Forum 2017: Lebensnah und surreal
 

Das 47. Berlinale Forum zeigt 43 Filme im Hauptprogramm, davon 29 als Welt- und zehn als internationale Premiere. Die diesjährigen Special Screenings werden in einer weiteren Pressemitteilung bekanntgegeben. Besonderes Augenmerk legt das diesjährige Programm auf den extremen Formenreichtum des Dokumentarfilms. Dabei sind Beiträge aus Südostasien, Europa, Latein- und Nordamerika, dem Nahen Osten und Afrika. Mit Institutionenporträts, Langzeitbeobachtungen, partizipierenden, narrativen, autobiografischen, essayistischen, ethnografischen, politischen und experimentellen Arbeiten ist die Bandbreite auffallend groß. Dazu gesellen sich Hybride, die weder dem Dokumentar- noch dem Spielfilm eindeutig zuzuordnen sind. Häufig dient die Landschaft nicht als Hintergrund, sondern spielt eine Hauptrolle. Filme aus Lateinamerika bilden einen regionalen Schwerpunkt. Mit insgesamt sechs Beiträgen aus Brasilien, Peru, Chile, Mexiko und Argentinien zeichnet sich ein weites Spektrum filmischer Formen ab.

 Davi Prettos Spielfilm Rifle begibt sich in die Weiten des brasilianischen Südens und inszeniert dort einen modernen Western: Ein junger, wortkarger Ex-Soldat soll das Anwesen eines Kleinbauern schützen. Als ein Agrarkonzern das Land aufkaufen will, greift er zu drastischen Mitteln.

 Die peruanischen Brüder Alvaro und Diego Sarmiento nähern sich in beeindruckenden Bildern dem schwerfälligen Tempo des grünen Flusses: Río Verde. El tiempo de los Yakurunas (Green River. The Time of the Yakurunas) ist eine aufmerksame Beobachtung des Alltags von indigenen Bewohnern des Amazonasgebietes.

 Die Chilenin Camila José Donoso porträtiert in Casa Roshell eine ungewöhnliche Einrichtung in der mexikanischen Hauptstadt: Dort lernen Männer tagsüber, wie man zur Frau wird, nachts steigt die Party. In dieser kleinen Utopie verschwimmen jegliche Grenzen: zwischen schwul, bi und hetero, männlich und weiblich, Vergangenheit und Gegenwart, Realität und Fiktion.

 Lebensnah und surreal zugleich ist Vladimir Duráns Debütfilm Adiós entusiasmo (So Long Enthusiasm), einer von gleich drei argentinischen Filmen im Hauptprogramm. Der zehnjährige Axel wohnt mit seiner Mutter und seinen drei Schwestern zusammen in einer Wohnung in Buenos Aires. Eine ganz normale Familie – wäre die Mutter nicht eingesperrt.

 Der Bildhauer und Installationskünstler Adrián Villar Rojas zeigt mit El teatro de la desaparición (The Theatre of Disappearance) ein hypnotisierendes Triptychon, das einen latenten Kriegszustand in mal sinnlich, mal scheinbar zufällig verknüpften Bildern von verschiedenen Kontinenten und in disparaten Stilen darstellt.

 Der komplexen jüngeren Geschichte Argentiniens nähert sich Albertina Carris Cuatreros (Rustlers): Isidro Velázquez war ein Räuber und Dissident der 60er Jahre, sein Leben gab die Vorlage für ein soziologisches Buch ihres Vaters Roberto Carri und einen inzwischen verschollenen Spielfilm ab. Anhand von Archivbildern versucht die Regisseurin, ihre Biografie mit den historischen Umständen in Einklang zu bringen.

 Nachdem das Sensory Ethnographic Lab bereits mit Filmen wie Sweetgrass, Leviathan und Yumen in Forum und Forum Expanded vertreten war, kehren mehrere seiner Schlüsselfiguren zurück. Verena Paravel und Lucien Castaing-Taylor verarbeiten mit somniloquies Tonaufnahmen des berühmten Schlafredners Dion McGregor. J.P. Sniadecki und Joshua Bonnetta sezieren in El mar la mar die Sonora-Wüste – eine Landschaft, die von der mexikanisch-US-amerikanischen Grenze gezeichnet ist.

 Das nordamerikanische Kino ist im diesjährigen Forum wieder stark vertreten. In Golden Exits erzählt Alex Ross Perry von einer jungen Australierin, die für einige Monate nach New York kommt und unversehens das Leben von zwei Paaren durcheinander bringt.

 In Borough Park, Brooklyn, spielt Menashe, das weitgehend in jiddischer Sprache gehaltene Spielfilmdebüt von Joshua Z Weinstein. Nach dem Tod seiner Frau kämpft Menashe um das Sorgerecht für seinen Sohn. Doch die chassidische Gemeinde verlangt ein geordneteres Leben und eine neue Ehefrau. Mit beidem tut sich der ungelenke Einzelgänger schwer.

 Auch Amman Abbasi zeigt im Forum sein Spielfilmdebüt. Es erzählt von einem 13-jährigen, dem nach dem Tod seines Bruders die Orientierung fehlt. Die Initiation in eine lokale Gang erscheint als notwendiger Schritt in das Erwachsenenleben. Dayveon beschreibt die Suche nach Brüderschaft in einer schwarzen Community im ländlichen Süden der USA.

 In Missouri entstand die sensible Langzeitbeobachtung For Ahkeem von Jeremy Levine und Landon Van Soest. Im Mittelpunkt steht Daje, die mit ihrer alleinerziehenden Mutter in St. Louis lebt. Wie viele schwarze Jugendliche aus ihrer Nachbarschaft hat sie Probleme in der Schule und immer wieder erschüttert der gewaltsame Tod von Freunden ihren Alltag.

 Unter den zahlreichen starken dokumentarischen Arbeiten im Programm sind auch deutsche. Ann Carolin Renninger und René Frölke begleiten in Aus einem Jahr der Nichtereignisse (From a Year of Non-Events) ein Jahr im Leben eines norddeutschen Bauern, der fast 90-jährig alleine auf seinem Hof lebt.

 Heinz Emigholz, seit vielen Jahren eine bekannte Größe im Forum, kehrt mit der Serie „Streetscapes“ zurück, die vier eigenständige Filme lose miteinander verknüpft. 2+2=22 [The Alphabet] dokumentiert die Aufnahmen für das Album „ABC“ der Elektronikband Kreidler in Tiflis, Georgien. Bickels [Socialism] beschäftigt sich mit der Architektur Samuel Bickels‘, der zahlreiche Kibbuzbauten und Museen in Israel realisierte. Einen fiktionalisierten Dialog über das Filmemachen, der auf dem Protokoll einer psychoanalytischen Mammutsitzung basiert, zeigt Streetscapes [Dialogue], gedreht in Gebäuden von Julio Vilamajó, Eladio Dieste und Arno Brandlhuber in Uruguay und Berlin, die zum Teil auch im Schlusskapitel Dieste [Uruguay] wieder auftauchen.

 Auch Nicolas Wackerbarths Spielfilm Casting widmet sich dem Filmemachen selbst. Bei der Besetzung der Hauptrolle eines Fassbinder-Remakes fürs Fernsehen will Regisseurin Vera keine Kompromisse eingehen. Anspielpartner Gerwin trifft auf eine Riege prominenter Schauspielerinnen und wittert eine Chance, sich zu profilieren. Prominent besetzt ist der Film mit Ursina Lardi, Andrea Sawatzki, Corinna Kirchhoff, Judith Engel, Marie-Lou Sellem und vielen anderen.

 
 

Mick (Levi Miller) und / and Blue (Phoenix) in Red Dog: True Blue von / by Kriv Stenders Copyright: David Darcy © Good Dog Enterprises

 Generation 2017
 

Geschichten vom Unterwegssein - eine Gratwanderung

In den beiden Wettbewerben Kplus und 14plus der 40. Ausgabe von Generation sind bereits 15 Langfilme versammelt. Sie erzählen, in einer beeindruckenden Vielfalt an filmischen Formen, von jungen Menschen auf inneren und äußeren Reisen und der Sehnsucht nach veränderten Horizonten. Das vollständige Generation-Programm wird Mitte Januar veröffentlicht.

Eröffnungsfilm 14plus

Mit einer Sondervorführung seines sinnlichen Musikdokumentarfilms On the Road wird Michael Winterbottom das Programm von Generation 14plus im jüngst sanierten Haus der Kulturen der Welt eröffnen. In einer für Winterbottom charakteristischen Hybridität folgt der Film der Band Wolf Alice, die dort seit einigen Jahren für Furore sorgt, auf ihrer Tour quer durch Großbritannien. Einfühlsam porträtiert On the Road dabei die Ekstasen und Erschöpfungszustände eines Lebens unterwegs. Die Beziehung zwischen den Musikern und ihren Fans ist spürbar, sowohl das Konzert- als auch das Kinopublikum erlebt ein sensibles Zusammenspiel von Zuschauen und Hören.

 
 

Charlotte Aubin in Ceux qui font les révolutions à moitié n'ont fait que se creuser un tombeau (Those Who Make Revolution Halfway Only Dig Their Own Graves) von / by Mathieu Denis, Simon Lavoie © Eva-Maude T-Champoux

 Generation 2017: 40 Jahre Filmprogramme für junges Publikum
 

Vor 40 Jahren rief die Berlinale erstmals ein Filmprogramm für die jüngsten Cineast*innen ins Leben. Von Anfang an wurde dieses Angebot begeistert aufgenomen und folgerichtig durch ein Jugendangebot erweitert. Seit 2007 vereint die Sektion Generation die Wettbewerbe Kplus und 14plus und beteiligt nicht nur junge Menschen am filmkünstlerischen Diskurs des Festivals. 2017 werden insgesamt 62 Lang- und Kurzfilme aus 41 Produktionsländern an den Wettbewerben Generation Kplus und Generation 14plus teilnehmen. Eine große Bandbreite an Inhalten und ästhetischen Mitteln kennzeichnet beide Programme. Kontrastreiche Animationen finden sich neben stillen Beobachtungen, bilderstürmerischen Collagen und sensiblen Dramen. Die Filme zeigen die Lebensrealitäten und Erfahrungshorizonte junger Leute, sprechen von ihren Träumen und Wünschen, von dem, was sie hinter sich lassen wollen, was sie festhält und von den Orten ihrer Sehnsüchte. „Unsere Welt ist in keinem guten Zustand. Oft sind es Kinder und Jugendliche, die, sich selbst überlassen, nach Auswegen und Lösungen suchen müssen. Generation zeigt junge Menschen im Aufbruch, beim Überschreiten von Grenzen und Einreißen von Mauern, beim Bau von Barrikaden und ihrer Überwindung. Alles ist in Bewegung“, kommentiert Maryanne Redpath, Leiterin von Generation, das diesjährige Programm.

Dokumentarische Formen

Eine Vielfalt an dokumentarischen Formen bereichert das Programm. In ganz unterschiedlichen Haltungen der Beobachtung, eindringlich und ohne aufdringlich zu sein, reflektieren sie die großen Themen der Gegenwart durch persönliche Nahaufnahmen. Sie geben uns Einblicke in verschlossene Räume und richten den Blick auf allzuleicht Übersehenes. Immer auf der Suche nach Bildern der Welt und nach Möglichkeiten, Unsichtbares sichtbar zu machen.

Kurzfilme bei Generation

In den Kurzfilmwettbewerben präsentiert Generation Produktionen aus insgesamt 28 Ländern. Farbenfroh, einfühlsam und ernsthaft starten die drei Kplus-Kurzfilmprogramme, mutig stellen sich die jungen Protagonist*innen den Herausforderungen des Lebens und erschaffen sich selbstbewusst ihre eigenen Räume. Kontrast- und temporeich, explosiv und besänftigend, stets aufs Neue überraschend wird auch in den zwei 14plus-Programmen die Widersprüchlichkeit der Welt zum Ausdruck gebracht.

Kplus-Eröffnungsfilm

Mit Red Dog: True Blue von Kriv Stenders wird der Wettbewerb von Generation Kplus im Haus der Kulturen der Welt eröffnet. In Anwesenheit des australischen Regisseurs und seines Casts freut sich Generation das 40. Jubiläum der Sektion fulminant zu beginnen.

Generation 14plus

Ergänzend zu den bereits gemeldeten Filmen, darunter der Eröffnungsfilm von 14plus, On the Road von Michael Winterbottom, sind folgende Produktionen eingeladen.

 
 

Angie (Kim Riedle) in Back for Good von / by Mia Spengler © Zum Goldenen Lamm

 Perspektive Deutsches Kino 2017
 

Back for Good – Abschlussfilm von Mia Spengler Eröffnungsfilm

Mia Spenglers Abschlussfilm Back for Good (P: Zum Goldenen Lamm Filmproduktion, Co-P: Filmakademie Ludwigsburg) eröffnet die Perspektive mit der Geschichte von Angie, einem ehemaligen Trash-TV-Starlet (Kim Riedle), ihrer verhassten Mutter (Juliane Köhler) und ihrer pubertierenden Schwester (Leonie Wesselow). Angie bringt mit der Rückkehr in das Kaff ihrer Kindheit das Gefüge zwischen den Frauen ordentlich durcheinander, so dass alle drei ihre Rolle im Leben neu definieren müssen. Back for Good ist eine Ode an die Menschlichkeit – leise gesummt während ein Auto-Tune-Popsong aus dem Radio dröhnt.

14 Filme, darunter neun abendfüllende Spiel- und Dokumentarfilme, sind für die Perspektive Deutsches Kino 2017 eingeladen.

Starke Spielfilme der Generation Millennials prägen das Bild der diesjährigen Auswahl. Die Regisseur*innen, meist Anfang 30, sind um die Jahrtausendwende erwachsen geworden und durch diese Zeit geprägt und sozialisiert. Wir schauen zurück in die Kindheit und Jugend, sehen Trennungskinder, werden mit vielen Partys und Drogen konfrontiert und begleiten die Protagonist*innen bei ihrer Suche nach persönlicher Freiheit und Stabilität.

Der für diese Generation exemplarisch stehende Spielfilm Millennials (R: Jana Bürgelin, P: Filmakademie Baden-Württemberg) ist ein dokumentarisch anmutendes Großstadtmärchen, das die beiden Protagonist*innen Anne Zohra Berrached und Leonel Dietsche bei ihrer „éducation sentimentale“ auf einem Trip durch Berlin begleitet. Leo ist Fotograf und möchte mit seinen Fotos endlich Anerkennung finden. Anne ist eine erfolgreiche Regisseurin, wünscht sich ein Kind, hat aber keinen Partner und lässt vorausschauend sicherheitshalber ein paar Eizellen einfrieren. Im Spielfilm Die Tochter (P: Filmakademie Baden-Württemberg) nähert sich die Regisseurin Mascha Schilinski auf ungewöhnliche Art und Weise dem Problem von Trennungskindern. Wie müssen sie ihre Stellung oder Position gegenüber den getrennten Eltern in Bezug auf Abstand und Nähe neu definieren? Die siebenjährige Luca (Helena Zengel) wird mit ihrem Wunsch, die Königin an Vaters Seite und gleichzeitig Bindeglied zwischen den Eltern zu bleiben, zur Meisterin der Manipulation. Der Regisseur Adrian Goiginger studiert ebenfalls an der Filmakademie Baden-Württemberg, hat aber ein Jahr dort pausiert und sich für seinen Spielfilm Die beste aller Welten als Partner die Produktionsfirmen Lailaps Pictures in München und RitzlFilm in Österreich gesucht. Er befragt seine Kindheit und folgt dem siebenjährigen Adrian (Jeremy Miliker) in die aufregende und abenteuerreiche Welt bei seiner heroinabhängigen Mutter – eine Liebesgeschichte der anderen Art. Im Spielfilm Zwischen den Jahren (P: Radical Movies Production, Köln) von Lars Henning ist die Welt des Hauptprotagonisten Becker (Peter Kurth) sehr begrenzt. Nach über 15 Jahren im Knast hat er seine Strafe abgesessen und will nun in selbstgewählter Einsamkeit ein ruhiges Leben führen. Doch dann lässt ihm der Mann, dessen Leben er vor 18 Jahren zerstört hat, keine Ruhe. Es ist der zweite lange Spielfilm von Lars Henning, in dem er die herkömmliche Täter-Opfer-Konstellation des Genres auf den Kopf stellt.

Zum ersten Mal wird in der Perspektive Deutsches Kino ein Film der Hochschule für bildende Künste Hamburg (HFBK) zu sehen sein. Der Spielfilm Final Stage von Nicolaas Schmidt sticht heraus durch seinen filmischen Balanceakt zwischen dokumentarischer Beobachtung und subtiler Inszenierung. Gabi, produziert an der Filmuniversität Babelsberg Konrad Wolf, wird zusammen mit Back for Good (siehe Pressemitteilung vom 21.12.2016) die Perspektive 2017 eröffnen und ist laut Regisseur Michael Fetter Nathansky der filmische Versuch, einen Ausdruck zu finden für das, was schon so oft gesagt wurde und doch nichts ändern konnte.

Der Dokumentarfilm Könige der Welt von Christian von Brockhausen und Timo Großpietsch über die Band „PICTURES“ vervollständigt das Programm. Die Band fand um die Jahrtausendwende unter dem Namen „Union Youth“ zusammen und generierte sich mit ihrem Mix aus Grunge und Alternative schnell als deutsche „Nirvana“. Der Film schaut zurück auf eine drogenreiche Vergangenheit und begleitet den Neustart. Am Berlinale Publikumstag, dem 19. Februar 2017, präsentiert die Perspektive den Preisträger des Spielfilmwettbewerbs „Max-Ophüls-Preis 2017“ sowie den Dokumentarfilm-Gewinner des „First Steps Award 2016“ (Raving Iran, R: Susanne Regina Meures).

 
 

Studies on the Ecology of Drama by Eija-Liisa Ahtila; Photographed by Marja-Leena Hukkanen © Crystal Eye - Kristallisilmä Oy

 Forum Expanded - The Stars Down to Earth
 

Die Suche nach Möglichkeiten des künstlerischen Umgangs mit einer kaum noch greifbaren Realität ist eine wesentliche Gemeinsamkeit der ausgewählten Arbeiten. Den Blick vom Himmel abzuwenden und auf den Boden der Tatsachen zu richten, scheint nötiger denn je. Doch wie kann man einer Wirklichkeit, die immer unfassbarer erscheint, filmisch überhaupt noch habhaft werden?

Die Filme und Installationen des Programms nähern sich dieser Frage, indem sie versuchen, besonders genau hinzuschauen und hinzuhören. Jeamin Cha etwa beleuchtet in ihrer Videoinstallation Twelve minutiös den realpolitischen Prozess der alljährlichen geheimen Tarifverhandlungen zwischen koreanischen Arbeitgeber- und Arbeitnehmerverbänden. Die Berliner Künstlerin Sandra Schäfer untersucht in ihrer Videoinstallation Constructed Futures: Haret Hreik Stadtplanung und Wiederaufbau in Beirut und die darin eingeschriebenen politischen und religiösen Ideologien.

Eija-Liisa Ahtila erforscht in ihrem Film Studies on the Ecology of Drama Wege, ein Filmbild jenseits des kinematographischen Anthropozentrismus zu finden, indem sie den Blick vom Menschen weg und auf dessen Umwelt lenkt.
Das australische Karrabing Film Collective, dessen Arbeit Wutharr, Saltwater Dreams in der Gruppenausstellung präsentiert wird, zeigt in drei Varianten ein und derselben Geschichte, wie unterschiedliche Herangehensweisen an ein Problem nicht widersprüchliche, sondern sich ergänzende Lösungen hervorbringen.

Joe Namy wiederum verzichtet fast vollständig auf bildliche Repräsentation. Seine Installation Purple, Bodies in Translation - Part II of „A Yellow Memory from the Yellow Age“ zeigt eine purpurne Farbfläche und untersucht auf der Tonspur die Frage, welche Details in einer Übersetzung verloren gehen und welche Ergänzungen und Widersprüche zwischen Untertitel und Bild entstehen.

Zentraler Veranstaltungsort ist wieder die Akademie der Künste am Hanseatenweg. Hier findet eine Gruppenausstellung mit filmischen Arbeiten von 14 Künstlerinnen und Künstlern statt, außerdem kommen zahlreiche Filme zur Aufführung. Unter den bereits eingeladenen Künstlerinnen und Künstlern sind Haig Aivazian, James Benning, Duncan Campbell, Anja Dornieden und Juan Gonzales, Noam Enbar, Mohamed A. Gawad und Lina Attalah, Eva Heldmann, Laura Horelli, Oliver Hussain, Ken Jacobs, Mahmoud Lotfy, Bernd Lützeler, Peter Miller, Rawane Nassif, Tomonari Nishikawa, Marouan Omara und Islam Kamal, Lukasz Ronduda, Ginan Seidl, Philip Scheffner, Merle Kröger und Izadora Nistor, Fern Silva sowie Mohanad Yaqubi.

In der Kuppelhalle im silent green Kulturquartier im Wedding stellt Forum Expanded im Rahmen eines Symposiums gefundene Filmarchive und Archivprojekte vor, u.a. aus Nigeria, Indonesien und den Palästinensischen Gebieten. SAVVY Contemporary präsentiert in ihren Räumen eine Installation des israelischen Filmemachers und Künstlers Amos Gitai. Auch der Marshall McLuhan Salon in der Botschaft von Kanada am Leipziger Platz und das Kino Arsenal im Filmhaus am Potsdamer Platz sind wieder Festival-Spielorte.

 
 

 

 31. TEDDY AWARD – Der Ticket-Vorverkauf hat begonnen
 

Zum 31. Mal wird der TEDDY AWARD, der bedeutendste queere Filmpreis der Welt, im Rahmen der Internationalen Filmfestspiele (9.02. – 19.2.2017) am 17.2.2017 im Haus der Berliner Festspiele verliehen. Die Eintrittskarten für die Preisverleihung sind ab sofort erhältlich. Der TEDDY AWARD zeichnet seit 31 Jahren Filme und Filmschaffende aus, die mit queeren Themen und filmischen Engagement einen Beitrag für mehr Toleranz, Gleichstellung, Akzeptanz und Vielfalt in der Gesellschaft leisten. Zur Veranstaltung werden wieder mehr als 2000 Gäste aus Kultur, Kunst, Wirtschaft, Politik und Gesellschaft erwartet. Ausgezeichnet werden Filme in den Kategorien bester Spielfilm, bester Dokumentarfilm/Essayfilm und bester Kurzfilm. Außerdem wird der Special TEDDY AWARD für herausragende Leistungen sowie als ein Publikumspreis vergeben. Das Artwork zum 31. TEDDY AWARD stammt wie im Vorjahr von dem Berliner Designerteam Cabine cabine.co.uk.
Karten für die TEDDY AWARD Preisverleihung im Haus der Berliner Festspiele am 17.02.2017 sind ab sofort erhältlich unter www.teddyaward.tv.

Die Verleihung am 17.02.2017 im Haus der Berliner Festspiele, Schaperstraße 24, 10719 Berlin, beginnt um 21.00 Uhr. Ab 23.00 Uhr findet die große After Show Lounge und die TEDDY BACKSTAGE PARTY statt.

 
 

Goldener Westen © Berlinale Talents

  Berlinale Talents 2017
Berlinale Talents wird 15
 

Unter dem Motto „Courage: Against All Odds” stellt Berlinale Talents im 15. Jahr seines Bestehens den alltäglichen Mut und die Furchtlosigkeit heutiger Filmschaffender in den Mittelpunkt. 250 herausragende Talente und über 100 internationale Experten und Mentoren werden zu dem sechstägigen Programm eingeladen, das in den drei Theatern des HAU Hebbel am Ufer vom 11. bis 16. Februar 2017 stattfindet. Talente und Experten stellen sich gemeinsam filmischen Mutproben, seien dies persönlich risikoreiche Entscheidungen oder das wagemutige Vordringen in unbekannte Erzählwelten über künstlerische, politische sowie finanzielle Grenzen und Barrieren hinweg.

Wenn ein Filmemacher seinen Weg beschreitet, stellt er sich Herausforderungen, die Mut und Entschlossenheit erfordern. Auch in der Jubiläumsausgabe wird Berlinale Talents wieder diese Momente in den Blick nehmen. Gleichzeitig feiern wir eine neue Generation, die optimistisch ihre Kunst und ihr Geschäft gegen alle Widrigkeiten behauptet“, beschreibt Programmleiter Florian Weghorn das Thema. Das Keyvisual von Berlinale Talents 2017 zeigt Zitate aus den alltäglichen Erfahrungswelten von Filmschaffenden. Mit einem Augenzwinkern ruft die Serie Teilnehmer, Gäste und Berliner auf, sich während des Festivals selbst mutig mit den Plakaten in Beziehung zu setzen.

Angesichts eines stetig steigenden Erfahrungsniveaus der Teilnehmer gestaltet Berlinale Talents wichtige Programmteile neu und stärkt damit die Vernetzungseffekte für die Talente. Vier große, traditionelle Bühnengespräche werden durch eine neue Serie interaktiver, kleiner Begegnungen ersetzt, um die Kommunikation zu verbessern und den Wissensaustausch unter den Talenten zu stimulieren. Berlinale Talents intensiviert auch seine Kooperation mit dem European Film Market und den anderen Brancheninitiativen der Berlinale. Das umbenannte „Talents Market Studio“ bietet aufstrebenden Talenten aus den Bereichen Filmverkauf und –verleih verbesserte Möglichkeiten, ungewöhnliche und kollektive Vermarktungsstrategien von Filmen zu diskutieren und direkt am Schauplatz im „Talents Market Hub“ des EFM praktisch zu erproben.

2.711 Bewerbungen von Filmschaffenden aus 127 Ländern werden momentan von einem international besetzten Auswahlkomitee gesichtet. Berlinale Talents lädt 250 herausragende Talente aus den Berufsfeldern Regie, Produktion, Schauspiel, Drehbuch, Kamera, Schnitt, Produktionsdesign, Filmkritik, Weltvertrieb, Verleih, Filmmusik und Sounddesign ein.

 
 

Eolomea von / by Herrmann Zschoche © DEFA-Stiftung / Alexander Kühn
Retrospective „Future Imperfect. Science · Fiction · Film“
 

Die Retrospektive der 67. Internationalen Filmfestspiele Berlin widmet sich dem Science-Fiction-Film und damit einem der bildgewaltigsten und spektakulärsten Genres der Filmgeschichte. Sie zeigt imaginierte Welten einer unvollendeten Zukunft, wie sie der Science-Fiction-Film seit seinen Anfängen inszeniert. Im Zentrum der Schau stehen zwei Themen: die Gesellschaft der Zukunft und das Fremde. Insgesamt umfasst die Retrospektive 27 internationale Spielfilme, darunter Klassiker, Kultfilme und weitgehend unbekannte Produktionen etwa aus Japan sowie Mittel- und Osteuropa.

Der Reiz dieser Filme liegt insbesondere darin, dass sie eine ferne Zukunft sinnlich erfahrbar machen. Positive Zukunftswelten sind hierbei allerdings die Ausnahme. Dominiert wird das Genre von Dystopien, die zeitgenössischen Fragen in der pessimistischen Zuspitzung eine besondere Brisanz verleihen. Die Öko-Dystopie Soylent Green (... Jahr 2022 ... die überleben wollen, Regie: Richard Fleischer, USA 1973) zum Beispiel handelt von Überbevölkerung und Umweltverschmutzung. In reduzierten Farben entwirft sie eine Welt, in der Wasser, Nahrung und Wohnraum hart umkämpft sind und die Bevölkerung wie Abfall recycelt wird. Zentral für das Genre ist die Auseinandersetzung mit totalitären Systemen und allgegenwärtiger Überwachung wie in 1984 (Regie: Michael Anderson, Großbritannien / USA 1956), der ersten Kinoverfilmung von George Orwells bekanntem Roman.
Einprägsam zeichnet George Lucas in THX 1138 (USA 1971) eine technokratische Zukunftsvision von einer hocheffizienten und vollautomatisierten Gesellschaft, in der Gefühle und der freie Wille des Einzelnen durch Medikamente unterdrückt werden. In postapokalyptischen Filmen ist die Erde unbewohnbar. So haben sich in O‑bi, o‑ba: Koniec cywilizacji (O‑bi, o‑ba: Das Ende der Zivilisation, Regie: Piotr Szulkin, Polen 1985) die Überlebenden einer atomaren Katastrophe unter die Erdoberfläche zurückgezogen. Wo jegliche zivilisatorische Ordnung ausgelöscht ist, herrschen Gewalt und Chaos, es bilden sich aber auch neue Formen von Gemeinschaft heraus.

Parallel zur Retrospektive zeigt die Deutsche Kinemathek – Museum für Film und Fernsehen seit Juni 2016 die Ausstellung „Things to Come. Science · Fiction · Film“. Sie ist bis zum 23. April 2017 im Filmhaus am Potsdamer Platz zu sehen und widmet sich als einem weiteren Schwerpunkt auch der Verflechtung von Science und Fiction, von Wissenschaft und Fiktion. Die Begleitpublikation zur Retrospektive erscheint erstmals ausschließlich in englischer Sprache. Der reich illustrierte Band im Bertz + Fischer Verlag präsentiert Essays von renommierten internationalen Autoren, die den Science-Fiction-Film im Kontext von nationalen Kinematografien ergründen.
Bereits zum zweiten Mal ergänzt die Mediathek Fernsehen der Deutschen Kinemathek – Museum für Film und Fernsehen die Retrospektive: In einer Sonderschau zeigt sie, wie intensiv sich das deutsche Fernsehen seit Jahrzehnten mit dem Thema Zukunft auseinandersetzt.

 
 

 

  Fokus auf Mexiko beim EFM 2017
 

Mexiko wird 2017 das erste „Country in Focus“ beim European Film Market (EFM) der Internationalen Filmfestspiele Berlin sein. Das neue EFM-Programm „Country in Focus“ gibt die Gelegenheit, die Filmindustrie und das Filmschaffen eines Landes umfassend vorzustellen und besonders hervorzuheben. Unterstützt vom mexikanischen Kulturministerium und dessen Filminstitut (IMCINE), wird die vitale Filmszene Mexikos 2017 unter verschiedenen Aspekten beim EFM der Berlinale präsentiert: u.a. mit der Vorstellung neuer Förderangebote für mexikanische und zentralamerikanische Dokumentarfilme und einer Paneldiskussion zur mexikanischen und nordamerikanischen Drama Series Industrie, die innerhalb der jährlichen EFM Drama Series Days (13.-14.02.2017) einen besonderen Platz einnehmen wird.
Zudem werden zahlreiche mexikanische Produzenten anreisen. „Mexico in Focus“ beim EFM fällt zusammen mit dem Deutschland-Mexiko-Jahr 2016/2017. Im Zeichen der deutsch-mexikanischen Partnerschaft soll in beiden Ländern der Austausch in Kultur, Wirtschaft, Wissenschaft und Technologie vertieft werden.

In den kommenden Jahren soll das EFM-Programm „Country in Focus“ fortgeführt werden und den Schwerpunkt auf weitere Länder legen. EFM-Direktor Matthijs Wouter Knol kommentiert: „Das neue Angebot des EFM, spannende Filmländer wie Mexiko in den Fokus zu nehmen und umfassend zu präsentieren, unterstützt sowohl die Beziehungen des EFM zu nationalen Filmindustrien als auch den Austausch der internationalen Filmbranche. Den Auftakt mit Mexiko zu machen, ist der denkbar beste Start.“



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