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71. Internationale Filmfestspiele Berlin  



 

     
     
     
       
      71. Berlinale  
      Berlinale Blog   2021  
      Berlinale Bären 2021  
       
       



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Sommer-Berlinale und Goldene Jury  
     
Mit den 71. Internationalen Filmfestspielen Berlin begibt sich die Berlinale auf neues Terrain. Das Festival wird in zwei Stufen stattfinden. Vom 1. bis 5. März 2021 macht das Industry Event den Auftakt.

Das Industry Event wird zudem Branchenvertreter*innen und akkreditierter Presse weitestgehend die Filmauswahl der Festivalsektionen präsentieren. Internationale Jurys werden über die Preise von Wettbewerb, Berlinale Shorts, Encounters und Generation entscheiden und die Preisträger*innenfilme während des Industry Events bekanntgeben.
Vom 8. bis 11. Februar werden der Künstlerische Leiter Carlo Chatrian und die Festivalsektionen sukzessive ihre Filmauswahl veröffentlichen

Vom 9. bis 20. Juni lädt die Berlinale das Publikum zum Summer Special ein. Die Preisverleihung findet vor Publikum beim Summer Special im Juni statt. Das Sommerfestival soll nicht im Berlinale-Palast am Potsdamer Platz stattfinden, sondern in mehreren Kinos. Bisher seien sie mit zehn Spielstätten im Gespräch, sagte Geschäftsführerin Mariette Rissenbeek. Auch Freiluft-Veranstaltungen sind angedacht. Rund hundert Filme in Spielfilmlänge wird das reduzierte Programm umfassen.


Bei der Entwicklung des Festivalformats 2021 wurde auch für die Zusammensetzung der Internationalen Jury ein neues Konzept beschlossen. Die Regisseur*innen von sechs Goldenen-Bären-Gewinner*innenfilmen werden über die Preise im Wettbewerb der 71. Berlinale entscheiden und dazu in Berlin die Filme auf der Leinwand sehen. Ein Jury-Vorsitz ist in diesem Jahr nicht vorgesehen.

Die Mitglieder der Internationalen Jury 2021 sind:

Mohammad Rasoulof (Iran) Regisseur des Goldenen-Bären-Gewinnerfilms Es gibt kein Böses, 2020

Nadav Lapid (Israel) Regisseur des Goldenen-Bären-Gewinnerfilms Synonyme, 2019

Adina Pintilie (Rumänien) Regisseurin des Goldenen-Bären-Gewinnerfilms Touch Me Not, 2018

Ildikó Enyedi (Ungarn) Regisseurin des Goldenen-Bären-Gewinnerfilms Körper und Seele, 2017

Gianfranco Rosi (Italien) Regisseur des Goldenen-Bären-Gewinnerfilms Fire At Sea, 2016

Jasmila Žbanić (Bosnien und Herzegowina) Regisseurin des Goldenen-Bären-Gewinnerfilms Grbavica, 2006

Der iranische Regisseur Rassulof kann weiterhin nicht ausreisen. Er werde die Filme daheim ansehen. Er hatte im vergangenen Jahr den Goldenen Bären gewonnen.

Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) hat außerdem angekündigt, die Berlinale, die neben Cannes und Venedig zu den großen Filmfestivals der Welt gehört, mit zusätzlichen Mitteln des Bundes zu unterstützen.


Der Tag an dem die Wettbewerbsfilme der Berlinale bekannt gegeben wurden, wäre der Eröffnungstag der diesjährigen Berlinale gewesen. Statt roter Teppich im winterkalten Berlin, eine Pressekonferenz in einem leeren und hoffentlich geheizten Kino. Vom 1. bis 5. März sind die Filme für Filmeinkäufer und Journalisten nur online zu sehen. Welche Produktionsfirma aber einen Stream zur Verfügung stellen wird ist noch nicht klar. Wann das Publikum die Filme sehen kann, steht auch noch nicht fest. Die für Juni geplante Sommerausgabe als öffentliches Festival wird jedoch deutlich kleiner ausfallen als was man aus den letzten Jahren gewohnt ist.
15 Filme konkurrieren um den Goldenen Bären. Darunter sind vier deutsche Filme, zwei davon spielen in Berlin.
"Dieser Wettbewerb ist weniger umfangreich, aber inhaltlich und formal sehr dicht“, kommentiert Carlo Chatrian, der Künstlerische Leiter der Berlinale, die Auswahl. Die Mehrzahl der eingeladenen Filme stammt von Künstler*innen, die schon in der Vergangenheit beim Festival waren. Die Bandbreite der Themen ist umfangreich und behandelt aktuell relevante Fragen." 
     
 
Presse    
"Das Warten gehört zum Filmfestival wie zur Stadt"  Von Robert Ide  Tagesspiegel
"Das größte Kulturereignis der Stadt fällt in ein schwarzes Loch"  Von Rüdiger Schaper  Tagesspiegel
"Die Krise offenbart die Abhängigkeiten der Berlinale"  Von Andreas Busche  Tagesspiegel
"Bärenrennen ohne Zuschauer"  Von Tobias Kniebe  Süddeutsche Zeitung
"Besser so eine Berlinale als gar keine"  Von Hanns-Georg Rodek  Welt
"Es gibt im März (k)eine Berlinale" Von Hanns-Georg Rodek  Welt
"Verwirrung vorprogrammiert"  Vin Tim Caspar Boehme  taz
"Die Corona - Berlinale: Was wäre das für ein Star - Auflauf!"  Von Peter Zander  Berliner Morgenpost
"Jetzt führt er auch Regie: Daniel Brühl gibt auf der Berlinale 2021 sein Debüt"  Von Susanne Lenz Berliner Zeitung



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Der Bär ist da!  
     
"Der diesjährige Berlinale Bär ist ein typisch Berliner Charakter. Das sympathische handgemachte Motiv sorgt in diesen besonderen Zeiten für Optimismus und verbreitet Vorfreude auf die zwei Etappen des Filmfestivals“, kommentiert Berlinale-Geschäftsführerin Mariette Rissenbeek das Motiv zur Berlinale 2021. Dieser Bär macht auf den ersten Blick einen netten Eindruck. Nach den abstrakte Formen vom letzten Jahr, jetzt mal ein Bär, der an jeder Häuserecke gesprüht werden könnte. Wenn er dann mal hängt, kann jede:r mit einem weißen Stift, dem Bären einen Mund geben. Wir werden sehen, ob es dem Bären dann eher zum lachen oder weinen ist.



Shin Seokho, Ye Jiwon Inteurodeoksyeon | Introduction von Hong Sangsoo KOR 2020, Wettbewerb © Jeonwonsa Film Co.Production
 
Berlinale Wettbewerb  
     
Neugestaltung filmischer Formen

„Wenn der Wettbewerb ein Bild des Kinos zeichnet, wie es ist und wie es sein wird, dann können wir sagen, dass die Disruption, die durch die Ereignisse 2020 ausgelöst wurde, Filmemacher*innen dazu veranlasst hat, Kraft aus dieser Situation zu schöpfen und zutiefst persönliche Filme zu kreieren.

Dieser Wettbewerb ist weniger umfangreich, aber inhaltlich und formal sehr dicht“, kommentiert Carlo Chatrian, der Künstlerische Leiter der Berlinale, die Auswahl. Die Mehrzahl der eingeladenen Filme stammt von Künstler*innen, die schon in der Vergangenheit beim Festival waren. Die Bandbreite der Themen ist umfangreich und behandelt aktuell relevante Fragen. Noch viel wichtiger ist, dass jeder Film die Form, die er wählt, hinterfragt: Kammerspiel, dokumentarische Form, Kurzgeschichten, moralische Lehrstücke, Buchadaption, Sci-Fi, Coming-of-Age, Satire, Historienfilm, Märchen… Diese Verwendung von Genres oder Modellen begleitet einen Prozess des Spielens mit den Regeln. 15 Filme – darunter zwei Debütfilme - werden im Wettbewerb um den Goldenen und die Silbernen Bären konkurrieren. Produktionen aus 16 Ländern sind vertreten, alle sind Weltpremiere
n.

Filme des Wettbewerbs

Albatros (Drift Away)
Frankreich
von Xavier Beauvois
mit Jérémie Renier, Marie-Julie Maille, Victor Belmondo
Weltpremiere

Babardeală cu bucluc sau porno balamuc (Bad Luck Banging or Loony Porn)
Rumänien / Luxemburg / Kroatien / Tschechische Republik
von Radu Jude
mit Katia Pascariu, Claudia Ieremia, Olimpia Mălai
Weltpremiere

Fabian oder Der Gang vor die Hunde (Fabian - Going to the Dogs)
Deutschland
von Dominik Graf
mit Tom Schilling, Saskia Rosendahl, Albrecht Schuch
Weltpremiere

Ghasideyeh gave sefid (Ballad of a White Cow)
Iran / Frankreich
von Behtash Sanaeeha, Maryam Moghaddam
mit Maryam Moghaddam, Alireza Sanifar
Weltpremiere

Guzen to sozo (Wheel of Fortune and Fantasy)
Japan
von Ryusuke Hamaguchi
mit Kotone Furukawa, Kiyohiko Shibukawa, Fusako Urabe
Weltpremiere

Herr Bachmann und seine Klasse (Mr Bachmann and His Class)
Deutschland
von Maria Speth
mit Dieter Bachmann und der Klasse 6b
Weltpremiere / Dokumentarische Form

Ich bin dein Mensch (I'm Your Man)
Deutschland
von Maria Schrader
mit Maren Eggert, Dan Stevens, Sandra Hüller
Weltpremiere

Inteurodeoksyeon (Introduction)
Südkorea
von Hong Sangsoo
mit Shin Seokho, Park Miso, Kim Minhee
Weltpremiere

Memory Box
Frankreich / Libanon / Kanada / Katar
von Joana Hadjithomas, Khalil Joreige
mit Rim Turki, Manal Issa, Paloma Vauthier
Weltpremiere

Nebenan (Next Door)
Deutschland
von Daniel Brühl
mit Daniel Brühl, Peter Kurth
Weltpremiere / Debütfilm

Petite Maman
Frankreich
von Céline Sciamma
mit Joséphine Sanz, Gabrielle Sanz, Nina Meurisse
Weltpremiere

Ras vkhedavt, rodesac cas vukurebt? (Was sehen wir, wenn wir zum Himmel schauen?)
Deutschland / Georgien
von Alexandre Koberidze
mit Ani Karseladze, Giorgi Bochorishvili, Vakhtang Fanchulidze
Weltpremiere

Rengeteg - mindenhol látlak (Forest - I See You Everywhere)
Ungarn
von Bence Fliegauf
mit Laura Podlovics, István Lénárt, Lilla Kizlinger, Zsolt Végh, László Cziffer, Juli Jakab, Ági Gubík
Weltpremiere

Természetes fény (Natural Light)
Ungarn / Lettland / Frankreich / Deutschland
von Dénes Nagy
mit Ferenc Szabó, Tamás Garbacz, László Bajkó
Weltpremiere / Debütfilm

Una Película de Policías (A Cop Movie)
Mexiko
von Alonso Ruizpalacios
mit Mónica Del Carmen, Raúl Briones
Weltpremiere / Dokumentarische Form




Mantagheye payani | District Terminal von Bardia Yadegari, Ehsan Mirhosseini IRN, DEU 2021, Encounters
 
Encounters  
     
Ein Gefühl von Entdeckung zurückgewinnen

Encounters wurde letztes Jahr als kompetitive Sektion eingeführt. Sie ist der zweite Wettbewerb in der Berlinale dessen Ziel es ist neue Stimmen des Kinos zu unterstützen und den diversen narrativen und dokumentarischen Formen in der offiziellen Filmauswahl mehr Raum zu geben. Eine dreiköpfige Jury wird die Gewinner*innen der Preise Bester Film und Beste Regie sowie des Spezialpreises der Jury auswählen und diese beim Industry Event im März verkünden. Die diesjährige Auswahl setzt sich aus 12 Filmen zusammen, die aus 16 Ländern kommen, und umfasst sieben Debütfilme.

Jeder der Filme in der zweiten Ausgabe von Encounters ist eine Linie, die ein unbekanntes Feld kreuzt. Es ist der Sinn für Entdeckungen, der diese sehr vielfältigen cineastischen Leistungen verbindet - wie bei den Lumière-Brüdern vor 125 Jahren. Diese Filme wollen uns zu Orten bringen, an denen wir etwas über die Welt erfahren, über die Menschheit und vielleicht auch über uns selbst. In einer Zeit, in der Reisen fast ausnahmslos abgesagt werden, gewinnt das Kino seine Funktion zurück“, sagt der Künstlerische Leiter Carlo Chatrian.

Ob auf dem Tahir-Platz in Ägypten oder in den mondänen Büros, Hotels und luxuriösen Häusern von Los Angeles, im Herzen der dunklen Militärdiktatur Argentiniens oder in den Naturwundern Hawaiis, in der Vergangenheit der baltischen Aristokratie oder in einem futuristischen Teheran, in einem gewöhnlichen und doch traumähnlichen Schweizer Apartment, in einer Wohnung in Manhattans Upper East Side, in der es spukt, in einem gutbürgerlichen griechischen Haus, einem häuslichen Gefängnis in Saigon, in den Banlieues von Paris oder auf den Feldern des ländlichen Québecs – die Encounters-Reise macht viele Stopps.

Es geht nicht nur darum, an Orten zu sein, an denen Menschen leiden, träumen, arbeiten, reden, singen und tanzen, es geht vielmehr darum, mit ihnen zu sein. Durch die Kunst kompromissloser Filmemacher*innen – Berlinale Habitués oder Newcomer*innen, ob ausgebildet an renommierten europäischen Schulen oder Autodidakt*innen aus Vietnam – kehrt die alte, widersprüchliche, verrückte Welt, die wir kennen, lieben und vermissen, zu uns zurück.



Roger Azar, Canan Kir Die Welt wird eine andere sein | Copilot von Anne Zohra Berrached DEU, FRA 2021, Panorama © Christopher Aoun / Razor Film 2021
 
Panorama  
     
Zwischen Zweifel und Revolte – Kritische Blicke auf Machtverhältnisse

Das Panorama der 71. Berlinale präsentiert 19 Filme, davon 16 Weltpremieren und sechs Debüts. Starke neue deutsche Filme von Anne Zohra Berrached, Monika Treut, Henrika Kull und Ronny Trocker sowie diverses, internationales Filmschaffen aus 19 Ländern in 13 Sprachen von Damien Odoul, Tony Stone, Prano Bailey-Jones und Produzent Roberto Minervini.

„Kämpferisches, politisches Kino prägt den Jahrgang 2021. Der filmische Blick von starken Regisseurinnen, junges kritisches Kino aus dem Nahen Osten sowie indigene und queere Erzählungen setzen klare Schwerpunkte im Panorama”, kommentiert Sektionsleiter Michael Stütz. „Die Filmemacher*innen beziehen Stellung in ihren Beobachtungen, reflektieren über individuelle Konflikte und kollektive Traumata, indem sie politische und zwischenmenschliche Machtverhältnisse hinterfragen und Haltung fordern.“

Der deutsche Film verweist mit Monika Treuts Genderation zunächst in die Vergangenheit. 20 Jahre nach ihrem mit einem TEDDY ausgezeichneten Panorama-Film Gendernauts reist Monika Treut erneut in die USA und sucht die Trans*-Pionier*innen und -Aktivist*innen von damals auf. Genderation spürt dabei nicht nur veränderten Lebensentwürfen nach, sondern zeichnet gleichzeitig ein prägnantes Porträt der Vereinigten Staaten gegen Ende der Trump-Ära. Anne Zohra Berrached, zuletzt im Berlinale-Wettbewerb mit 24 Wochen vertreten, erzählt in Die Welt wird eine andere sein (Copilot) die Geschichte der jungen Studentin Asli, die sich zwischen Selbstbestimmung, ihrem traditionellen Elternhaus und ihrer aufopfernden Liebe zu Saeed selbst verorten muss. Mit einer Charakterstudie kehrt Henrika Kull mit ihrem zweiten Film ins Panorama zurück. Glück erzählt die Geschichte der beiden Sexarbeiterinnen Maria und Sascha, die sich im Job kennen und lieben lernen. Mit Leichtigkeit und Präzision porträtiert sie einen Arbeitsplatz, der oftmals verklärt dargestellt wird. Dabei schafft Glück es, greifbare Figuren mit Tiefe und Glaubwürdigkeit zu inszenieren.



Nora Arnezeder Tides von Tim Fehlbaum DEU, CHE 2021, Berlinale Special © Gordon Timpen / BerghausWöbke Filmproduktion GmbH
 
Berlinale Special  
     
Spannende Geschichten, aktuelle Themen, persönliche Reisen

Das Programm von Berlinale Special versteht sich als eine wichtige Ergänzung zum internationalen Wettbewerb. Das diesjährige Line-up umfasst elf Titel aus zehn Ländern, darunter drei Erstlingswerke.

„Auch in der diesjährigen reduzierten Ausgabe taucht Berlinale Special in die Extreme des filmischen Spektrums ein. Ganz gleich, ob die Filme das Ergebnis eine*r Filmemacher*in mit einer erkennbaren Stimme oder eine mehr auf Kooperation setzende Arbeit mit von uns allen bewunderten Stars sind, sie bieten den Genuss spannender Geschichten, persönlicher Reisen und die Auseinandersetzung mit aktuellen Themen an“, sagt der Künstlerische Leiter Carlo Chatrian.

Die Auswahl für 2021 umfasst Filme, die derzeit erfolgreiche Kampagnen für Filmpreise führen (French Exit & The Mauritanian), neue (weibliche) Stimmen der nordamerikanischen Indieszene (Best Sellers & Language Lessons), einen fesselnden „hard-boiled“-Detektivfilm in bester Hongkong-Tradition (Limbo), sowie zwei große adrenalingeladene deutsche Produktionen (Je suis Karl & Tides). Eine Gruppe origineller Dokumentarfilme – zwei davon mit einem Schwerpunkt auf weltberühmte Sänger*innen (Tina & Per Lucio) und die anderen beiden zu aktuellen Themen (ökologisch in Wer wir waren und politisch in Courage) – vervollständigen die Auswahl von Berlinale Special. Tina Turner, Michelle Pfeiffer und Lucas Hedges, Michael Caine und Aubrey Plaza, Jodie Foster, Benedict Cumberbatch, Tahar Rahim und Shailene Woodley, Mark Duplass und Natalie Morales sind einige der Stars dieser Filme.



In Bewegung bleiben | Keep Moving von Salar Ghazi DEU 2021, Perspektive Deutsches Kino © Salar Ghazi
 
Perspektive Deutsches Kino  
     
Gehen oder Bleiben? Wie und wo wollen bzw. können wir leben?

Aus 225 eingereichten Filmen ist eine interessante, den Jahrgang kennzeichnende Auswahl für die Perspektive Deutsches Kino 2021 entstanden. Drei Dokumentar- und drei Spielfilme nehmen uns mit an Schauplätze in Dänemark, Nigeria, Kanada, den USA, Georgien, Hongkong und in Deutschland, vom Schwarzwald in Baden-Württemberg über Berlin und Brandenburg bis hin zur Ostsee. Schaut man genauer hin, kommt schnell die Frage auf, was gilt heute überhaupt als deutscher Film? Die Filmschaffenden leben und arbeiten in einer Transitwelt und drehen in verschiedenen Sprachen. Das diesjährige Programm spiegelt wider, dass nationale Grenzen mehr und mehr verwischen, dass sich Filmemacher*innen und ihre Geschichten fließend über geografische Grenzen hinwegbewegen. Zwar sind alle Filme majoritär in Deutschland produziert, aber die Geschichten und Biografien der Regisseur*innen und ihrer Teams und Protagonist*innen schaffen transnationale Vernetzungen, die das jeweils Lokale mit dem Globalen verbinden.



Lucie Vincentelli Si t’as un coeur | Young Hearts von Émilie Vandenameele FRA 2021, Berlinale Shorts © Juliette Barrat / L'Endroit
 
Berlinale Shorts  
     
Erzähl mir von Dir, damit ich die Welt verstehe

Die Sehnsucht nach der Begegnung zieht sich durch die Filmauswahl. Eigenwillig ringen die Filme mit der Gegenwart, unverblümt schreiben sie die Vergangenheit neu. Es gibt viele Möglichkeiten, ein Morgen zu imaginieren. 20 Kurzfilme aus 17 Ländern konkurrieren um den Goldenen und den Silbernen Bären bei Berlinale Shorts.

Die 20 Kurzfilme aus 17 Ländern weisen unterschiedliche Formsprachen auf und reichen von fiktionalen Formaten über Experimentalfilme und Animationen bis hin zu hybriden und dokumentarischen Formen. Alle Filme sind für den Goldenen Bären für den Besten Kurzfilm und den Silbernen Bären Preis der Jury (Kurzfilm) nominiert. Außerdem wird der Berlin Short Film Candidate for the European Film Awards ausgewählt. Die Preisträger*innen werden von einer dreiköpfigen internationalen Jury bestimmt und während des Online-Industry Events Anfang März bekanntgegeben. Die Preisverleihung findet beim Berlinale Summer Special im Juni vor Publikum statt.  https://shortsblog.berlinale.de/



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Aurielle Akerele The Inheritance von Ephraim Asili USA 2020, Forum © Mick Bello
 
Forum  
     
Slalomfahrten zwischen Fiktion und Dokument:

In der Filmauswahl des 51. Berlinale Forums spielen jüngere Regisseur*innen eine wichtige Rolle, und viele Filme zeichnen sich durch ein großes Maß an Unvorhersehbarkeit aus. Kaum je weiß man, was als Nächstes geschieht. Indem die Auswahl auf Fragiles statt auf Bewährtes setzt, narratives Hakenschlagen und opake filmische Räume zulässt, sorgt sie dafür, dass der Wahrnehmungshorizont weit bleibt – den beengten Zeiten zum Trotz.

Arbeit, Liebe, Freundschaft, Kino: All das gestaltet sich heute anders als vor einem Jahr. Die Sicherheiten, auf die man sich noch im Herbst 2019 verlassen konnte, sind porös geworden. In anderen Gegenden der Welt, in denen Unsicherheit ohnehin Teil des Alltags ist, mag man im Umgang damit geübter sein. Im auf Plan- und Machbarkeit ausgerichteten Westeuropa muss man sich an eine Situation, die an einen auf Dauerschleife gestellten Agilitäts-Workshop erinnert, erst gewöhnen. Wem es unter diesen Bedingungen gelingt, einen Film zu drehen und fertigzustellen, gebührt Hochachtung. Die 17 Filme umfassende Auswahl des 51. Berlinale Forums setzt auf Arbeiten, die den außerfilmischen Unwägbarkeiten begegnen, indem sie in ihren Plots und Konstellationen die Unberechenbarkeit umarmen. Sie gibt dem Fragilen den Vorzug vor dem Bewährten. Filmemacher*innen, die am Anfang ihrer Karriere stehen, nehmen mehr Raum ein als ihre arrivierten Kolleg*innen.  https://www.arsenal-berlin.de/berlinale-forum/news.html



The Coast von Sohrab Hura IND 2020, Forum Expanded © Sohrab Hura
 
Forum Expanded  
     
The Days Float Through My Eyes

Die plötzliche Koinzidenz von Stagnation und Veränderung, die wir derzeit erleben, hat unsere Vorstellung von Zeit und Raum – und damit das Kino – verändert. Das betrifft den Blick auf die ausgewählten Arbeiten wie auch das diesjährige Festivalformat, zweigeteilt, im Internet, drinnen und draußen. Die Forum Expanded Filmauswahl besteht aus vier Kurzfilmprogrammen, einem mittellangen und zwei Langfilmen, insgesamt werden im März 18 Filme gezeigt.

Ein Experiment für das vom Arsenal - Institut für Film und Videokunst ausgerichtete Forum Expanded, das sich zum 16. Mal an der Schnittstelle des Kinos zu anderen Bereichen von Kunst und Gesellschaft positioniert. Der Titel „The Days Float Through My Eyes“ wurde dem Song „Changes“ entliehen. Vor 50 Jahren, als David Bowie ihn veröffentlichte, ging es ihm um sein Bild als Musiker, das sich nicht im gleichen Tempo wie sein wandelbares Selbstverständnis veränderte. Seit letztem Jahr sind Künstler*innen und Filmemacher*innen weltweit so ausgebremst, dass es für viele existenzbedrohend ist. Wenn die Filmauswahl des 16. Forum Expanded pandemiebedingt auch kleiner ausfällt, so möchte es sich doch mit ihnen allen solidarisch erklären.

  https://de-de.facebook.com/forumexpanded/



From the Wild Sea von Robin Petré DNK 2021, Generation © Maria Grazia Goya
 
Berlinale Generation  
     
Sanft flüsternd, laut schreiend

Mit sieben Weltpremieren und sechs Debüts unter den 15 ausgewählten Filmen bietet Generation in den beiden Wettbewerben Kplus und 14plus auch in verkleinertem Umfang eine große künstlerische Vielfalt. Die Auswahl lässt in Spielfilmen, animierten und dokumentarischen Formen die Kraft der Imagination hochleben.

Alle 15 Filme aus der Generation-Auswahl sind eine Einladung, über das Offensichtliche, Dominante, Laute hinauszugehen und genauer hinzuschauen. Die Filme schaffen Raum und Zeit, sich auf die vielfältigen Welten einzulassen, in denen junge Menschen aufwachsen. Es sind oft die kleinen Dinge, die ihre Lebenswege beeinflussen. Die Filme bieten eine willkommene Pause vom Leben, wie wir es gerade kennen“, so Sektionsleiterin Maryanne Redpath. Filme aus 17 Ländern bilden die kulturelle und geographische Breite ab, die ebenfalls charakteristisch für Generation ist. Mit jeweils vier Beiträgen sind Produktionen aus dem asiatischen und skandinavischen Raum in diesem Jahr besonders stark vertreten. Auffällig viele der Generation-Filme sind von Frauen, der Anteil der Regisseurinnen liegt bei 60%, im Wettbewerb von Kplus sogar bei 75%. Eine internationale Jury wird im Rahmen des Berlinale Industry Events Anfang März die besten Beiträge prämieren. Die Gläsernen Bären der Kinder- und der Jugendjury werden im Rahmen des Berlinale Summer Special im Juni vergeben, wo auch die Preise der internationalen Jury überreicht werden.



Mae West I'm No Angel | Ich bin kein Engel von Wesley Ruggles USA 1933, Retrospektive Quelle: Deutsche Kinemathek, courtesy of Universal Studios Licensing, LLC
 
Retrospektive  
     
„No Angels – Mae West, Rosalind Russell & Carole Lombard“

Für die Retrospektive mit dem Titel „No Angels – Mae West, Rosalind Russell & Carole Lombard“ stellte die Auswahlkommission unter Leitung von Rainer Rother ein Programm aus 27 Komödien der drei US-Schauspielerinnen zusammen. Bei der Filmauswahl standen die strengen Regeln für weibliche Comedians in den Hollywood-Studios unter dem Hays Code im Fokus. Mit dem 1930 offiziell als Motion Picture Production Code eingeführten Regelwerk unterwarf sich Hollywood ab 1934 einer freiwilligen Selbstkontrolle hinsichtlich „moralisch bedenklicher“ Inhalte, um eine staatliche und möglicherweise restriktive US-amerikanische Filmzensur zu verhindern. Doch schon bald verselbständigte sich das Hays Office selbst zu einer Art Zensurbehörde. Der Code erlaubte unter anderem keine eindeutigen Darstellungen von Erotik, Sexualität und Promiskuität. Trotzdem schafften es die drei Frauen in jener Zeit, ihre Rollen selbst zu gestalten, ihren eigenen Stil zu finden und sich auf eigene Art gegen das Studiosystem zu behaupten und die Regeln des Hays Code zu unterwandern.

Die allesamt US-amerikanischen Produktionen im Programm der Retrospektive 2021 entstanden in den Jahren 1932 bis 1943, zur Blütezeit der Screwball Comedy. Sie zeichnen sich durch rasantes Tempo, raffinierte Handlungen und reichlich Wortwitz aus. Dabei spielten für die Filmauswahl sowohl filmhistorische als auch biografische Kriterien eine Rolle: Mae Wests Debütfilm Night After Night von Archie Mayo (1932) bildet den Auftakt der Reihe; mit dem frühen Tod Carole Lombards im Jahr 1942 neigt sich zugleich auch die Screwball Comedy ihrem Ende zu. Diese äußerst erfolgreiche Ära in der Geschichte Hollywoods birgt bis heute eine Aktualität, die in der Retrospektive zum Vorschein kommt.

Zur Retrospektive wird die folgende Publikation von der Deutschen Kinemathek herausgegeben: Rainer Rother No Angels – Mae West, Rosalind Russell & Carole Lombard ca. 160 Seiten, deutsch/englisch, s/w-Abb., 15 Euro Erscheint im Mai 2021, ISBN 978-3-96707-504-5



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Keine Berlinale im Februar 2021  
     
Die Berlinale findet im Februar nicht statt. Das Festival sollte ursprünglich vom 11. bis zum 21. Februar stattfinden.  Die immer weiter steigende Zahl der Covid-19-Infektionen hat die Leitung der Filmfestspiele gezwungen völlig neu zu planen.

Den Auftakt der 71. Berlinale machen im März die Branchenplattformen European Film Market, Berlinale Co-Production Market, Berlinale Talents und der World Cinema Fund mit einem Online-Angebot. Im Juni wird es dann ein Sommer-Event mit zahlreichen Filmvorführungen für das Berliner Publikum geben – in den Kinos wie auch Open Air. Die Zweiteilung ermöglicht es, die beiden tragenden Säulen zu erhalten: Filmmarkt und Festival.

Die aktuell laufende Filmauswahl für den Wettbewerb und die Sektionen wird fortgeführt. Das Programm wird im Februar veröffentlicht und der Filmbranche beim virtuellen European Film Market (EFM) im März vorgestellt. Eine Internationale Jury wird die Filme in Berlin sichten und über die Bärenpreise entscheiden. Dem Berliner Publikum werden die Preisträger*innen und die Filmauswahl im Sommer präsentiert. Zum Auftakt des Sommer-Events plant die Berlinale eine festliche Eröffnung.

„Als Antwort auf die Zeit, in der wir gerade leben, haben wir beschlossen, unser Angebot in zwei unterschiedliche und doch zusammenhängende Veranstaltungen aufzuteilen und damit den Auftrag der Berlinale zu erfüllen. Während im März die Filmindustrie (online) versammelt sein wird und unsere Auswahl unterstützen und ins Licht rücken wird, kann unser Publikum im Sommer – wie ein Neustart, 70 Jahre nach der ersten Ausgabe des Festivals – in Kinos und unter freiem Himmel die Filmemacher*innen und ihre Teams feiern. Damit erhält es die Gelegenheit, die unterschiedlichen Sektionen und Profile des Festivals zu erfahren, die Filme des internationalen Wettbewerbs zu sehen und die Gewinner*innen des Goldenen und der Silbernen Bären in einer heiteren Atmosphäre zu feiern“, sagt der Künstlerische Leiter Carlo Chatrian.

Der European Film Market (EFM) wird nun vom 1. bis 5. März online stattfinden. Der Berlinale Co-Production Market verlegt seine Aktivitäten ebenfalls vom 1. bis 5. März ins Netz. Auch Berlinale Talents begrüßt seine Teilnehmer*innen für diesen Zeitraum virtuell in Berlin und wendet sich wie der World Cinema Fund mit digitalen Programmen an das internationale Fachpublikum. Nähere Informationen zu den Angeboten und Programminhalten für die Branche werden in den kommenden Wochen kommuniziert.

Vielleicht findet die Berlinale im Juni auf dem Tempelhofer Feld statt. Zusammen mit den Freiluftkinos der Stadt müsste das doch klappen...
Presse    
"Bär mit Blues"  Von Tobias Kniebe  Süddeutsche Zeitung
"Es gibt im März (k)eine Berlinale"  von Von Hanns-Georg Rodek Welt
"Zum aktuellen Planungsstand der Filmfestivals"  Von Christiane Peitz  Tagesspiegel
"Zwischen Sorge und Hoffnung" Von Bert Rebhandl   Frankfurter Allgemeine Zeitung
"Eine Berlinale im Sommer hat doch auch was Schönes" von Von Hanns-Georg Rodek Welt
"Optimismus ist Pflicht"  Von Susanne Lenz  Frankfurter Rundschau
"Zwischen Nebelbänken" Von Dietmar Dath   Frankfurter Allgemeine Zeitung
"Was bedeutet das für Künstler, Kinos und das Publikum?" Von Christiane Peitz  Tagesspiegel
"Was es bedeutet, dass die Berlinale in einem anderen Format stattfindet"  Von , Susanne Lenz  Berliner Zeitung
"Ein pandemietaug­liches Modell"  Von Tim Caspar Boehme  taz
"Berlinale durch zwei"  Von Susan Vahabzadeh Süddeutsche Zeitung
    https://www.berlinale.de/de/home.html


Historische Studie zu Berlinale-Gründungsdirektor Alfred Bauer
 
Die Studie bestätigt, dass Bauers Rolle in der Reichsfilmintendanz bedeutender war als bisher bekannt und von ihm nach 1945 systematisch verschleiert wurde

Die Geschäftsführung der Internationalen Filmfestspiele Berlin hatte im Februar 2020 das Institut für Zeitgeschichte (IfZ) beauftragt, Alfred Bauers Position in der NS-Filmbürokratie näher zu untersuchen. Anlass war die Medienveröffentlichung von Quellen, die Bauers Rolle und Aufgaben in der Reichsfilmintendanz neu beleuchteten. Die Reichsfilmintendanz wurde durch Erlass des Reichsministers für Volksaufklärung und Propaganda Joseph Goebbels vom 28. Februar 1942 geschaffen und war die zentrale Institution zur Steuerung der Filmproduktion im NS-Regime.

Alfred Bauer war Referent des Reichsfilmintendanten. Nach Kriegsende setzte er seine Karriere in der deutschen Filmindustrie fort und wurde 1951 der erste Leiter der neu gegründeten Internationalen Filmfestspiele Berlin; diese Position hatte er bis 1976 inne.  Die von PD Dr. Tobias Hof im Auftrag des IfZ erstellte Studie (Zusammenfassung, PDF) zeigt auf, dass Alfred Bauer sich der bedeutenden Rolle der Reichsfilmintendanz im Propaganda-Apparat der NS-Herrschaft bewusst gewesen sein musste. Seine Aufgabe in der Reichsfilmintendanz trug zum Funktionieren, zur Stabilisierung und Legitimierung der NS-Herrschaft bei. Bauer schloss sich zudem schon früh (ab 1933) verschiedenen nationalsozialistischen Organisationen an und wurde 1937 Mitglied der NSDAP.

Weiter legt die Studie offen, dass Bauer während seines Entnazifizierungsverfahrens (1945–47) durch bewusste Falschaussagen, Halbwahrheiten und Behauptungen seine Rolle im NS-Regime zu verschleiern versuchte und sich stattdessen das Image eines Gegners des NS-Regimes konstruierte. „Die neuen und nun auch wissenschaftlich erforschten Erkenntnisse über Alfred Bauers Verantwortlichkeiten in der Reichsfilmintendanz und sein Verhalten im Entnazifizierungsverfahren sind bestürzend. Sie sind aber ein wichtiges Element in der Aufarbeitung der NS-Vergangenheit von Kulturinstitutionen, die nach 1945 gegründet wurden. Es stellt sich daher die Frage, welche personellen Kontinuitäten die deutsche Kulturszene in den Nachkriegsjahren prägten. Durch die neuen Kenntnisse verändert sich auch der Blick auf die Gründungsjahre der Berlinale“, sagt Berlinale-Geschäftsführerin Mariette Rissenbeek. „Die IfZ-Studie weist zudem darauf hin, dass es noch zahlreiche Forschungslücken bei der historischen Betrachtung der Nachkriegs-Filmbranche gibt.“



European Film Market, Berlinale Co-Production Market, Berlinale Talents and World Cinema Fund
 
Der European Film Market (EFM) bietet zu Beginn des Jahres den Marktplatz für den Vertrieb von Filmproduktionen und agiert als eine der wichtigsten Branchenplattformen für Weltvertriebe, Verleihfirmen, Festivalprogrammer und Produzent*innen. Auch im pandemiegeprägten Jahr 2021 stellt der EFM diese zentrale Branchenplattform her: Vom 1. bis 5. März 2021 findet der EFM mit einer Vielzahl von Onlineangeboten statt.  https://www.efm-berlinale.de/en/home/homepage.html

Beim Berlinale Co-Production Market (1.-5. März 2021) werden 35 neue internationale Spielfilmprojekte vorgestellt und online in vorab geplanten Einzelmeetings mit 600 potentiellen Finanzierungs- und Koproduktionspartner*innen zusammengebracht. Oscar-Nominierte, Silberne Bären-, TEDDY und Publikumspreis-Gewinner*innen sind unter den Regisseur*innen der ausgewählten Projekte. https://www.efm-berlinale.de/en/copro-market/profile/profile.html

Dream On! – Thema, Struktur und Teilnehmer*innen für Berlinale Talents 2021 Die Talentförderinitiative Berlinale Talents bietet vom 1. bis 5. März für die Teilnehmer*innen, die Branche und das filmbegeisterte Publikum ein neues, wesentlich interaktiveres Programm an.
Das wahrlich weltumspannende Event mit digitalen Talks und Live-Workshops steht unter dem Thema DREAMS. Für die 19. Ausgabe wurden aus mehr als 3.000 Bewerbungen 200 Talente aus 65 Ländern https://www.berlinale-talents.de/

World Cinema Fund WCF Days mit Fokus auf „Decolonising Cinema“ und „Can We Write Cinema?“ Die online angebotenen WCF-Wortveranstaltungen vom 1. bis 5. März werden auf Themen fokussieren, die die Förderstrategie, das kulturpolitische Profil und die künstlerische Ausrichtung der Berlinale-Filmförderinitiative World Cinema Fund prägen und zur notwendigen Reflexion einladen. Schwerpunkte der englischsprachigen Veranstaltungen sind: „Decolonising Cinema“ und „Can We Write Cinema? Script and Visual Language“. Das Angebot richtet sich an das öffentliche ebenso wie an das Fachpublikum.
https://www.berlinale.de/de/world-cinema-fund/home/profil.html


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Berlinale Spotlight  
     
50 Jahre Forum in New York
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ie Berlinale ist seit vielen Jahren mit speziell kuratierten Programmen weltweit präsent. Das Berlinale Spotlight erweitert den Festivalzeitraum und macht die Aktivitäten des Festivals über das Jahr sichtbar. Im Dezember geht die Reise nach New York, wo das German Film Office, eine Initiative von German Films und dem Goethe-Institut New York, und das Arsenal – Institut für Film und Videokunst eine Auswahl aus dem diesjährigen Jubiläumsprogramm des Berlinale Forums präsentieren. Unter dem Titel „Comes the Revolution:
The Berlinale Forum at 50“ hat das Berlinale Forum gemeinsam mit dem Museum of Modern Art (MoMA) sechs Programme zusammengestellt, die vom 14. bis zum 20. Dezember digital auf der Website des Goethe-Instituts unter https://www.goethe.de/prj/gfo/de/index.html zu sehen sein werden.

Das Berlinale Forum verschreibt sich einem Kino, das in Form und Inhalt neue, radikale Wege geht. Im Februar 2020 feierte es seinen 50. Geburtstag, indem es den ersten Festivaljahrgang 1971 wiederaufführte. Nach dem Auftakt während der 70. Berlinale machte das Jubiläumsprogramm Station in Hongkong, Lissabon und Brüssel. Im Januar 2021 wird es im Rahmen einer Kooperation mit dem Festival „Janela Internacional de Cinema“ ins brasilianische Recife reisen. Unmittelbar bevor steht eine Station in New York: Sechs Filmprogramme sind vom 14. bis zum 20. Dezember digital zugänglich; eine Online-Paneldiskussion mit Josh Siegel, Filmkurator am MoMA, dem Regisseur Rosa von Praunheim und Cristina Nord, der Leiterin des Berlinale Forums, findet am 18. Dezember statt.

Gezeigt werden Arbeiten aus den Jahren 1969 bis 1971 von Regisseur*innen wie Chris Marker, Med Hondo, Sarah Maldoror, Rosa von Praunheim und Helke Sander. Sie erforschen die tektonischen Verschiebungen der späten 60er Jahre – auf den Straßen wie an den Universitäten, in Fabriken und Schlafzimmern. Künstlerische Experimentierfreude trifft dabei auf politische Militanz, Agitprop auf avantgardistische Formsprachen. Die Filmschaffenden versuchen sich an kollektiven Produktionsprozessen, und die Sujets reichen von der US-amerikanischen Bürgerrechtsbewegung über die zweite Frauenbewegung und antikoloniale Kämpfe bis hin zu neuen Organisationsformen von Arbeit.

Diese Filme ein halbes Jahrhundert später anzuschauen, bedeutet zu fragen, was sie erreicht haben und wo sie in die Irre gegangen sind. Ihre Dringlichkeit haben sie nicht verloren. Die Black-Lives-Matter-Proteste dieses Frühjahrs zum Beispiel haben gezeigt, wie wenig überwunden die Missstände der späten 60iger Jahre sind. „Comes the Revolution: The Berlinale Forum at 50“ liefert so en passant auch Inspirationen und Strategien für die Auseinandersetzungen der Gegenwart.
     
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