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Coronavirus: Veranstaltungen in Berlin
     
Mit dem Ziel, die Verbreitung des Coronavirus zu hemmen, gelten in Berlin weiterhin Abstands- und Hygieneregeln. Bitte wenden Sie sich bei Fragen zu Veranstaltungen direkt an den entsprechenden Veranstalter oder besuchen die Website des Veranstaltungsortes. Ab dem 4. Juni dürfen Kinos, Theater, Opern- und Konzerthäuser etc. wieder ihre Innenräume für Besucher öffnen.
    Was in Berlin jetzt erlaubt ist - und was verboten- rbb24



 

 
Das Museum für Film und Fernsehen öffnet am 1.6.2021  
     

Die Deutsche Kinemathek – Museum für Film und Fernsehen freut sich sehr, die Besucher*innen wieder im Museum willkommen zu heißen. Ab Dienstag, dem 1. Juni laden wir herzlich ein zu einem Besuch der ständigen Ausstellung zur deutschen Film- und Fernsehgeschichte sowie der aktuellen Sonderausstellungen »Du musst Caligari werden!« und »Hautnah – Die Filmkostüme von Barbara Baum«. Beide Ausstellungen konnten dem Publikum aufgrund der pandemiebedingten Schließungen nur für einen kurzen Zeitraum präsentiert werden. Wir freuen uns umso mehr, die Sonderschauen nun mit einer verlängerten Laufzeit bis zum 9. August 2021 zeigen zu können. Tickets erhalten Sie im Online-Shop oder vor Ort im Museum.

Aktuelle Ausstellungen Ständige Ausstellung zu Film und Fernsehen Von den Anfängen bis zur Gegenwart, mit neuen Exponaten Sonderausstellungen »Hautnah – Die Filmkostüme von Barbara Baum« verlängert bis Mo, 9. August 2021 »Du musst Caligari werden!« verlängert bis Mo, 9. August 2021

Veranstaltungen

Führung | Stadtspaziergang. Filmstadt Berlin
»Engel und Rotarmisten in Berlins neuer Mitte«,
mit Jörg Becker
So, 11. Juli 2021, 15:00, ca. 120 Min.
Treffpunkt: Potsdamer Platz
Informationen siehe www.deutsche-kinemathek.de

Filmreihe | Filmspotting
›Ein Blick – und die Liebe bricht aus‹ (BRD 1986, Regie: Jutta Brückner)
Mo, 19. Juli 2021, 19:00, Kino Arsenal
Gäste: Jutta Brückner, Gertrud Koch und Joachim von Vietinghoff
Tickets siehe www.arsenal-berlin.de

Führung | Ständige Ausstellung | live auf instagram
»Queeres Filmschaffen, mit Nils Warnecke
Mi, 21. Juli 2021, 19:00, 30-45 Min.
Informationen siehe www.deutsche-kinemathek.de

Führung | Stadtspaziergang. Filmstadt Berlin
»Filmisches Flanieren zwischen Boulevard und Dro¬gen¬ex-zess«, mit Thomas Zandegiacomo
So, 25. Juli 2021, 15:00, 120 Min.
Treffpunkt: Bahnhof Zoo
Anmeldungen siehe www.deutsche-kinemathek.de

Führung | »Hautnah. Die Filmkostüme von Barbara Baum«, Telefonführung mit Audiodeskription
»Filmstoffe im Ohr«, mit Fabian Fornalski
Fr, 30. Juli 2021, 18:00, 60 Min.
Informationen siehe www.deutsche-kinemathek.de


http://www.deusche-kinemathek.de/




1. bis 5. Juli 2021

 
What Now? – Vom Umgang mit Zäsuren in aktuellen Filmen aus Portugal
     
In einer Zeit und einer Welt, in der sich scheinbar gesicherte Realitäten und Werte gerade aufzulösen scheinen und die Verunsicherung groß ist, stellen sich Fragen wie „Was nun? Was machen und wo stehen wir jetzt?“ immer dringlicher. Wie reagiert das Kino auf die Krisen der Gegenwart? Wie geht es mit Zäsuren persönlicher und politischer Natur um? Unter dem Titel „What Now?“ – in Anlehnung an Joaquim Pintos bewegenden Film E AGORA? LEMBRA-ME (What Now? Remind Me), der autobiografisch vom Kampf mit einer Viruskrankheit berichtet – wirft ein Programm mit fünf zeitgenössischen portugiesischen Filmen aus den Jahren 2013–2019 den Blick auf künstlerische Auseinandersetzungen mit nachhaltigen Erschütterungen infolge von Kolonialismus, der faschistischen Salazar-Diktatur und der EU-Austeritätspolitik in Portugal. Formal und ästhetisch vielfältig erzählen die Filme von aktuellen Verwerfungen stets auch im historischen Zusammenhang. Der Fokus liegt auf Portugal, gemeint ist aber unser aller Gegenwart.

Programm

Do, 1.7., 19.30h, Einführung: Birgit Kohler
E AGORA? LEMBRA-ME   What Now? Remind Me   Joaquim Pinto   Portugal 2013   OmE 164’
Seit den 90er Jahren mit HIV infiziert und an Hepatitis C leidend, entschließt sich der Filmemacher Joaquim Pinto 2011 zu einer einjährigen Behandlung mit noch unerprobten Medikamenten, die gravierende physische und psychische Nebenwirkungen haben. Er verbringt diese schwierige Zeit, eine immense biografische Zäsur, mit seinem Mann Nuno und vielen Hunden auf dem Land, wo sie ein Wiederaufforstungsprojekt starten. Der Aufzeichnung seiner Schmerzen und seines gesundheitlichen Zustands steht die Schönheit der (allerdings bedrohten) Natur gegenüber. Der Tagebuchfilm spannt einen weiten Bogen an Reflexionen: zur Nelkenrevolution, dem Wesen von Epidemien, dem europäischen Spardiktat, Höhlen, Darwinismus, Lana Turner und Illustrationen aus der Renaissance. Auch biografische Erinnerungen fließen ein, an die Zeit als Student in der DDR, die Arbeit als Tonmeister mit Raúl Ruiz und João César Monteiro und an verstorbene Wegbegleiter wie u.a. Derek Jarman und Manfred Salzgeber. Nicht zuletzt aber handelt es sich um einen ergreifenden Film über eine große Liebe.

Fr, 2.7., 20h
VERÃO DANADO   Damned Summer   Pedro Cabeleira   Portugal 2017   OmE 128’
Ein markanter Einschnitt in vielen Biografien ist das Ende der Jugend, die Zeit nach dem Abschluss von Schule und Ausbildung. Wie geht es weiter? Die jungen Leute in Pedro Cabeleiras Debütfilm lassen sich ziellos treiben, durch träge Nachmittage und euphorische Nächte in Lissabon. Chico kommt aus dem ländlichen Portugal in die Stadt, hat keinen Job und keine Pläne. Für einen Joint lässt er ein Bewerbungsgespräch sausen. Wie für seine ganze Clique besteht sein Alltag aus Chillen, Drogen und Partys, ein Leben zwischen Langeweile und Ekstase. Er ist Teil einer Generation ohne Perspektiven und Erwartungen, die das Erwachsenwerden hinauszögert. Dem Verzicht auf Plot Points und narrative Zuspitzung steht eine besondere akustische Dynamik gegenüber, lange Tanzszenen entfalten eine immersive Wirkung und das experimentelle Sounddesign mixt Technobeats und klassische Musik.

Sa, 3.7., 20h
VITALINA VARELA   Pedro Costa  Portugal 2019   OmU 124’
Vitalina Varela kommt ein paar Tage zu spät – ihr Mann, der sie und die ehemalige Kolonie Cabo Verde vor Jahrzehnten verlassen hat, um in Portugal zu arbeiten, ist gestorben, ohne dass sie ihn noch einmal gesehen hat. Obwohl sie bei ihrer Ankunft in Lissabon nicht willkommen geheißen wird, bleibt sie und sammelt in seiner armseligen Behausung in einem Viertel kapverdischer Einwanderer die Scherben seines Daseins in der Fremde auf. Sie möchte Antworten auf ihre Fragen und rekonstruiert voller Trauer und Schmerz sein Leben. Doch was der Priester über ihn erzählt, ist kein Trost. Fast ohne Worte und mit magisch schönen Bildern von großer Dunkelheit, aus der Vitalinas Gesicht kunstvoll ausgeleuchtet hervortritt wie in alten Gemälden, erzählt der gespenstische Film aus dem realen Leben seiner Laiendarstellerin, auf deren Schultern bis heute das Erbe der Kolonialzeit lastet. 

So 4.7., 20h
COLO   Teresa Villaverde   Portugal/Frankreich 2017   OmE 136’
Die Einrichtung ihrer Hochhauswohnung zeugt von besseren Zeiten – mittlerweile wurde die darin lebende dreiköpfige Mittelstandsfamilie jedoch von den Folgen der portugiesischen Wirtschaftskrise eingeholt. Der Vater hat seinen Job verloren und versucht mit einer verzweifelten Entführungsaktion, seine Demütigung zu lindern. Die Mutter arbeitet Doppelschichten und ist am Rande ihrer Kräfte. Die Teenager-Tochter Marta ist verliebt, kümmert sich um ihren Vogel und um eine Freundin ohne Halt. Auf die Erschütterungen ihres gewohnten Alltags reagiert sie mit großer Verunsicherung. Als das Geld nicht mehr reicht, um die Stromrechnung zu bezahlen, muss etwas passieren. COLO erzählt in konzentrierter Ruhe, nur spärlich akzentuiert mit leiser elegischer Musik, vom schleichenden Zerfall einer Familie. Nach der Krise werden Tochter, Mutter und Vater nicht mehr die gleichen sein.

Mo, 5.7., 20h
LUZ OBSCURA   Obscure Light   Susana de Sousa Dias   Portugal 2017   OmE 76’
Ein markantes Datum in der Geschichte Portugals ist die 48 Jahre währende Diktatur unter António de Oliveira Salazar. In dieser Zeit (1926 bis 1974) wurden Tausende Oppositioneller verhaftet, gefoltert und ermordet. Die Auswirkungen der Repression auf die Kinder und Familien der politischen Gefangenen untersucht Susana de Sousa Dias in LUZ OBSCURA anhand von erkennungsdienstlichen Fotografien der Geheimpolizei, die sie mit Audioaufnahmen der mittlerweile erwachsenen Kinder eines inhaftierten Kommunisten kombiniert. Da die Familie keine Fotoalben hat, werden die vermeintlichen Verbrecherfotos dabei gewissermaßen zum Familienalbum. Die stockend vorgetragenen Erinnerungen an Besuche im Gefängnis, an das Leben bei den Großeltern und an viel Schweigen zeigen, wie Staatsterror Familien zerstört und sich in Beziehungen und Erinnerungen einschreibt.

Text: Birgit Kohler

Eine Veranstaltung in Kooperation mit der Botschaft von Portugal / Camões Berlim im Rahmen der portugiesischen EU-Ratspräsidentschaft.

    https://www.arsenal-berlin.de/home.html 



6. bis 14. Juli 2021

 
Über das Lernen – Wie sich die Gesellschaft ihre Subjekte baut
     
Wie es denn anders gehen könnte mit dem Lernen, der Schule, den Universitäten, den Bedingungen, unter denen das alles stattfindet, ist die Frage im Zentrum der Ausstellung „Bildungsschock" (noch bis zum 11.7.), die eine Phase der Umwälzung und Neuausrichtung auf diesem Feld während der 60er und 70er Jahre beschreibt. Das Filmprogramm im Arsenal stellt dieselbe Frage und ist eine Erweiterung der Ausstellung, es handelt von den Bewohner*innen dieser alten und dann der neuen Räume, von den Konflikten und Geschichten, die sich in ihnen abspielen.
Heute haben sich die Gesellschaften, besonders in Europa, verändert, sind zu Migrationsgesellschaften geworden. Die Schulen haben eine zentrale Aufgabe dazubekommen: Es geht um viel mehr als nur um die Vermittlung von Wissen, sie sind der Ort geworden, an dem sich entscheidet, ob aus Kindern glückliche Erwachsene werden können, wie die Gesellschaft der nahen Zukunft gestaltet wird, ob sie gelingt – oder scheitert.  

Programm

 Di, 6.7., 19h, Einführung: Elena Meilicke
EN RACHÂCHANT   Jean-Marie Straub & Danièle Huillet   F 1982   8’
LA PYRAMIDE HUMAINE   Die menschliche Pyramide   Jean Rouch   F/ Elfenbeinküste 1961   OmE 90’
Jean Rouch lässt Schüler*innen am Lycée Français in Abidjan eine Situation (nach)spielen, in der ein neu hinzugekommenes Mädchen aus Frankreich das bisherige Gefüge der Klasse durcheinanderbringt und die Schwierigkeiten der Beziehungen zwischen den einheimischen und den französischen Jugendlichen deutlich werden lässt. Die Ebenen des Fiktionalen und des Dokumentarischen gehen ein Spiel ein, werden von den Akteur*innen reflektiert und in dieses Spiel mischt sich auch der Regisseur Jean Rouch immer wieder ein. Der Film läuft zusammen mit EN RACHÂCHANT.  

Mi, 7.7., 19h, Einführung: Claudia Lenssen
ICH BIN EIN ELEFANT, MADAME   Peter Zadek   BRD 1969   100’
„Einer der ersten großen Kinosoundtracks zu Straßenkampf und Studentenrevolte. Bei der späteren Theaterikone Zadek verschmolz Rebellion mit Agitprop, Cinétract, Provo-Comedy und grellen Godard-Spasseken zum Anarchofeuerwerk schlechthin. Schüler Rull, gleichermaßen angepisst von den verkappten Nazilehrern wie von den Pseudorevoluzzern in seinem Gymnasium, löst mit einem Swastika-Graffiti eine große Klassenkampfrandale aus.“ (Paul Poet)

Mi 7.7., 21.30h,
IF …   Lindsay Anderson   GB 1968   OF 111’
Der Film über eine Revolte an einem englischen Internat zeigt den Veränderungsdruck im autoritär erstarrten britischen Schulsystem auf – und kommt zu drastischen Lösungen, wenn die rebellierenden Schüler im Keller ein Arsenal mit Waffen finden. „Jedes Bild brennt mit einer Wut, die sich nur befriedigen lässt durch die Vorstellung eines apokalyptischen Umsturzes all dessen, was der britischen Mittelschicht wichtig ist.“ (Jamie -Russel)

Do 8.7., 20h, Einführung: Matthias Dell
KARLA   Herrmann Zschoche   DDR 1965   128’
Eine junge, enthusiastische Lehrerin (Jutta Hoffmann) tritt ihre erste Stelle an einem klassischen Gymnasium in der Provinz  an und übernimmt eine „schwierige“ Abiturklasse. Die sozialistische deutsche Republik in diesem Sommer kann einem beinahe verzaubert vorkommen, die zarte Hoffnung auf Veränderung und die Möglichkeit dazu scheint in der Luft zu liegen. Aber das 11. Plenum des ZK der SED beschloss eine radikale Kehrtwende der Kulturpolitik. Von den 14 Filmen der Jahresproduktion der DEFA wurden zwölf verboten und landeten im Keller, KARLA war einer von ihnen.

Fr 9.7., 19h, Einführung: Rainer Knepperges
PASSE TON BAC D’ABORD... Mach erst mal Abitur   Maurice Pialat   F 1978   OmE 81’
Der Film handelt von Jugendlichen in der nordfranzösischen Provinz, die sich auf ihre Abiturprüfung vorbereiten – oder auch nicht vorbereiten, denn nur wenige wissen, wie es nach der Überschreitung der Schwelle zum Erwachsenenleben weitergehen soll. Der Film begleitet sie beim Herumhängen und ihren überschaubaren Konflikten: mit den Eltern, über Liebe und Sex und den richtigen Musikgeschmack. Eines der großen Geheimnisse Pialats, schreibt Glenn Kenny, ist, wie der direkte Blick auf das Banale einen so rätselhaften und reichen Schatz an Erkenntnissen hervorrufen kann.

Fr 9.7., 21h
UN FILM DRAMATIQUE   A Dramatic Film  Eric Baudelaire   F 2019   OmE 114’
Der Film stellt sich die grundlegende Frage: Um was geht es eigentlich? Baudelaire gab einer Gruppe von Schüler*innen Videokameras in die Hand und die Aufgabe, über den Zeitraum von vier Jahren einen Film über sich selbst zu machen. „Wie die Kinder ins Filmen kommen, kommen sie auch langsam ins Denken. Dass ein Film auch sich selbst in elementaren Begriffen derart treffend hinterfragen kann, kommt selten vor.“ (Olga Baruk)

Sa, 10.7., 19h, Einführung: Bert Rebhandl
PLEMYA   The Tribe   Myroslav Slaboshpytskiy   Ukraine 2014   ohne Dialog 132
Eine Schule in der postsowjetischen Ukraine als Ort des Abgrunds: Der Teenager Sergej kommt in ein Internat für Gehörlose und muss sich dort in einer Welt der nächtlichen Raubzüge und Zwangsprostitution bewähren. Kein Wort wird gesprochen in diesem Film, was nicht der einzige Grund für seine gewaltige immersive Kraft ist.

So, 11.7., 19h, Einführung: Christine Vagt
ELEPHANT   Gus Van Sant   USA 2003   OmU 81’
Die somnambul schwebende Kamera folgt den Schüler*innen durch lange Flure in lichtdurchflutete Räume und über offene Campus-Landschaften, begleitet von subtilen Soundscapes von Hildegard Westerkamp. Immersion auch hier. Die Ideen der Schulreformer und Architekten der 70er scheinen alle umgesetzt, bedrohlich wird die Szenerie alleine dadurch, dass wir wissen, dass der Film an das Columbine-Massaker von 1999 angelehnt ist. Und dass wir nach Hinweisen suchen. Sehr bewusst verweigert Gus Van Sant jede schlüssige Erklärung.

Mo, 12.7., 19h, Einführung: Ludger Blanke
AT BERKELY   Frederick Wiseman   USA 2013   OF 244’
Frederick Wiseman taucht mikroskopisch tief in die Räume und Strukturen einer US-amerikanischen Elite-Uni ein. Wisemans Methode, die Zuschauer*innen unvermittelt in Situationen hineinzuwerfen, nicht selten auch in die komplexen Entscheidungsprozesse der Verwaltung (wenn es beispielsweise um Studiengebühren oder um die Benachteiligung schwarzer Studierender bei der Zusammensetzung der Fachgruppen geht) und sie nicht dramatisch aufzuarbeiten oder abzukürzen, fordert die Schaulust, Intelligenz und auch die Geduld heraus.

Di, 13.7., 19h
SWAGGER   Olivier Babinet   F 2016   OmE 114’
Als „Wunderwerk eines Films“ beschreibt „Les Inrockuptibles“ Babinets Film über die Jugendlichen in Aulnay-sous-Bois in der Banlieue von Paris. Sie sind alles andere als die Opfer der Biografien ihrer Eltern und der Topografie ihres Wohnortes. Sie sprechen in die Kamera und erzählen – aber nicht nur – und ob das überhaupt noch als ein Dokumentarfilm zu bezeichnen ist, ist die Frage. Immer wieder bricht er aus ins Fiktionale, verleiht seinen Protagonist*innen einen beträchtlichen Glam – aber auch das ist vielleicht der falsche Begriff. „Swagger“ bezeichnet eine selbstbewusste Lässigkeit.

Di 13.7., 21h, Einführung: Esther Buss
PREMIÈRES SOLITUDES   Claire Simon   F 2018    OmE 100’
Begonnen als dokumentarische Recherche für einen kurzen Spielfilm, entwickelte sich aus den Dreharbeiten ein intimes Porträt einer Schulklasse aus einem Pariser Vorort. „Simon konzentriert sich auf die Flure, Treppenhäuser, Bänke und Dächer, die an einem französischen Gymnasium zu Schauplätzen der philosophischen Gespräche zwischen Jugendlichen werden. Sie sprechen über Geldsorgen, Krankheiten, Einsamkeit, die Scheidung der Eltern. Werden wir es besser machen als unsere Eltern? (Anne Küper)

Mi, 14.7.7, 19h, Zu Gast: Maria Speth
HERR BACHMANN UND SEINE KLASSE   Maria Speth   D 2021   217’
Stadtallendorf in Hessen, Industriestandort. Eine Schulklasse mit Kindern, die sich nicht ganz sicher sind, ob sie hier hingehören. Sie sind zwar hier geboren, aber sich in Deutschland beheimatet zu fühlen, fällt ihnen schwer. Und Herr Bachmann, ein Lehrer, der nie Lehrer sein wollte – und schon bald nicht mehr ist. Gegenwart, eine Utopie auch. Cinéma vérité allemand.

Die Filmreihe wurde kuratiert von Ludger Blanke. In Kooperation mit dem Haus der Kulturen der Welt. Gefördert durch die Bundeszentrale für politische Bildung.

    https://www.arsenal-berlin.de/home.html 



1. Juli 2021

 
IN THE MOOD FOR LOVE: Kinostart in BERLIN
     
Der Film des Kult-Regisseurs Wong Kar Wai startet ab 01. Juli 2021 in restaurierter Fassung im Verleih von Koch Films bundesweit im Kino. Als cineastisches Highlight wird es auch die diesjährige Open Air-Saison bereichern. Den Vertrieb übernimmt Central Film Verleih.
IN THE MOOD FOR LOVE feierte 2000 seine Weltpremiere im Wettbewerb der Internationalen Filmfestspiele von Cannes und wurde seitdem vielfach geehrt und ausgezeichnet. In einer internationalen Umfrage der renommierten Zeitschrift Sight & Sound wurde der Film unter Kritikern, Kuratoren und Filmemachern zu einem der 25 besten Filme aller Zeiten gewählt. 2017 begann Wong Kar Wai, zusammen mit dem Filmrestaurations-Labor L'Immagine Ritrovata, mit der digitalen 4K-Restaurierung des Films IN THE MOOD FOR LOVE. Gleichzeitig entstand auch ein neuer Director's Cut.

Wong Kar Wais IN THE MOOD FOR LOVE, der im Jahr 2000 bei den Filmfestspielen von Cannes mehrfach ausgezeichnet wurde, ist ein Meilenstein der Filmgeschichte. Selten wurde die Melancholie einer unmöglichen Liebe in schöneren Bildern, berührenderer Musik und bewegenderer Poesie eingefangen. Zu seinem 20-jährigen Jubiläum kehrt der Film in restaurierter 4K-Fassung auf die große Leinwand zurück. Die Geschichte spielt im legendären Hongkong der 1960er Jahre. Hier treffen sich der junge Zeitungsjournalist Herr Chow und die schöne Sekretärin Frau Chan das erste Mal bei der Suche nach einer Wohnung. Sie werden Nachbarn und begegnen sich fortan immer wieder auf ihren einsamen Gängen durch die Stadt. Ihre Ehepartner seien beruflich viel unterwegs, sagen sie. Doch eines Abends sprechen sie aus, was beiden schon längst klar war: Ihre Partner haben eine Affäre miteinander. Die folgenden Treffen sind zaghafte Versuche, den Verrat zu begreifen. Doch aus dem Begreifen wird ein Gefühl. Herr Chow und Frau Chan verlieben sich unaufhaltsam ineinander. Doch ihr Anspruch, in einer Stadt der Seitensprünge und Affären nicht wie alle anderen zu werden, legt sich wie eine Mauer zwischen sie und die Erfüllung ihrer Sehnsucht.  

BERLIN // Kulturbrauerei // 01.07.2021 BERLIN // B-Ware! Ladenkino // 01.07.2021 BERLIN // B-Ware! Ladenkino // 01.07.2021 BERLIN // Lichtblick // 01.07.2021 BERLIN // Kino in der Brotfabrik // 01.07.2021 // Open Air        BERLIN // Freiluftkino Hasenheide // 01.07.2021 // Open Air BERLIN // B-Ware! Ladenkino // 08.07.2021 BERLIN // B-Ware! Ladenkino // 08.07.2021 BERLIN // Lichtblick // 08.07.2021 BERLIN // Lichtblick // 15.07.2021 BERLIN // Lichtblick // 22.07.2021 BERLIN // City Wedding // 05.08.2021 BERLIN // Lichtblick // 05.08.2021 BERLIN // City Wedding // 12.08.2021 BERLIN // Lichtblick // 12.08.2021 BERLIN // Kino in der Brotfabrik // 15.07.2021 // Open Air
     
    https://www.youtube.com/watchtrailer



3. bis 4. Juli 2021

 
Special Roland Klick zum 82.Geburtstag
     
Roland Klick ist Legende. Klick machte großes, aufwühlendes Publikums-Kino. Trotz seiner Außenseiter-Position im Neuen Deutschen Film der 70er Jahre wurden seine Filme mit sechs Bundesfilmpreisen ausgezeichnet, feierten auch international Erfolge und haben inzwischen den Status von Klassikern erreicht. Filmgrößen wie Quentin Tarantino, Steven Spielberg oder Alejandro Jodorowsky würdigen seine Genre-Meisterschaft und seine filmische Kühnheit, die sich jeder Kategorisierung widersetzt. Am 4.(und 3.) Juli feiern wir Roland Klicks 82.Geburtstag mit seinen Filmen. Im Anschluss an die Vorstellungen zeigen wir jeweils exklusive Video-Interviews mit dem Regisseur und seinem Hauptdarsteller Charly Wierzejewski.

»Roland Klick versöhnte die brachialeren Reize des Genrekinos mit einer an Antonioni geschulten Sensibilität.« (Cristina Nord, taz)
    https://www.lichtblick-kino.org/filmreihe/2021/21_07_Roland_Klick



2. Juli 2021

 
Kinotour:
DIE LETZTEN REPORTER
     
DIE LETZTEN REPORTER erzählt die Geschichte von Lokaljournalisten. Von Leuten, die für Zeitungen schreiben, deren Leser in der Umgebung leben. Einer berichtet über Sport, eine über Soziales, einer über das bunte Leben. Drei sehr unterschiedliche Menschen, die eines verbindet: Dank ihrer persönlichen Eindrücke und Empfindungen liefern sie Informationen aus erster Hand. Sie schreiben exklusiv für die, die sich und ihre lokalen Belange im weltweiten Netz kaum finden. Doch die Zeiten sind im radikalen Wandel und das Berufsbild ändert sich. Der rasant wachsende Online-Journalismus stellt die Reporter vor neue Aufgaben – wenn ihr Berufsstand nicht aussterben soll, müssen sie sich neu erfinden. Für DIE LETZTEN REPORTER begleitet Regisseur Jean Boué drei von ihnen auf dem schwierigen Weg, das Neue zu wagen ohne das Alte zu verlieren.

Berlin Eva Lichtspiele 2.7.2021 20:15 Uhr mit Jean Boué
Berlin Filmkunst 66 14.7.2021 17:30 Uhr mit Anne Misselwitz

    https://www.youtube.com/trailer






3. Juli 2021

 
Opening Michael Stevenson, Zeros and Ones and stanley brouwn
     
Die KW Institute for Contemporary Art freuen sich, Sie ab dem 3. Juli in den Ausstellungen Michael Stevenson Disproof Does Not Equal Disbelief, Zeros and Ones und stanley brouwn begrüßen zu dürfen.

Während des Eröffnungswochenendes wird am Samstag, den 3. Juli ab 21:30 Uhr der 16mm-Film Serene Velocity (1970) von Ernie Gehr im Innenhof der KW gezeigt. Im Anschluss folgt ein Gespräch zwischen Michael Stevenson, der Kuratorin Anna Gritz und der Filmkuratorin und Autorin Madeleine Bernstorff. Da die Anzahl an Sitzplätzen begrenzt ist, registrieren Sie sich bitte vorab hier.

Online-Tickets für die Ausstellungen können Sie in Kürze über unsere Webseite buchen. Eine begrenzte Anzahl an Tickets wird auch vor Ort verfügbar sein. Wir freuen uns über Ihren Besuch!

    https://www.kw-berlin.de/



7. Juli 2021

 
Kinotour mit Surfer-Legende ROBBY NAISH: THE LONGEST WAVE
     
24 Weltmeistertitel hat die Surfer-Legende aus den USA gewonnen, nun wird Robby Naish seinen lang erwarteten Kinofilm THE LONGEST WAVEpräsentieren. Die Deutschland-Premiere findet in Hamburg statt. Im Anschluss besucht Robby Naish München, Nürnberg, Berlin und Münster.)

In seiner einzigartigen Karriere, die sich über vier Jahrzehnte spannt, gehört Robby Naish zu den Pionieren, die den Wassersport immer wieder neu erfanden. Aktivitäten wie Windsurfen, Kitesurfen, Stand-Up-Paddling und Foil-Surfing, die einst nur eine Nische für wenige waren, sind durch ihn zu Sportarten geworden, die sich in der weltweiten Sportgemeinschaft durchgesetzt und Millionen von Fans gefunden haben. Im Laufe seiner Karriere hat Naish 24 Weltmeistertitel gewonnen.   Der Oscar-nominierte Filmemacher Joe Berlinger (PARADISE LOST) begleitet den legendären Surfer auf seiner Reise quer über den Globus. Robby Naishs Ziel: die längste Welle der Welt zu meistern! Dabei kommt ganz unerwartet auch Naishs verletztliche Seite – als Sportler, Mentor und auch als Vater – zum Vorschein.   THE LONGEST WAVE bietet einen seltenen Einblick, was einen Spitzensportler antreibt, der alles daran setzt, sich ans Limit zu bringen, körperlich wie mental. Mit einer Mischung aus persönlichen Interviews und adrenalin-getränkten Actionsequenzen bietet der Film weitaus mehr als sensationelle Sport-Actionszenen. Er ist ein schonungsloses Porträt eines der größten Athleten der Welt, das bis in die Tiefe erkundet, was ihn zum Champion und zu dem Mann machte, der er heute ist.


Berlin Mittwoch 07.7.21 21.45 Uhr Freiluftkino Rehberge

    https://www.youtube.com/trailer



8. Juli 2021

 
GRENZLAND auf Kinotour
     
Andreas Voigts neuer Dokumentarfilm GRENZLAND startet am 08. Juli 2021 im Verleih von missingFILMs in den deutschen Kinos. Wir laden Sie herzlich ein zur Berichterstattung bei einer der Vorführungen in Ihrer Nähe. Folgende Termine werden in Anwesenheit von Regisseur Andreas Voigt stattfinden:  

08. Juli 2021 - BERLIN - Brotfabrik, 21:30 Uhr
09. Juli 2021 - KINOSTARTPREMIERE - BERLIN – Babylon Mitte, 19:30 Uhr
21. Juli 2021 - BERLIN - Kino Krokodil


GRENZLAND zeigt die Vielschichtigkeit der Region um Oder und Neiße und begleitet Menschen, deren Geschichten unterschiedlicher nicht sein könnten. Dennoch gibt es einen gemeinsamen Nenner: die Migration, oder auch das Verweigern derselben um jeden Preis. So lernt das Publikum z.B. eine australische Familie kennen, die sich wegen der Wirtschaftskrise in Australien für den Umzug nach Polen entschied. Für sie verkörpert Polen Freiheit und ihnen gefällt, wie geschichtsträchtig der Ort ist, an dem sie leben. Voigt begleitet außerdem einen jungen Syrer, der trotz der wiederholten Diskriminierung ihm gegenüber entschlossen ist, sich hier eine feste Existenz aufzubauen. Eine junge polnische Frau hingegen möchte ihr bisheriges Leben aufgeben und zum Studieren ins Ausland gehen – ein Plan, den viele junge Pol*innen teilen, denn es mangelt an Perspektive. Ähnlich motiviert war auch eine der Protagonist*innen aus Voigts „Grenzland – eine Reise“ von 1992: Nach der Wende zog sie in den Westen, um Arbeit zu suchen. Fast 30 Jahre später begegnen wir ihr wieder – zurück im Grenzland. Nicht zuletzt gibt es auch diejenigen, die nie weg gingen – selbst, wenn dies ein Leben in Arbeitslosigkeit zwischen tristen Plattenbauten bedeutete. Andreas Voigt stellt die Frage nach der Motivation dieser Menschen – sei es zu gehen, oder zu bleiben.

Buch & Regie: Andreas Voigt/ Kamera: Marcus Lenz, Maurice Wilkerling, Sebastian Richter, Andreas Voigt/ Montage: Ina Tangermann (BFS)/ Ton: Peter Carstens, Gerhard Ziegler, Boris Jöns, Wojciech Cwyk/Dramaturgie: Barbara Etz, Roswitha Ziegler/ Produzenten: Barbara Etz, Klaus Schmutzer, Kazimierz Beer. D 2020, 100 min, Farbe, FSK: 0
     
    https://www.youtube.com/watchtrailer



15. Juli bis 15. August

 
21 Sunsets
     
Das Sommerfestival auf der Dachterrasse des Hauses der Kulturen der Welt (HKW) ist zurück! An 21 Abenden bringt das HKW Musik, Literatur und Filmkunst in sommerlicher Open-Air-Stimmung zusammen – vor allem aber die Menschen, die wieder gemeinsam Kultur erleben wollen. An fünf Wochenenden verbindet das Festival 21 Sunsets Konzerte, Lesungen und Kinovorführungen zu einer atmosphärischen und doch sicheren Mischung.

Die Konzerte reichen von Avantgarde-Pop über eine Roda de Samba bis Jazz und Neue Musik.

Konzerte von Aemong, Adi Amati, The Auslanders, Batila, Teresa Bergman, Ozan Ata Canani, Momo Djender, Doctorella, Jane in Ether, Hugo Fernandez New Grounds Quartet, Freak de l'Afrique mit DJ Nomi & Ukai, Jens Friebe, Adi Gelbart und Kammerensemble Neue Musik, Ale Hop, Ixora, Adir Jan, Nasser Kilada, Last Chance to Misbehave, Loser Mage, Meredi, Das Nähmaschinenduett, Jeff Özdemir & F.S. Blumm, Moritz von Oswald, Das Rattenkabinett, Samba de Roda da Berlim, Zinc & Copper u. a.

U.a. in Zusammenarbeit mit ausland, Freak de l’Afrique und Kiezsalon.


Lesungen, Performances und Listening Sessions laden zur gemeinsamen Erfahrung von Text und Ton ein, mit Jumoke Adeyanju, Paulina Czienskowski, Sandhya Daemgen, Enrico Ippolito, Flaneur Magazine, Wolfram Lotz, Enis Maci, Nazanin Noori, Jakob Nolte, Rosaceae, Nele Stuhler, Das Wetter u. v. a.


Im Filmprogramm 21 archives wird das Archiv zu einem Ort der radikalen Kritik und der gelebten Entwürfe, zusammengehalten durch 21 planetarische Ereignisse.

Mit Filmen von Kenneth Anger, Vartan Avakian, James Benning, Sofie Benoot/Lisbeth De Ceulaer/Isabelle Tollenaere, Joshua Bonnetta, Dagie Brundert, Viera Čákanyová, Tom Callemin, Arthur & Corinne Cantrill, Anouk De Clercq/Tom Callemin, Madhusree Dutta, Susan Dyal, Martin Ebner/Thomas Fehlmann, Morgan Fisher, Juliane Henrich, Emily Jacir, Ken Jacobs, Evan Johnson, Salomé Jashi, Larissa Sansour/Soren Lind, Maha Maamoun, Guy Maddin, Marie Menken, Peter Miller, Avi Mograbi, Matthias Müller, Petna Ndaliko Katondolo, Bärbel Neubauer, Jonathan Perel, Walid Raad/The Atlas Group, Marta Rodríguez, Constanze Ruhm, Sharon Sandusky, Larissa Sansour/Soren Lind, Philip Scheffner, Deborah Stratman, Take to the Sea (Lina Attalah & Mohamed A. Gawad), Jerry Tartaglia, Clarissa Thieme, Nishikawa Tomonari, Celeste Vargas, Javier Fernández Vázquez, Anton Vidokle, Akram Zaatari.

In Zusammenarbeit mit dem Arsenal – Institut für Film und Videokunst e. V.


An der Spreeseite des HKW lädt das Restaurant Weltwirtschaft zu Speisen und Getränken. Am Kiosk auf der Dachterrasse und am Spreepavillon gibt es außerdem Speisen und Getränke zum Mitnehmen. Täglich ab 11 Uhr. Informationen zu Menu und Programm: weltwirtschaft.berlin

ALLE VERANSTALTUNGEN FINDEN OPEN AIR STATT

Tickets: Konzerte 10/8 €, Literatur 5/3 €, Film 5/3 €. Keine Kombi-Tickets. Abendkasse nur Restkarten. Kartenvorverkauf ab dem 16. Juni auf hkw.de/tickets

    https://hkw.de/de/programm/projekte/2021/21_sunsets/start.php



15. Juli bis 15. August

 
Retrospektive Andrej Tarkowskij
     
Programm  

Do. 15.7., 20h & Do. 22.7., 20h
IWANOWO DETSTWO   Ivan's Kindheit  Andrei Tarkowskij   UdSSR 1962   OmU 95'
IWANOWO DETSTWO schildert „die Geschichte eines Charakters, der vom Krieg geboren und von ihm verschlungen wird“ (Andrej Tarkowskij). Der zwölfjährige verwaiste Iwan stößt während des Zweiten Weltkriegs im Dnjepr-Gebiet zur Roten Armee und ist nicht davon abzubringen, als Späher und Kurier für die sowjetischen Truppen hinter den feindlichen Linien eingesetzt zu werden. Kunstvoll überlagert Tarkowskij das Geschehen des Films mit Iwans Träumen, Erinnerungen und Fantasien.

Fr. 16.7., 20h & Sa. 24.7., 20h
ANDREI RUBLJOW   Andrei Tarkowskij   UdSSR 1966–69   OmU 185'
Der in acht Kapitel gegliederte, monumentale Film zeigt den legendären Ikonenmaler Rubljow (ca. 1360–1430) als humanistischen, aufgeklärten Künstler an der Schwelle zur Neuzeit. Menschenverachtende Macht- und Kriegspolitik seiner Auftraggeber stürzen ihn in eine tiefe schöpferische Krise, gleichzeitig werden sie aber auch zur Triebfeder für die Auseinandersetzung mit der komplexen Position des Künstlers in der Gesellschaft.

Sa. 17.7., 20h & Do. 5.8., 20h
SOLARIS   Andrei Tarkowskij   UdSSR 1972   OmE 170'
SOLARIS auf dem gleichnamigen Roman von Stanislaw Lem. Im Mittelpunkt steht die Reise des Psychologen Kelvin, der zum meerbedeckten Planeten Solaris geschickt wird, um die rätselhaften Vorkommnisse auf der dortigen Forschungsstation zu untersuchen. Nach und nach erkennt Kelvin, dass der geheimnisvolle Ozean auf Solaris die Träume, Ängste und Schuldgefühle der Männer der Raumstation zu materialisieren vermag.

So. 18.7., 20h & Di. 27.7., 20h
NOSTALGHIA   Andrei Tarkowskij   Italien/UdSSR 1983   OmU 130'
„Ich wollte von der russischen Form der Nostalgie erzählen, von jenem für unsere Nation so spezifischen Seelenzustand, der in uns aufkommt, wenn wir fern der Heimat sind.“ Fern der Heimat ist ein russischer Schriftsteller, der nach Italien gekommen ist, um Material über einen italienischen Komponisten zu sammeln, dessen Biografie er schreiben will. Hier überkommt ihn jedoch eine übermächtige Sehnsucht nach der geografischen wie spirituellen Heimat.

Di. 20.7., 20h & Fr. 23.7., 20h
STALKER   Andrei Tarkowskij   UdSSR 1980   OmE 163'
Unter der Führung eines Ortskundigen, der am Rande der Welt in einer verfallenen Industrielandschaft lebt, begeben sich ein Wissenschaftler und ein Schriftsteller in die mysteriöse „Zone“, wo es angeblich einen Ort geben soll, an dem die geheimsten Wünsche in Erfüllung gehen. Die Expedition wird zur Reise in die Innenwelt der Protagonisten, ins Imaginäre, ins Schweigen.

So. 25.7., 20h & So. 8.8., 20h
SERKALO   Der Spiegel  Andrei Tarkowskij   UdSSR 1975   OmE 106'
In dem stark autobiografisch bestimmten Film gibt der Protagonist sein Leben, seine Erinnerungen, seine Ängste und Obsessionen preis. Er ist Sohn geschiedener Eltern, auf der Suche nach der verlorenen Zeit und nach der eigenen Identität. Sein privates Schicksal ist verbunden mit den gesellschaftlichen Erschütterungen und Umbrüchen der Sowjetunion zwischen 1930 und den 70er Jahren.

Di. 3.8., 20h & So. 15.8., 20h
OFFRET   Das Opfer   Andrei Tarkowskij   Schweden, Frankreich 1986   OmU 145'
Die Abgeschiedenheit einer einsamen Insel ist Schauplatz von Andrej Tarkowskijs letztem Film. Hier finden die Geburtstagsfeierlichkeiten für den 50-jährigen Alexander statt, als die Nachricht eines Atomschlags über die Feiernden hereinbricht. Tarkowskij gelingt in seiner wort- und bildgewaltigen Vision die Verbindung von poetischer Filmsprache und philosophisch-religiösem Diskurs.

    https://www.arsenal-berlin.de/home.html 



17. Juli 2021

 
ROAMERS - FOLLOW YOUR LIKES auf Kinotour
     
ROAMERS - FOLLOW YOUR LIKES begleitet unterschiedlichste Charaktere auf ihrem Weg durch Länder und Social-Media-Feeds dieser Welt. Als „Digitale Nomaden" sind sie immer auf der Jagd nach dem nächsten, perfekten Moment und loten so sie die Grenzen einer neuen Ära aus: zwischen persönlicher Freiheit und Abhängigkeit von Followern, zwischen Liebesbedürfnis und Bindungsangst, zwischen Utopie und Enttäuschung. Wir lernen den gefeierten Video-Blogger NUSEIR YASSIN aus Palästina kennen, der seinen lukrativen Posten bei PayPal zugunsten von möglichst viel Lebenserfahrung quittierte und mit seinen täglichen Videos das Netz eroberte. Außerdem die ehemalige Jung-Top-Managerin JONNA, die ihr Business in der Schweiz und ihre Ehe für das Abenteuer einer Weltumseglung aufgab, und das argentinische Pärchen KIM und PAOLO, das ihre bei IBM erworbenen Informatik-Skills einsetzt, um mit selbstproduzierten „on demand“-Porno-Videos ihren Lebensstil zu finanzieren. Und schließlich der freiheitsliebende Immobilienmakler MATT BOWLES, der nach der Kündigung seines NGO-Jobs niemals wieder beruflich in Abhängigkeit geraten will und seiner Profession nun an verschiedensten Orten der Welt nachgeht.   ROAMERS - FOLLOW YOUR LIKES ist eine Royal Film Company Production mit Unterstützung der MFG Filmförderung Baden-Württemberg und DFFF Deutscher Filmförderfonds im Verleih von CAMINO Filmverleih.

BERLIN Sa., 17.07.2021 im Sputnik (Uhrzeit folgt) Hasenheide 54/5th, 10967 Berlin Telefon: 030 6941147
     
    https://www.roamers-movie.com



22. Juli 2021

 
DEAR FUTURE CHILDREN
auf Kinotour
     
Während immer mehr Menschen weltweit gegen bestehende Systeme und Normen protestieren, dokumentiert DEAR FUTURE CHILDREN das Aufbegehren dreier junger Aktivistinnen, die im Zentrum dieser politischen Wende stehen. Ihr Kampf findet oftmals an vorderster Front statt und ist verbunden mit einem hohen Risiko. Rayen protestiert in Chile für soziale Gerechtigkeit. Pepper setzt sich in Hongkong für den Fortbestand der Demokratie ein. Und Hilda engagiert sich in Uganda gegen die verheerenden Folgen des Klimawandels. Angesichts der teils schieren Aussichtslosigkeit und der fatalen Auswirkungen ihrer politischen Arbeit auf die persönlichen Leben der drei Frauen versucht der Film zu ergründen, warum sie trotz aller Widerstände weiterkämpfen. Regisseur Franz Böhm gehört selbst zu jener Generation, die sein Film so authentisch porträtiert. Die Filmcrew aus über zwölf Ländern ist eines der jüngsten Teams im “HotDocs”-Wettbewerb. Die Auszeichnung durch das Publikum ist ein weiterer Beweis für die Kraft der jungen Generation und die Wichtigkeit ihrer Stimme für den öffentlichen Diskurs.

Do., 22.07.2021 um 21:15 Uhr im Freiluftkino Friedrichshagen
     
    https://www.youtube.com/watchtrailer



22. Juli 2021

 
GRENZLAND auf Kinotour
     
Iim Juli und August zeigen wir die preisgekrönten Filme und das Debüt mit den Coen-Brüdern von Ausnahme-Talent Frances McDormand. Ihre leidenschaftlich gespielten Rollen gehen an Publikum und Filmkritikern nicht spurlos vorüber. Frances McDormand zählt seit mehr als drei Jahrzehnten zu Amerikas besten Schauspielerinnen: mit dem Oscar® als beste Hauptdarstellerin wurde sie schon dreifach ausgezeichnet, 1997 für »Fargo«, 2018 für »Three Billboards Outside Ebbing, Missouri« und 2021 für »Nomadland«. Trotz Auszeichungen und Anerkennung wurde sie sich selber nie als Filmstar bezeichnen, sondern sie sieht sich schlicht als Schauspielerin: »I’m a character actress, plain and simple… Who can worry about a career? Have a life. Movie stars have careers – actors work, and then they don’t work, and then they work again.«

Lichtblick-Kino Kastanienallee 77 / 10435 Berlin Büro: Stattkino Berlin e.V. Schliemannstr. 5 / 10437 Berlin
     
    https://www.lichtblick-kino.org/



29. Juli 2021

 
Gasmann auf Kinotour
     

Bernd (Rafael Stachowiak) ist Theaterschauspieler – als ewiger Nebendarsteller am St. Pauli Theater fristet er ein kümmerliches Dasein. Seine nächste Rolle ist wieder nicht ganz das, was er sich vorgestellt hat. In dem neu aufgelegten NS-Stück „Der Gasmann“ soll er den Antagonisten, einen SS-Mann, spielen. Der Regisseur des Stücks (Peter Ott) stellt Bernd mit seinen despotischen Methoden auf die Probe und sein unterwürfiger Schauspiel-Kollege Mathis macht das Ganze auch nicht besser. Abwechslung bringt Bernds Literaten-Clique (u.a. Dietrich Kuhlbrodt), die sich zum Rauchen und Trinken in urigen Kaschemmen trifft, um über ihre neuesten Werke zu philosophieren. Ab und zu verbringt er auch Zeit mit seinem kleinen Sohn, doch für Unterhalt fehlt ihm natürlich das Geld. Regelmäßig erhält er Besuch vom verzweifelten Vollstreckungsbeamten (Harry Baer), der aber nichts vollstrecken kann. Und dann ist da noch diese mysteriöse junge Frau (Gala Othero Winter), die sein einziger wirklicher Lichtblick zu sein scheint. Langsam, aber sicher verliert Bernd an allem anderen das Interesse. Der lang geplante Wochenend-Trip mit seiner Clique, neun Flaschen Gin und einem Gewehr kommt da gerade recht.

Regie: Arne Körner D, 2019, 87 Min., Farbe, gedreht auf 35 mm, FSK:12 mit: Rafael Stachowiak, Gala Othero Winter, Kristof van Boven, Dietrich Kuhlbrodt, Harry Baer u.a. Eine Produktion von Against Reality Pictures, Kronos Media und Belvedere.<<<

D 29. Juli 2021 - 20 Uhr BERLIN – KLICK Kino Windscheidstraße 19, 10627 Berlin
mit Regisseur Arne Körner, Darsteller Rafael Stachowiak, Harry Baer und Charles Toulouse

     
    https://www.youtube.com/watchtrailer






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