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73. Internationale Filmfestspiele Berlin

 



     
     
       
      73. Berlinale  
      Berlinale Blog   2023  
      Berlinale Bären 2023  
       
       





 
Berlinale 2023: Internationale Jury
     
Bei der Berlinale 2023 wird erneut eine renommierte Internationale Jury über die Vergabe des Goldenen und der Silbernen Bären entscheiden. 18 Filme gehen im Wettbewerb ins Bärenrennen, die Preisträger*innen werden am 25. Februar im Berlinale Palast verkündet.
Den Vorsitz der Internationalen Jury übernimmt Schauspielerin Kristen Stewart.

Die weiteren Jurymitglieder sind Schauspielerin Golshifteh Farahani (Iran/Frankreich), Regisseurin und Autorin Valeska Grisebach (Deutschland), Regisseur und Drehbuchautor Radu Jude (Rumänien), Casting Director und Produzentin Francine Maisler (USA), Regisseurin und Drehbuchautorin Carla Simón (Spanien) und Regisseur und Produzent Johnnie To (Hongkong, China).

18 Filme werden im Wettbewerb um den Goldenen und die Silbernen Bären konkurrieren. Produktionen aus 19 Ländern sind vertreten. 15 Filme werden als Weltpremiere gezeigt. Bei sechs Filmen haben Frauen Regie geführt. Elf Filmemacher*innen haben bereits in der Vergangenheit Filme auf der Berlinale präsentiert, acht von ihnen im Wettbewerb. Im Wettbewerbsprogramm sind zudem drei Debütfilme vertreten.

 




Adentro mío estoy bailando
 
Encounters
     
Der Encounters-Wettbewerb 2023 umfasst 16 Filme, die allesamt Weltpremieren sind, darunter sind drei Debütfilme. 21 Produktionsländer sind vertreten. Bei sechs Filmen haben Frauen Regie geführt. Auch in diesem Jahr ist der zweite Wettbwerb der Berlinale mit einem dicken Fragezeichen versehen. Nicht das es etwas an der Qualität der Filme auszusetzen gäbe, aber wären diese Filme nicht auch gut im Hauptwettbewerb, soweit die Bezeichnung noch richtig ist, aufgehoben.

„Alle 16 Filme des Programms fügen sich zu einer größeren Geschichte zusammen, welche die Gegenwart erfasst, Vergangenheit bezeugt und Zukunft imaginiert - jeder auf seine Weise. Die politische Dimension tritt dabei in diesem Jahr etwas stärker hervor als sonst. Es geht jedoch weniger um das Reproduzieren von Ereignissen, als darum, das, was war, zu erkunden – aus vielfältigen Blickwinkeln, mit unterschiedlichsten Fragestellungen und vor allem mit dem Wunsch, den Blick des Publikums auf die Welt zu erweitern“, kommentiert der Künstlerische Leiter Carlo Chatrian seine Filmauswahl.
     


 




Almamula
 
Generation
     
Auch neben den Wettbewerbsprogrammen beteiligt Generation Zuschauer*innen unter 18 Jahren am Festivaldiskurs. Eine Sondervorstellung der restaurierten Fassung von Cinderella im Rahmen von Disney100 und ausgewählte Cross-Section-Vorführungen von Filmen der diesjährigen Retrospektive „Young at Heart – Coming of Age at the Movies“ laden zur Entdeckung von Filmgeschichte ein: Rue Cases-Nègres (Sugar Cane Alley) von Euzhan Palcy, Kiseye Berendj (Bag of Rice) von Mohammad-Ali Talebi und Gražuolė (The Beauty) von Arūnas Žebriūnas werden auf diese Weise auch für das Generation-Publikum zugänglich sein.

In den Kurzfilmwettbewerben offenbart sich die ganze Spannweite filmischer Ausdrucksformen: von Essays, die sich mit filmischen Mitteln der Frage widmen, wie die Welt für Nichtsehende erfahrbar ist - De songes au songe d'un autre miroir (Von Träumen im Traum eines anderen Spiegels) – zu schimmernden Coming-of-Age-Miniaturen, die Veränderungen von Körpern und Beziehungen erfahrbar machen – Mise à nu (Catching Birds). Beobachtungen und Imaginationen zwischen den Straßen Dakars – Timis (Dämmerung) – und einem Weltraumhafen in China: Hua jian fa she shi (When a Rocket Sits on the Launchpad).

„Die Filme im diesjährigen Programm von Generation fügen sich zu einem Kaleidoskop junger Weltwahrnehmungen. Sie blicken auf die Dinge, die die Gegenwart bewegen und eröffnen dabei erstaunliche Perspektiven. Sie gestalten schützende Räume des Privaten, formulieren entschiedene Einsprüche und insistieren auf dem Anrecht der Fantasie. Sie finden neue filmische Formen für unerzählte Wahrheiten“, kommentiert Sektionsleiter Sebastian Markt.

Den Auftakt im Wettbewerb von Generation Kplus bildet Domien Huyghes bewegender Film Zeevonk (Sea Sparkle): Nach dem Tod ihres Vaters, für den sie ein Seemonster verantwortlich macht, kämpft die zwölfjährige Lena unnachgiebig mit den Gezeiten der Trauer.
     


 



Knochen und Namen
 
Perspektive Deutsches Kino
     
Es brennt an allen Ecken und Enden: Komplexe gesellschaftliche und politische Konflikte, der Klimawandel und die Notwendigkeit für Naturschutz, dazu die üblichen privaten Spannungen, die Fragen nach Engagement, Nähe und Distanz. Mitten drin: Junge Talente aus Deutschland, die kein Thema scheuen. Ihre versatile und leidenschaftliche filmische Umsetzung schafft Hoffnung. Denn das Problem zu erkennen und zu benennen, ist ein wichtiger erster Schritt.

Vier lange Spielfilme, drei Dokumentarfilme sowie drei mittellange Spielfilme erzählen von den mitunter schmerzhaften Versuchen, die Welt zu verstehen – und davon, sie zu verbessern.

Neben dem Heiner-Carow-Preis konkurrieren alle eingeladenen Spiel- und Dokumentarfilme um den mit 5.000 Euro dotierten Kompass-Perspektive-Preis. Die Juror*innen sind die Schauspielerin Dela Dabulamanzi, die Editorin Anne Fabini und der Regisseur Jöns Jönsson.
     


 



Mein Vater, der Gastarbeiter
 
Forum:
Das Denken braucht die Bilder
     
Die Spielfilme des 53. Berlinale Forums lassen sich grob in zwei Gruppen einteilen: Zum einen gibt es die, die ihre Narrationen entschlacken, dramatische Wendungen umgehen und der Ruhe von Kamera und Montage eine große Rolle beimessen, zum anderen die, deren Herz fürs Absurde schlägt. Zu diesen gehört Melisa Liebenthals sanfte Komödie El rostro de la medusa (The Face of the Jellyfish), in der eine junge Frau ganz buchstäblich einen Gesichtsverlust erleidet und sich fortan viele Fragen zu Identität, Selfies und biometrischen Verfahren stellt. Zu jenen zählt der japanische Spielfilm Subete no Yoru wo Omoidasu (Remembering Every Night) von Yui Kiyohara, der drei Frauen in einer Vorstadt bei ihren Alltagsdingen zuschaut – ein Film wie ein Sommertag, hell, freundlich und manchmal wie von kühlem Wind durchweht.

Essayistische Filme geben dem Forum schließlich seine besondere, unverwechselbare Gestalt: Viera Čákanyová macht sich in Poznámky z Eremocénu (Notes from Eremocene) Gedanken zum kommenden Erdzeitalter und umarmt dabei die Möglichkeiten digitaler Scan-Technik. Vincent Dieutre reist in This Is the End nach Los Angeles und lässt sich, aller Kulturkritik zum Trotz, leidenschaftlich auf die leere Stadt, auf deren begriffsgeschichtliche Kraftfelder und auf einen Lover aus der Vergangenheit ein. Auch Allensworth von James Benning erkundet einen Ort in Kalifornien. Wo heute leere Landschaft, viel Himmel, Holzscheunen und ein paar Wohnhäuser zu sehen sind, befand sich Anfang des 20. Jahrhunderts ein Zentrum afroamerikanischer Emanzipation. Deren Erbe spürt der Regisseur in zwölf langen, den Kalendermonaten zugeordneten Einstellungen nach. Hier wie in anderen essayistischen Arbeiten zeigt sich, wie gut das Kino und die Reflexion zusammenpassen: Das Denken braucht die Bilder, so wie die Bilder das Denken brauchen.
     



El castillo | The Castle
 
Panorama:
Tracking the Unseen. Filme als Werkzeuge des Widerstands
     
Das queere Kino ist in diesem Jahr prominent vertreten: Die zweifach für einen Grammy nominierte Musikproduzentin D. Smith packte nach diversen Absagen kurzerhand selbst an, realisierte ihren Film Kokomo City und wurde so zur Regiedebütantin. In stylischen Schwarz-Weiß-Bildern, unterlegt mit einem eklektischen Soundtrack, teilen vier Schwarze trans* Sexarbeiter*innen aus New York und Georgia ihre Erfahrungen mit Witz, Weisheit und Kompromisslosigkeit. Das Londoner Regieduo Sam H. Freeman und Ng Choon Ping inszeniert in seinem Langfilmdebüt Femme einen gewaltigen filmischen Befreiungsschlag und einen furiosen queeren Rachethriller. In den Hauptrollen brillieren Nathan Stewart-Jarrett und George MacKay. Auch Sacha Polaks Silver Haze ist in London angesiedelt. In ihrer zweiten Zusammenarbeit mit Schauspielerin Vicky Knight verortet Polak versiert soziale Herkunft, persönliches Trauma und die Suche nach Zugehörigkeit in einem städtischen Raum der krassen Gegensätze.

Beim 37. TEDDY AWARD, dem ältesten und bedeutendsten queeren Filmpreis der Welt, wird in diesem Jahr der Special TEDDY für besondere Verdienste und Leistungen rund um das queere Kino an den queeren Filmpreis des Molodist Film Festivals in Kyiv vergeben – den Sunny Bunny Award. Der ukrainische Schwesterpreis des TEDDY AWARD wurde 2001 ins Leben gerufen und ist das größte und wichtigste kulturelle LGBTQI+ Ereignis des Landes.

Am 16. Februar werden sich im Zoo Palast zum ersten Mal die Türen des Panoramas öffnen. Mit La Sirène von Sepideh Farsi bringen wir einen einnehmenden sowie politisch dringlichen Film nach Berlin, der die Weichen für die restlichen zehn Tage mit insgesamt 35 Filmen stellen wird.
     


 


 
Rebecca Millers
She Came to Me
eröffnet die Berlinale 2023
     
Mit der Weltpremiere der US-amerikanischen Produktion She Came to Me werden am 16. Februar 2023 die 73. Internationalen Filmfestspiele Berlin eröffnet. Zum internationalen Starensemble der romantischen Komödie von Regisseurin und Drehbuchautorin Rebecca Miller gehören Peter Dinklage, Marisa Tomei, Joanna Kulig, Brian d'Arcy James und Anne Hathaway. Die bezaubernde Komödie über Liebe in all ihren Formen verwebt die Geschichten mehrerer Charaktere miteinander, die in der romantischen lebhaften Metropole New York City leben:

Ein Komponist, der an einer kreativen Blockade leidet, findet Inspiration nach einer zufälligen Begegnung mit einer ungewöhnlichen Frau, ein paar aufgeweckte Teenager kämpfen darum, ihren Eltern zu beweisen, dass junge Liebe ewig dauern kann, und für einen erfolgreichen Therapeuten, der scheinbar alles hat, kommt die Liebe in die Welt unerwartetsten aller Wege.
She Came to Me wird außer Konkurrenz als Berlinale Special Gala im Berlinale Palast präsentiert.

Regisseurin und Drehbuchautorin Rebecca Miller war zuletzt 2016 mit dem Panorama-Beitrag Maggies Plan bei der Berlinale, nachdem sie 2009 mit The Private Lives Of Pippa Lee am Wettbewerb teilgenommen hatte.

„Wir freuen uns, dass wir diese Festivalausgabe mit einer unwiderstehlichen Komödie eröffnen, die auf den alltäglichen Konflikten der westlichen Gesellschaft aufbaut. Die Charaktere, von Rebecca Miller gezeichnet und von großartigen Schauspieler*innen verkörpert, entscheiden sich dafür, statt gesellschaftlichen Diktaten zu gehorchen, sich von den Inspirationen des Moments leiten zu lassen. Wie ein pre-code Hollywood-Film ist She Came To Me eine fantastische Ode an die Meinungsfreiheit“, sagt das Leitungsduo der Berlinale, Mariëtte Rissenbeek und Carlo Chatrian.

 


 
Kristen Stewart ist Jurypräsidentin der Berlinale 2023
     
Die US-amerikanische Schauspielerin, Drehbuchautorin und Regisseurin Kristen Stewart wird Präsidentin der Internationalen Jury der 73. Internationalen Filmfestspiele Berlin. „Wir freuen uns Kristen Stewart für diese herausragende Aufgabe gewonnen zu haben. Sie gehört zu den talentiertesten und vielseitigsten Schauspieler*innen ihrer Generation. Von Bella Swan bis zur Prinzessin von Wales hat sie unvergesslichen Charakteren Leben eingehaucht. Jung, aufstrebend und mit einem beeindruckenden Werk im Rücken, ist Kristen Stewart die perfekte Verbindung zwischen den USA und Europa”, sagt das Berlinale-Leitungsduo Mariette Rissenbeek und Carlo Chatrian. Kristen Stewart gilt als eines der großen jungen Talente Hollywoods. 1999 hatte sie als 9-Jährige ihr Leinwanddebüt. Nur drei Jahre später stand sie an der Seite von Jodie Foster in David Finchers Panic Room vor der Kamera und erlangte bereits größere Bekanntheit. Mit der 5-teiligen Twilight -Saga (2008–2012) erfolgte ihr internationaler Durchbruch.

2010 war sie bei der Berlinale mit der Independent Produktion Willkommen bei den Rileys (Regie: Jake Scott) zu Gast. Im selben Jahr erhielt sie bei den BAFTAs den Orange Rising Star Award als Beste Nachwuchsdarstellerin. 2014 spielte sie neben Juliette Binoche in Die Wolken von Sils Maria unter der Regie des französischen Autorenfilmers Olivier Assayas. Als erste US-Amerikanerin wurde sie dafür 2015 mit Frankreichs nationalem Filmpreis César ausgezeichnet. Die Zusammenarbeit mit Assayas setzte sie 2016 bei Personal Shopper fort, in dem sie die Hauptrolle übernahm. Im folgenden Jahr feierte sie mit dem Kurzfilm Come Swim ihr Debüt als Regisseurin und Drehbuchautorin. 2018 war sie Mitglied der Internationalen Jury der Filmfestspiele in Cannes. Einen Ausflug ins Actiongenre machte sie 2019 mit der Neuverfilmung von 3 Engel für Charlie (Regie: Elizabeth Banks) und lieferte eine faszinierende Darstellung im Biopic Jean Seberg – Against all Enemies (Regie: Benedict Andrews), das bei den Filmfestspielen in Venedig uraufgeführt wurde. 2020 verantwortete sie mit dem Kurzfilm Grillen ihre nächste Regiearbeit. Zuletzt beeindruckte sie im Kino als Prinzessin Diana in Pablo Larraíns Filmdrama Spencer , das ihr eine Oscar- und Critics Choice Award Nominierung als Beste Schauspielerin einbrachte.

Erst kürzlich hat sie die Dreharbeiten zu Love Me an der Seite von Steven Yeun sowie zu Love Lies Bleeding unter der Regie von Rose Glass abgeschlossen. Kristen Stewart hat sich als eine der profiliertesten internationalen Schauspielerinnen etabliert und begeistert Publikum und Filmkritiker*innen gleichermaßen.

Derzeit bereitet sie ihr Regiedebüt bei einem abendfüllenden Spielfilm vor: die Adaption des Bestsellers „The Chronology of Water“ von Lidia Yuknavitch.
     

 


 
Neue Spielstätten
     
Der Berlinale Palast mit den Wettbewerbs- und Berlinale Special Gala-Filmen, dem Roten Teppich und dem Fanbereich bleibt das Herzstück des Festivals. Mit der Verti Music Hall kommt ein neuer Ort für das Festival hinzu.In der neuen Spielstätte sollen Wiederholungen der Wettbewerbsfilme sowie ausgewählte Berlinale Special Gala-Premieren in einem Saal mit nahezu 2000 Plätzen gezeigt werden. Die Urania wird wieder Hauptspielort der Sektion Generation, die aufgrund von Bauarbeiten 2023 nicht das Haus der Kulturen der Welt bespielen kann. 2023 wird auch der denkmalgeschützte Saal des Colosseum in Prenzlauer Berg wieder zum Berlinale-Kino, es werden dort Wiederholungsvorstellungen verschiedener Sektionen stattfinden.

Auch das CinemaxX-Kino am Potsdamer Platz wird derzeit umfassend umgebaut. Da die Neugestaltung des Kinos eine Reduktion von etwa 50 Prozent der Sitzplätze in den jeweiligen Sälen beinhaltet, wird das CinemaxX in seiner neuen Form für Market-Screenings und ausgewählte Pressevorführungen genutzt. Die beliebten und stets auf großer Nachfrage stoßenden Publikumsvorführungen, beispielsweise der Panorama-Sektion, werden daher 2023 verstärkt in den Kinos Zoo-Palast, Cubix und International stattfinden.

Weiterhin Teil des Berlinale-Netzwerkes ist das Cineplex Titania in Steglitz, das 2022 neu dazugekommen ist.
     


 


 
Berlinale Goes Kiez
     
Wenn die Berlinale im Februar stadtweit in fast allen Bezirken präsent sein wird, das Kino und das Publikum feiert, dann darf der Publikumsliebling Berlinale Goes Kiez nicht fehlen. Vom 18. bis 24. Februar wird die Sonderreihe an sieben Tagen in sieben zusätzlichen Spielorten zu Gast sein – 2023 wieder mit internationalen Filmgästen, vollbesetzten Kinosälen und rotem Teppich. Das Festival würdigt damit das Engagement der lokalen Kinos für ein vielfältiges Programm und eine breite Publikumsansprache. Denn Dank der engagierten Arbeit der Kinobetreiber*innen und der Treue der Besucher*innen verfügt die Hauptstadtregion über eine einzigartige Kinokultur.

Berlinale Goes Kiez ist eine Einladung, die Vielfältigkeit der regionalen Kinolandschaft zu entdecken und nationalen und internationalen Gästen ausgewählter Festivalfilme in familiärer Atmosphäre zu begegnen. Neben sechs klassischen Programmkinos findet Berlinale Goes Kiez 2023 erstmals auch in einem Multiplexkino statt. Anlässlich des Films Sonne und Beton von David Wnendt (Berlinale Special), der auf dem gleichnamigen Roman von Felix Lobrecht beruht und zu großen Teilen in Gropiusstadt spielt, ist die Sonderreihe an einem Abend im UCI Luxe Gropius Passagen zu Gast.


Blauer Stern (Pankow) Hermann-Hesse-Straße 11 13156 Berlin Bundesplatz-Kino (Wilmersdorf) Bundesplatz 14 10715 Berlin fsk Kino (Kreuzberg) Segitzdamm 2 10969 Berlin IL KINO (Neukölln) Nansenstraße 22 12047 Berlin Kino im Zeiss-Großplanetarium (Prenzlauer Berg) Prenzlauer Allee 80 10405 Berlin Thalia – Das Programmkino (Potsdam – Babelsberg) Rudolf-Breitscheid-Str.50 14482 Potsdam UCI Luxe Gropius Passagen (Gropiusstadt) Johannisthaler Chaussee 295 12351 Berlin
     


 


 
Berlinale Kamera
für Caroline Champetier
     
Als Kamerafrau kann Caroline Champetier auf mehr als 100 Filme zurückblicken. Ihre Karriere erstreckt sich von 1979 bis heute und begann mit Dreharbeiten für François Truffaut und Jacques Rivette, Chantal Akermans Toute une nuit und mehrere Kurz- und Spielfilme von Jean-Luc Godard. Seitdem hat sie mit den großen Stars des französischen Kinos zusammengearbeitet, darunter Xavier Beauvois, Leos Carax, Arnaud Desplechin, Jacques Doillon, Anne Fontaine, Philippe Garrel, Benoît Jacquot, Claude Lanzmann sowie mit internationalen Filmschaffenden wie Margarethe von Trotta, Wang Chao, Amos Gitai und Nobuhiro Suwa.
Zu den jüngsten Arbeiten von Caroline Champetier gehört der Film The Damned Don't Cry von Fyzal Boulifa, der auf dem Filmfestival von Venedig 2022 gezeigt wurde, und sie hat gerade die Dreharbeiten zu Cliquot mit Haley Bennett, Sam Riley und Tom Sturridge abgeschlossen.

Mit der Berlinale Kamera ehrt die Berlinale seit 1986 Persönlichkeiten und Institutionen, die sich um das Filmschaffen besonders verdient gemacht haben und mit denen sich das Festival verbunden fühlt. Auf diese Weise bedankt sich die Berlinale bei denjenigen, die zu Freund*innen und Förder*innen des Festivals geworden sind.

Die Verleihung der Berlinale Kamera an Caroline Champetier findet am Donnerstag, 23. Februar, um 14:45 Uhr im Haus der Berliner Festspiele statt. Im Rahmen von Berlinale Special wird anschließend Anne Fontaines Die Unschuldigen gezeigt, bei dem Champetier die Kamera führte.
     


 


 
„You Must Be Joking – Humour in Serious Times”
     
IIn der 21. Ausgabe widmet sich die Talentförderinitiative der Internationalen Filmfestspiele Berlin dem Humor in ernsten Zeiten und appelliert an die stärkenden wie erleichternden Kräfte dieses universal menschlichen Wesenszugs. Film ist und war immer Unterhaltung, auch unter herausfordernden Umständen. Wie verhält es sich also mit dem humorvollen Kino heutzutage, und worüber dürfen wir lachen, trotz ernster Probleme? Oder gerade deswegen. Das Leitungsduo von Berlinale Talents, Christine Tröstrum und Florian Weghorn, hat eine klare Haltung: „Krieg und Krise erfordern unseren ganzen Einsatz und wir solidarisieren uns mit den Menschen, die in der Ukraine, im Iran und anderswo ihr Leben für die Freiheit riskieren, darunter auch viele Alumni von Berlinale Talents. Die Berlinale steht für gelebte Teilhabe und mit Humor stärken wir emotional diese Gemeinschaft und verbinden uns auch für die ernsthaften Themen.“
Weiterhin Teil des Berlinale-Netzwerkes ist das Cineplex Titania in Steglitz, das 2022 neu dazugekommen ist.

Denn jeder Witz hat es in sich. In diesen wahrscheinlich kürzesten Storys, die Menschen sich seit jeher erzählen, steckt die große Kunstfertigkeit, Wahrheit genial zu verdichten und die Botschaft beim Gegenüber treffsicher zu landen, manchmal auch unter der Gürtellinie. Komödien, RomComs, Satiren sind zudem ein Millionengeschäft weltweit. Wie junge und erfahrene Filmschaffende dieses weite Genre neu erkunden und dabei kulturelle Kontexte und politische Herausforderungen einbeziehen – all dies und mehr möchte Berlinale Talents in Talks und Workshops für die Öffentlichkeit und die eingeladenen Talente beleuchten. Als erster Gast im beliebten öffentlichen Programm wird Ruben Östlund bei Berlinale Talents erwartet, dessen bitterböse Sozialsatire Triangle of Sadness gerade das Publikum gleichermaßen provoziert und begeistert. Auf den ersten Blick fröhlich und im Detail komplex, so erforschen der Illustrator Leandro Alzate und die Grafikerin Miriam Jacobi die verschiedenen Dimensionen des Humors und bringen mit ihrem Key Visual zum Jahresthema „You Must Be Joking - Humour in Serious Times“ warme Farben in den kalten Februar.

Berlinale Talents ist die Talentförderinitiative der Internationalen Filmfestspiele Berlin und findet vom 18. bis 23. Februar 2023 im Berliner Theater HAU Hebbel am Ufer statt. Es ist eines der bedeutendsten Foren für aufstrebende Filmschaffende und bietet jährlich 200 ausgewählten Kreativschaffenden aus den Bereichen Film und Serie Vernetzungsangebote und Zugang zu einer weltumspannenden Community von bald 10.000 Talenten. Das kollaborative Zusammenspiel aller Filmgewerke und die Einbindung auch des kinobegeisterten Festivalpublikums waren von Anfang an die wichtigsten Merkmale von Berlinale Talents in Berlin. Die Talentförderinitiative versteht jedes ihrer 14 Filmgewerke und deren Vertreter*innen als gleichrangig im künstlerischen Prozess und macht diese Vision einer diversen und fairen Kulturbranche für alle praktisch erlebbar.
     


 




© Brian Bowen Smith. Courtesy Amblin Partners.
 
Goldener Ehrenbär und Hommage
für Steven Spielberg
     
Die 73. Internationalen Filmfestspiele Berlin verleihen dem US-amerikanischen Regisseur, Produzenten und Drehbuchautoren Steven Spielberg den Goldenen Ehrenbären für sein Lebenswerk und widmen ihm die Hommage. Im Rahmen der Preisverleihung wird sein jüngstes Werk The Fabelmans im Berlinale Palast gezeigt. The Fabelmans trägt autobiografische Züge, hierin blickt er sehr persönlich auf seine Kindheit zurück. Universal Pictures Germany hat den deutschen Kinostart für März 2023 angekündigt.


Der mehrfache Oscar-Preisträger ist einer der weltweit renommiertesten Filmemacher. Sein über 100 Filme und Serien umfassendes Œuvre ist in der internationalen Filmgeschichte der letzten 60 Jahre in seiner Vielfalt einzigartig.

Insgesamt 19-mal ist Spielberg für einen Academy Award nominiert worden und hat die Oscar-Statuette bislang dreimal gewonnen. Er gilt als der erfolgreichste Filmemacher aller Zeiten. Weitere Preise, wie zahlreiche Golden Globes und Emmys für sein Filmschaffen sowie Auszeichnungen für sein gesellschaftliches Engagement, markieren seinen Lebenslauf. So erhielt er 1998 das Große Verdienstkreuz mit Stern der Bundesrepublik Deutschland für die von ihm gegründete Shoah Foundation und seinen Film Schindler’s List (Schindlers Liste). 2001 ernannte ihn Queen Elizabeth II zum Knight Commander of the British Empire (KBE). 2015 bekam er vom damaligen US-Präsidenten Barack Obama die Presidential Medal of Freedom verliehen.

     


 




Natalie Wood und James Dean in Rebel Without a Cause Quelle: Deutsche Kinemathek © 2022 Warner Bros. Entertainment Inc. All rights reserved.
 
Retrospektive 2023:
„Young at Heart – Coming of Age at the Movies“
     
Die von Dr. Rainer Rother, Leiter der Retrospektive und Künstlerischer Direktor der Deutschen Kinemathek, und seinem Team kuratierte Retrospektive beschreitet erstmalig neue Wege, indem sie renommierte Filmschaffende aus den Bereichen Regie, Schauspiel und Drehbuch dazu einlädt, das Programm der Sektion zu gestalten.

Dr. Rainer Rother: „In unserem Heute stellt sich die junge Generation Ängsten, Zweifeln und einer unsicherer werdenden Zukunft angesichts von Klimawandel, Pandemie- und Kriegserfahrungen. Das Kino – als kulturelle Institution ebenfalls im Wandel begriffen – bietet den Ort, in die Begegnung zu gehen und Ideen aufzuzeigen, unsere Zukunft zu gestalten. Denn Filme und ihr Erleben auf der großen Leinwand können uns Halt und Orientierung geben. Sie können Freiheit denken und Ideale vermitteln, können große Gefühle hervorrufen, Gemeinschaften bilden und uns ein Leben lang prägen. Insbesondere Coming-of-Age-Filme sind Dialoge von Möglichkeiten, aus denen das Publikum Perspektiven und Inspirationen ziehen kann – so gestalten sie Zukunft. Anlass genug, Coming-of-Age mit der Berlinale Retrospektive zu würdigen.“

Circa 30 Filmschaffende werden ihren persönlichen Filmfavoriten zum Thema „Coming–of-Age“ für das Programm der Retrospektive auswählen. Die folgenden Regisseur*innen, Drehbuchautor*innen und Schauspieler*innen haben bislang zugesagt, diese außergewöhnliche Filmreihe mitzugestalten.
     



     
       
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