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MMEANSMOVIE Filmmagazin Berlin © - Kino, Filmstarts, Festivals und Termine     
 
   
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20.06.
bis
13.10.
 

Kino der Moderne - Film in der Weimarer Republik

      
 

Am 19. August eröffnet das Museum für Film und Fernsehen die Ausstellung „Kino der Moderne – Film in der Weimarer Republik“. Die von der Deutschen Kinemathek gemeinsam mit der Bonner Bundeskunsthalle entwickelte Schau zeigt die Wechselwirkungen zwischen Kino und Alltagskultur, die künstlerischen und technischen Innovationen des damaligen Filmhandwerks sowie das Entstehen von Filmkritik und -theorie in den 1920er-Jahren.

Nach ihrer ersten Station in Bonn beleuchtet die für Berlin neu adaptierte Ausstellung auch das vielfach in Vergessenheit geratene Wirken von Frauen hinter der Kamera. Vorgestellt werden 21 weibliche Filmschaffende. Begleitet wird die Ausstellung, die bis zum 13. Oktober 2019 zu sehen ist, zudem von einem umfangreichen Veranstaltungsprogramm.

„Besonders freut es mich, dass wir Regisseurinnen, Drehbuchautorinnen, Produzentinnen und Szenenbilderinnen des Weimarer Kinos in der Berliner Ausstellung einen eigenen Raum geben. Zu ihnen zählen beispielsweise die Filmproduzentin Liddy Hegewald, die Regisseurin Leontine Sagan und die Animationsfilmerin Lotte Reiniger“, so Rainer Rother, Künstlerischer Direktor der Deutschen Kinemathek.

Zwischen 1918 und 1933 entwickelte sich unter den Bedingungen der ersten deutschen Republik der Film zur neuen Kunstform, die von der Bevölkerung kollektiv rezipiert wurde – im Kino. Der Aufstieg dieses modernen Massenmediums vollzog sich rasant. Das Kino der zwanziger Jahre bot ein Experimentierfeld und prägt wie keine andere Stilepoche des deutschen Films die internationale Filmästhetik bis heute.
Im Kino der Moderne betrachtet sich die Gesellschaft selbst. Die Leinwand wird zum Spiegelbild, indem sie Alltagsthemen und -typen reflektiert. Zugleich wird der Film zum Leitmedium, das Vorbilder und Ideale setzt. Mode und Sport, Mobilität und urbanes Leben, Genderfragen, die Popularität der Psychoanalyse und die gesellschaftlichen Auswirkungen des Ersten Weltkriegs – all das spiegelt sich im Film der Weimarer Republik.

Die Ausstellung zeigt die diese neue, siebte Kunst und ihre Bezüge zu Literatur, bildender Kunst, Architektur und gesellschaftspolitischen Entwicklungen. Erlebbar werden die mit der Entstehung der Filmkunst einhergehenden Innovationen anhand von raumgreifenden Inszenierungen und Medieninstallationen. Der überwiegende Teil der rund 350 großzügig inszenierten Exponate stammt aus den Sammlungen der Deutschen Kinemathek, zahlreiche von ihnen sind erstmals öffentlich zu sehen. Ergänzt werden sie von Leihgaben aus den Bereichen Kunst, Design und Architektur aus dem In- und Ausland.

Der Katalog zur Ausstellung ist im Sandstein Verlag erschienen.

     
     https://www.deutsche-kinemathek.de/
  Deutsche Kinemathek Museum für Film und Fernsehen
Potsdamer Str. 2, 10785 Berlin
     


August
 

Short Attack im August: Animation Attack

   
  Katzen, Fruchtfliegen und Fische, Schönheits-OP, Liebesreflektion, Fahrerflucht und Polit-Satire: 13 Animationen in unterschiedlichen Stilen zeugen bei Shorts Attack im August von der Ausdrucksstärke der Animationskunst. Düstere Erinnerungen werden in schrillen Unterwasserwelten wach, gesellschaftliche Hörigkeit wird in einer Parabel deutlich, Rhythmen und Sounds verstärken die Imaginierbarkeit des Gemalten oder Generierten und auch: Animation vermag sogar zu verdeutlichen, wie lecker Tee schmecken kann.

ACUD Kino im ACUDkunsthaus
Veteranenstraße 21 – 10119 Berlin-Mitte
https://acudkino.de/

Il Kino
Nansenstraße 22, Berlin
http://ilkino.de/
     
    http://www.shortsattack.com/
   


bis 10.08.
  Das Lied ist nicht aus - Die Weimarer Tonfilmoperette und die Folgen
       
   
 

Es war die Erfolgsgeschichte des Kinos der späten Weimarer Republik: Die Tonfilmoperette dominierte, im Verbund mit verwandten Musikfilmgattungen wie dem Sängerfilm, zwischen 1930 und 1932 an den Kassen und half dem deutschen Film, nicht nur die Umstellung zum Tonfilm, sondern auch die Weltwirtschaftskrise zu überstehen. Heute wird das Genre vor allem mit einer Reihe aufwändiger Ufa-Produktionen in Verbindung gebracht. Filme wie Die Drei von der Tankstelle oder Der Kongreß tanzt etablierten einen unverwechselbaren (und doch an Hollywood geschulten) Stil, die zugehörigen Schlager-Evergreens und Stars wie Lilian Harvey und Willy Fritsch prägen das kulturelle Gedächtnis bis heute.

Die Reihe Das Lied ist nicht aus. Weimarer Tonfilmoperetten und die Folgen weitet den Blick und bezieht auch Produktionen anderer Firmen mit ein. Sichtbar wird eine Vielfalt der Stile, Handschriften, Tonarten und auch Themen: Neben opulenten, ausstattungsintensiven Kostümmärchen, oft mit satirischem Gegenwartsbezug (Ich und die Kaiserin), finden sich Filme, die sich den Problemen der Zeit auf direktere, fast schon neorealistisch zu nennende Weise nähern (Der blonde Traum), oder Filme, in denen die reine Lust am anarchischen Unfug über alle anderen Impulse triumphiert (Der Herr auf Bestellung).

Im Gegensatz zum (schon während der Stummfilmzeit existenten) Operettenfilm emanzipiert sich die Tonfilmoperette deutlich von ihrem medialen Vorgänger. Zumeist liegt den Filmen, die ab 1930 in den Ateliers der Ufa und ihrer Konkurrenten entstehen, keine Bühnenvorlage zugrunde. Nicht die Substanz der Operette wird für die Leinwand adaptiert, sondern ihre Form. Konkret zeichnet sich die Tonfilmoperette durch die Allgegenwart von Musik aus, die, wie in der Auftaktszene des ältesten Films der Reihe, Géza von Bolvárys Zwei Herzen im Dreivierteltakt, buchstäblich in der (nicht nur hier: Wiener) Luft liegt. Auch den Hang zur exzessiven, spielerischen Selbstreflexivität und zu Mise-en-abyme-Konstruktionen übernimmt das Kino von der Bühne. Wie die Operette am liebsten von der Operette handelt, ist die Tonfilmoperette regelrecht besessen von Backstage-Stoffen und den Insignien zeitgenössischer Medienkultur (Ein Lied, ein Kuss, ein Mädel). Oder, wie es in Das Lied ist aus heißt: „Die Liebe ist wie ein Tonfilm”.

Ausgehend von der Blütezeit des Genres in den frühen 1930er Jahren entwirft die Reihe keine Verfalls-, sondern eine Dispersionsgeschichte. Nach 1933 verlassen zahlreiche, vor allem jüdische Künstlerinnen und Künstler, die den deutschen Musikfilm geprägt hatten, das Land. Im Exil – zunächst vor allem in Österreich und Ungarn (Peter), aber auch in den USA (Caravan) – entstehen Filme, die den Geist der späten Weimarer Republik atmen. Aber auch im nationalsozialistischen Deutschland entstehen Musikfilme in der Operettentradition (Willi Forsts genrehistorischer Beitrag Operette); genau wie, einen Weltkrieg später, in den 1950er Jahren in gleich beiden deutschen Staaten.


https://www.dhm.de/zeughauskino/filmreihen/das-lied-ist-nicht-aus.html

     
  Zeughauskino
Deutsches Historisches Museum Unter den Linden 2 10117 Berlin Tel. +49 30 20304-0
    http://www.dhm.de/zeughauskino
 


bis 19.08.
  12x12 IBB-Videoraum in der Berlinischen Galerie: Katrin Winkler
         
 

Im IBB-Videoraum werden über den Zeitraum eines Jahres zwölf Künstler*innen präsentiert, die durch ihren innovativen Umgang mit den Medien Film und Video aufgefallen sind.

Die Reihe wird im Juli mit einem Werk der Videokünstlerin Katrin Winkler fortgesetzt (3.– 29.7.2019). Katrin Winkler ist Künstlerin und Filmemacherin. Sie beschäftigt sich häufig mit den Auswirkungen historischer Ereignisse auf die Gegenwart und fragt, wie sich bestimmte Geschehnisse und Diskurse in der Geschichtsschreibung durchsetzen und andere nicht. Ihre Arbeit ist geprägt von intensiven Recherchen, wobei die Verwendung von Archivmaterial und Interviews mit Zeitzeug*innen aus unterschiedlichen Kontexten wichtiger Bestandteil ihrer künstlerischen Praxis sind. In ihrer neuesten Arbeit „performing monuments“ (2018, 15:07 Min.) beschäftigt sich Winkler mit den Folgen von Kolonialismus und Genozid, Apartheid und Rassismus in Namibia. Sie besucht Veranstaltungen zum Gedenken an den Völkermord an den Herero und Nama durch die deutsche Kolonialmacht 1904 bis 1908 und Feierlichkeiten zu Ehren von Namibias Unabhängigkeitskampf. Dabei interessiert Winkler unter anderem die Frage danach, wie historische Ereignisse im öffentlichen Bewusstsein verankert werden.

die Präsentation von Katrin Winkler im IBB-Videoraum der Berlinischen Galerie wird verlängert bis zum 19.8.2019. Der für den Monat August angekündigte Künstler Gernot Wieland wird aufs nächste Jahr verschoben, ebenso wie das Künstlergespräch am 27.8. Grund dafür sind umfangreiche Aufbauarbeiten für die Ausstellung „original bauhaus“ (6.9.2019–27.1.2020).

    https://www.berlinischegalerie.de/
  Berlinische Galerie
Landesmuseum für Moderne Kunst, Fotografie und Architektur
Alte Jakobstraße 124-128 10969 Berlin
Tel. (+49) – (0) 30 789 02 600
     


 
1. August


01.08.
bis
31.08.
  Magical History Tour – Rebels With a Cause
       
   
 

Die Magical History Tour zeigt amerikanische Klassiker des in Deutschland sogenannten „Halbstarken“-Genres sowie filmische Repräsentationen im Geiste verwandter, zuweilen deutlich stillerer Rebell*innen aus anderen zeitlichen, sozialen oder geografischen Kontexten. Zehn Jahre nach Ende des 2. Weltkriegs kollidierten Teile der jugendlichen Generation mit einer weitgehend autoritären Gesellschaft. Eckpfeiler des devianten jugendlichen Verhaltens waren Coolness und Kriminalität, Provokation und Protest gegen tradierte Werte. Eunice Martins wird die Vorführungen von NORRTULLSLIGAN (Weibliche Junggesellen, Per Lindberg, S 1923) am 21. und 24. August am Klavier begleiten.

https://www.arsenal-berlin.de/de/kino-arsenal/programm/

     
  Kino Arsenal – im Filmhaus am Potsdamer Platz
Potsdamer Str. 2, 10785 Berlin
Tel.: + 49 (0) 30 26599 - 100 ticket@arsenal-berlin.de
      http://www.arsenal-berlin.de/
 


 
  Kurdisches Filmfestival Festîvala Fîlmên Kurdî
   
 

Seit 2002 veranstaltet mîtosfilm in Kooperation mit dem Sprachenatelier Berlin das Kurdische Filmfestival in Berlin. Zu unseren Förderern gehörten bereits die Lotto Stiftung Berlin sowie der Hauptstadtkulturfonds. Das Festival bietet kurdischen Filmemacherinnen und Filmemachern aus aller Welt die Möglichkeit, ihre Filme einem kosmopolitischen Publikum vorzustellen. Wir schaffen intime Einblicke in die kurdische Kultur und politische Situation, die in den alltäglichen Medien nicht gegeben werden können. Wir verstehen das Festival als Begegnungsstätte verschiedener Kulturen sowie Plattform für politische Diskussionen und künstlerischen Austausch. Rahmenveranstaltungen wie Podiumsdiskussionen oder Konzerte ergänzen das sorgfältig kuratierte Arthouse-Filmprogramm. Unser Programm spiegelt die Vielfalt der kurdischen Gesellschaft sowie des kurdischen Filmschaffens wider und regt zum Austausch an. Das Kurdische Filmfestival in Berlin ist Treffpunkt für alle, die an einem friedlichen Dialog über Politik, Kunst und Kultur interessiert sind.

   


01.08.
bis
08.08.

  IN MANY IMPERFECT WAYS
   
   
Ein Punkt im Leben, an dem Entscheidungen und Auseinandersetzungen gefragt sind, wo der eigene Lebensentwurf in Frage gestellt wird und eine Verortung stattfinden muss, oder plötzliche Erkenntnis bisherige Sicherheiten umwirft – genau hier sind die ausgesuchten Filme dieser kleinen, feinen Reihe angesiedelt. Da hilft keine rosarote Brille - der weitere Weg führt über Unsicherheiten und Verletzungen, und ohne Schrammen kommt da niemand so leicht durch.
Die Filme des Programms hatten bisher in Berlin nur ein unvollkommendes Kinoleben, manchen wird der ein oder andere Titel geläufig sein, da die dazugehörigen Werke für Einzelvorstellungen besprochen wurden, sei es für Mongay, L-Filmnächte oder als regulärer Start mit nur wenigen einzelnen bzw. bisher gar keinen Vorstellungen (wie ANKER DER LIEBE) . Sie sind sie sehenswert und verdienen eine neue Chance. Wir bieten sie deshalb gebündelt als kleines Paket vom 1.- 8. August im fsk-Kino an.

Do    01.08.19        20.00    Red Cow
Fr     02.08.19        20.30    Carmen y Lola
Fr     02.08.19        22.30    Anker der Liebe
Sa    03.08.19        15.30    Nina
Sa    03.08.19        20.15    Princess Cyd
Sa    03.08.19        22.15    Becks
So    04.08.19        13.45    Anker der Liebe
So    04.08.19        16.00    Red Cow
So    04.08.19        20.30    Carmen y Lola
Mo    05.08.19        20.00    Nina
Di     06.08.19        20.15    Princess Cyd
Mi     07.08.19        20.15    Becks
   
  fsk Kino
Segitzdamm 2 10969 Berlin
  http://www.fsk-kino.de


 
2. August  


02.08.
20:00
  Premiere: ICH WAR ZUHAUSE, ABER...
         
       
  Phillip lebt mit seiner Mutter und seiner achtjährigen Schwester in bürgerlichen Verhältnissen. Der Film beginnt, als er nach einer Woche, in der er spurlos verschwunden war, zurück nach Hause kehrt. Was er gesucht hat, ein Ausgeliefert sein an die Natur oder eine Annäherung an den Tod, ausgelöst durch den Tod seines Vaters, können die Mutter oder seine Lehrer nur vermuten. Erzählt werden die ersten Wochen nach seiner Wiederkehr, in der die Normalität des täglichen Lebens, das stolpernd wieder in Gang kommt, in hartem Gegensatz zur Nähe des Todes steht, in die sich Phillip begeben hat. Seine Mutter scheitert an der Notwendigkeit, akzeptieren zu müssen, dass ihr Sohn ein eigenes Leben führt, das sie nur begrenzt beeinflussen kann. Nachdem sie glaubte, sich zumindest um seine körperliche Unversehrtheit nicht mehr sorgen zu müssen, kommt Phillip mit einer Blutvergiftung ins Krankenhaus. Aufgerieben zwischen erneuter Sorge um das Kind, Versagensängsten und Schuldgefühlen, verliert die Mutter die Nerven. Aber die Kinder wenden sich nicht ab. Das Gefüge der Familie zerfällt, um sich neu zu bilden.

Ich war zuhause, aber ... Genre: Drama Land/Jahr: D/SERB 2019 Regie: Angela Schanelec (Der traumhafte Weg/2016) Darsteller/innen: Maren Eggert, Franz Rogowski, Jakob Lassalle, Clara Moeller, Lilith Stangenberg, Thorbjörn Bjornsson Drehbuch: Angela Schanelec Min.: 105 Fsk: 6 Verleih: Piffl Medien Festival: Internationale Filmfestspiele Berlin - Wettbewerb

https://www.youtube.com/Trailer
     
  hackesche höfe kino
Rosenthaler Straße 40 10178 Berlin
      http://www.hoefekino.de  


02.08
21:00
 

Filmreihe #2030: Wild Plants

   
 

Wild Plants ist eine filmische Forschungsreise, begleitet von Fragen über das Verhältnis von Mensch und Natur. In Wild Plants begibt sich Nicolas Humbert auf eine Spurensuche, die ihn zu einigen ausgewählten Projekten und Menschen führt: Zu den ‚Urban Gardeners’ im zusammengebrochenen Detroit, zu dem indianischen Philosophen Milo Yellow Hair auf der Reservation von Pine Ridge, zu Maurice Maggi, der seit vielen Jahren die Stadt Zürich mit seinen wilden Pflanzungen verändert und zur innovativen Landbau-Kooperative der ‚Jardins de Cocagne’ in Genf. Das Wissen um die Kraft der Pflanzen und die Kunst des Gartenbaus ist in der Urbanisierung nicht verschwunden.

DAS GESPRÄCH
Über die vielseitigen Facetten von Urban Gardening Projekten und bürgerschaftliches Engagement diskutieren wir mit Berliner Initiativen und Cornelia Mirke vom Umwelt- und Naturschutzamt Charlottenburg-Wilmersdorf.

Die Filmreihe #2030 ist eine Veranstaltungsreihe der Stabsstelle Bildung für nachhaltige Entwicklung/Bezirksamt Charlottenburg-Wilmersdorf in Kooperation mit dem Umwelt- und Naturschutzamt Charlottenburg-Wilmersdorf und der Food Art Week Berlin.

     
    https://www.yorck.de/kinos/delphi-lux
  Delphi LUX
Yva Bogen - Kantstraße 10 10623 Berlin
     


02.08.
19:00

  Die Freiluftkino-Ausgabe des Kurzfilmfestivals "British Shorts"!
       
   
  "British Shorts" – das größte Filmfestival für britischen und irischen Kurzfilm diesseits des Kanals – fand im Januar bereits zum 12. Mal statt und präsentiert nun erneut ein Sommer-Special unter freiem Himmel. Am 2.8.2019 um 21 Uhr kommt eine Auswahl der aufregendsten, lustigsten, seltsamsten und spannendsten Kurzfilme aus der Heimat des schlechten Wetters direkt ins Freiluftkino Insel im Cassiopeia im sonnigen Berlin. Comedy, Drama, Animationen, Experimentelles, Thriller und Musikvideos direkt von der Insel. Im Programm sind der Publikumspreis-Gewinnerfilm des letzten Festivals, Kurzfilme mit namhaften britischen Darsteller*innen, herausragende Erstlingswerke, Lieblingsfilme der Festivalmacher*innen und sonstige Highlights der letzten Festivalausgabe!
     
  Freiluftkino Insel im Cassiopeia
Revaler Str. 99, 10245 Berlin-Friedrichshain
    https://www.facebook.com/events/862758117423252/


 
3. August  


03.08.
bis
25.08.
  Retrospektive Andrej Tarkowskij
       
   
 

Tarkowskij im Sommer – seit 30 Jahren ist das eine lieb gewordene Tradition für uns und unser Publikum. Wir zeigen im August die sieben langen Filme und den mittellangen Diplomfilm des russischen Regisseurs (1932–1986), von dessen monumentalem Werk eine anhaltende Faszination ausgeht.

Sa 3.8., 19h & 25.8., 19h
KATOK I SKRIPKA   Die Walze und die Geige   UdSSR 1960   35 mm   OmE 45´
Tarkowskijs Abschlussarbeit an der staatlichen Filmhochschule zeigt einen Tag im Leben des verträumten Sascha, der seine Geige dem Fußballspiel vorzieht und deshalb von seinen Kameraden verspottet wird.

Sa 3.8., 20h & 25.8., 20h
OFFRET   Opfer   Schweden/Frankreich/GB 1986   35mm   OmE (3.8.) / OmU (25.8.) 145´
Die Abgeschiedenheit einer einsamen Insel ist Schauplatz von Andrej Tarkowskijs letztem Film. Hier finden die Geburtstagsfeierlichkeiten für den 50-jährigen Alexander statt, als die Nachricht eines Atomschlags über die Feiernden hereinbricht. Tarkowskij gelingt in seiner wort- und bildgewaltigen Vision die Verbindung von poetischer Filmsprache und philosophisch-religiösem Diskurs.

Sa 4.8., 20h & 7.8., 20h
IWANOWO DETSTWO   Iwans Kindheit   UdSSR 1962   35 mm   OmE 95´
Der Film schildert „die Geschichte eines Charakters, der vom Krieg geboren und von ihm verschlungen wird“ (A.T.). Der zwölfjährige verwaiste Iwan stößt während des Zweiten Weltkriegs im Dnjepr-Gebiet zur Roten Armee und ist nicht davon abzubringen, als Späher und Kurier für die sowjetischen Truppen hinter den feindlichen Linien eingesetzt zu werden. Kunstvoll überlagert Tarkowskij das Geschehen des Films mit Iwans Träumen, Erinnerungen und Fantasien.

Fr 9.8., 20h & Sa 17.8., 20h
ANDREJ RUBLJOW   UdSSR 1966–69   35 mm   OmU 185´
Im Film treffen Künstler und Staatsmacht unversöhnlich aufeinander. Der in acht Kapitel gegliederte, monumentale Film zeigt den legendären Ikonenmaler Rubljow (ca. 1360–1430) als humanistischen, aufgeklärten Künstler an der Schwelle zur Neuzeit. Menschenverachtende Macht- und Kriegspolitik seiner Auftraggeber stürzt ihn in eine tiefe schöpferische Krise, gleichzeitig werden sie aber auch zur Triebfeder für die Auseinandersetzung mit der komplexen Position des Künstlers in der Gesellschaft.

Sa 10.8., 20h & Fr 23.8., 20h
SOLARIS   UdSSR 1972   35 mm   OmE 170´
Der Film basiert auf dem gleichnamigen Roman von Stanislaw Lem. Im Mittelpunkt steht die Reise des Psychologen Kelvin, der zum meerbedeckten Planeten Solaris geschickt wird, um die rätselhaften Vorkommnisse auf der dortigen Forschungsstation zu untersuchen. Nach und nach erkennt Kelvin, dass der geheimnisvolle Ozean auf Solaris die Träume, Ängste und Schuldgefühle der Männer der Raumstation zu materialisieren vermag.

So 11.8., 20h & Mi 14.8., 20h
SERKALO   Der Spiegel   UdSSR 1975   35 mm   OmE 106´
In dem stark autobiografisch bestimmten Film gibt der Protagonist sein Leben, seine Erinnerungen, seine Ängste und Obsessionen preis. Er ist Sohn geschiedener Eltern, auf der Suche nach der verlorenen Zeit und nach der eigenen Identität. Sein privates Schicksal ist verbunden mit den gesellschaftlichen Erschütterungen und Umbrüchen der Sowjetunion zwischen 1930 und den 70er Jahren.

Do 15.8., 20h & So 18.8., 20h
NOSTALGHIA   Italien/UdSSR 1983   OmU 130´
„Ich wollte von der russischen Form der Nostalgie erzählen, von jenem für unsere Nation so spezifischen Seelenzustand, der in uns aufkommt, wenn wir fern der Heimat sind.“ Fern der Heimat ist ein russischer Schriftsteller, der nach Italien gekommen ist, um Material über einen italienischen Komponisten zu sammeln, dessen Biografie er schreiben will. Hier überkommt ihn jedoch eine übermächtige Sehnsucht nach der geografischen wie spirituellen Heimat.

Fr 16.8., 20h & Sa 24.8., 20h
STALKER   UdSSR 1980   35 mm   OmE 163´
Unter der Führung eines Ortskundigen, der am Rande der Welt in einer verfallenen Industrielandschaft lebt, begeben sich ein Wissenschaftler und ein Schriftsteller in die mysteriöse „Zone“, wo es angeblich einen Ort geben soll, an dem die geheimsten Wünsche in Erfüllung gehen. Die Expedition wird zur Reise in die Innenwelt der Protagonisten, ins Imaginäre, ins Schweigen.

     
  Kino Arsenal – im Filmhaus am Potsdamer Platz
Potsdamer Str. 2, 10785 Berlin
Tel.: + 49 (0) 30 26599 - 100 ticket@arsenal-berlin.de
      http://www.arsenal-berlin.de/


03.08.
17:30
  Shaheen Dill-Riaz: Sand und Wasser
        in Anwesenheit des Regisseurs Klaus Stanjek
   
 

Im Jahr 1918 wurde in Deutschland der Ruf nach einer besseren Gesellschaft unüberhörbar laut. Nach dem Sturz der Kaiserherrschaft forderte die Bevölkerung einen Neuanfang: mehr Mitbestimmung, mehr Gleichberechtigung, mehr Freiheiten. Besonders in Bayern entstand nach der Revolution ein regelrechtes Labor der Demokratie – sowohl mit basisdemokratischen als auch sozialistischen Experimenten. Und mit weitsichtigen Initiativen. Bis zur Diffamierung und blutrünstigen Niederschlagung durch die konservative Gegenrevolution. 60 Jahre später hat der Regisseur Augenzeugen der Münchener Räterepublik nach ihren Erlebnissen und Einschätzungen befragt. Diese erst kürzlich restaurierten Videoaufnahmen mit einem damaligen Schreiner, einem Kaufmann, einem Berufssoldaten, einem Studenten, einem Buchbinder und dem mit Gustav Landauer und Kurt Eisner befreundeten Anarchisten Augustin Souchy bilden die Grundlage des Films über die Geburt der Demokratie in Bayern.

Dokumentarfilm, D 2019, 60 min, Regie: Klaus Stanjek

     
  Lichtblick-Kino
Kastanienallee 77 / 10435 Berlin
      http://www.lichtblick-kino.org/
 


03.08.
22:30
 

Creepy Crypts Sneak Preview (OV)

          Horror im Rollberg
 

Die letzte Creepy Crypt Sneak Preview ist noch gar nicht lange her, aber da wir euch immer so früh wie möglich die neusten Horrorfilme zeigen wollen, kann der Abstand auch mal etwas kleiner werden. Blöd nur, dass wir euch nicht verraten können, welcher Film es sein wird...

    https://yorck.de/kinos/rollberg
  Rollberg Kino
Rollbergstr. 70 12049 Berlin
     


 
4. August  


04.08.
16:00
 

  CinemAperitivo: Die Legende vom Ozeanpianisten

          anschl. Aperitivo und Gespräch
   
 

Im Jahr 1900 findet der Heizer Danny Boodmann an Bord seines Ozeandampfers ein Findelkind und beschließt, es zusammen mit den anderen Heizern, Angestellten und Matrosen aufzuziehen. Sie taufen es auf den Namen Danny Boodmann T. D. Lemon Neunzehnhundert, weil er im ersten Jahr des neuen Jahrhunderts gefunden wurde. Der Junge wächst inmitten der beiden Welten aus Arbeitern und Reisenden auf und wird zu einer lebenden Legende, als er eines Tages ein Piano entdeckt. Ohne jedwede Ausbildung spielt er wie ein begnadeter Musiker und versetzt fortan die Passagiere in Verzückung. Immer wieder stellt sich ihm die Frage, ob er das Schiff nicht verlassen sollte, um die Welt kennenzulernen. Schließlich lockt ihn sowohl das Angebot eines Musikproduzenten als auch die Liebe eines schönen Mädchens, den gefürchteten Schritt zu wagen. Doch was für viele nur wenige Schritte sind, ist für Neunzehnhundert das Verlassen seiner gesamten Welt.

Ennio Morricone und CinemAperitivo: Die Legende vom Ozeanpianisten [La Leggenda del Pianista sull’Oceano / The legend of 1900] IT, 1999, R: Giuseppe Tornatore mit Tim Roth, Pruitt

https://www.youtube.com/Trailer

     
    Babylon Kino
Rosa-Luxemburg-Straße 30, 10178 Berlin
      http://www.babylonberlin.de/


04.08.
18:30
 

Berlinale Retrospektive Revisited:

      NEUN LEBEN HAT DIE KATZE + Einführung!
   
 

Berlinale Retrospektive Revisited - Selbsbestimmt - Perspektiven von Filmemacherinnen In Kooperation mit der Deutschen Kinemathek Zu Beginn der Vorstellung gibt es eine Einführung von Anke Hahn (Deutsche Kinemathek)! Filmkritikerin Christa Maerker bezeichnete diesen Film als den ersten feministischen Film der BRD. Die Regisseurin Ula Stöckl zeichnet in fünf Episoden die unterschiedlichsten weiblichen Biografien nach: da ist die Geschiedene, die nichtverheiratete Berufstätige, die Betrogene, die sich um die Zukunft sorgt und die „Traumfrau“. In Gesprächen erkunden die Figuren die Chancen weiblicher Emanzipation in einer männlich geprägten Gesellschaft.

Digital restaurierte Fassung! DE 1968, R: Ula Stöckl, D: Liane Hielscher, Marie Phillipine, Antje Ellermann u.a., L: 91 min., FSK: ab 18

     
 

City Kino Wedding im Centre Français de Berlin
Müllerstraße 74 13349 Berlin Anbindung: U-6, U-Rehberge

     http://www.citykinowedding.de/


 
5. August  


05.08.
22.00
 

 Mongay: Call me by your name

      
 

IT/FR/BR/USA 2017, 130 min, OmU

Luca Guadagninos (I AM LOVE) bezaubernde Sommerromanze ist einer der schönsten Gayfilme der letzten Jahre! Der 17-jährige Elio verbringt den Sommer mit seinen Bildungsbürgereltern in Norditalien und verliebt sich in den neuen Assistenten seines Vaters, den smarten 24-jährigen Oliver.

https://www.youtube.com/Trailer

    Kino International
Karl-Marx-Allee 33 10178 Berlin
      https://www.yorck.de/kinos/kino-international


 
6. August  


06.08.
19:00

  Gerd Conradt zu Gast:
         FACE_IT! - DAS GESICHT IM ZEITALTER DES DIGITALISMUS
   
  In FACE_IT! berichtet der Videopionier Gerd Conradt von der Codierung des Gesichts, die als moderner Fingerabdruck wie ein geheimnisvolles Siegel Zugang zur Persönlichkeit eines Menschen verschafft. Mit Hilfe des Facial Action Coding System (FACS) soll es möglich werden, die Geheimnisse des Gesichts – des Spiegels der Seele - zu entschlüsseln. Damit besteht die Gefahr, dass der nicht endende mimische Austausch von Gesicht zu Gesicht zu ausdrucks- und geschichtslosen FACES wird, zu Wesen immerwährender alters- und geschlechtsloser Gegenwärtigkeit. Der Film fragt: Wem gehört das zum Zahlencode gewordene Gesicht? Gerd Conradt unterhält sich dazu mit Datenschützern, Künstlern und der Staatsministerin für Digitalisierung.
    http://www.wolfberlin.org/howlingwolf
  Wolf Kino
Weserstraße 59, 12045 Berlin
    https://wolfberlin.org/


 
7. August  


07.08.
20:00
  Shaheen Dill-Riaz: Sand und Wasser
      
   
 

Ausgehend von einer Legende aus seiner Heimat Bangladesch über den Fluss Jamuna entführt uns der Regisseur und Kameramann Shaheen Dill-Riaz in eine bizarre Welt von Schwemmlandinseln, den Chars, auf denen Menschen, die Chauras, leben. Mindestens sechs Monate im Jahr steht hier alles unter Wasser. Sobald die Flut zurückgegangen ist, tritt für die zweite Hälfte des Jahres der Sand seine Vorherrschaft an, und die Chauras versuchen, dem ausgetrockneten Flussbett wieder Boden für ihre Felder und Häuser abzuringen. Trotz der Mühsal verlässt niemand diese unwirtliche Gegend. Für die Chauras ist es ihre Heimat, mit der sie hadern und kämpfen, in der sie immer wieder aufs Neue Hab und Gut im Wasser versinken sehen und der sie sich dennoch allen Naturgewalten zum Trotz sehr verbunden fühlen.

Shaheen Dill-Riaz: Sand und Wasser D/Bangladesh 2002, 109 min, Regie: Shaheen Dill-Riaz In Anwesenheit des Regisseurs

     
  Lichtblick-Kino
Kastanienallee 77 / 10435 Berlin
      http://www.lichtblick-kino.org/
 


 
8. August  


08.08.
bis
18.08.
 

  60's France

         
   
 

Frankreich und eine Generation an jungen Regisseure und Regisseurinnen veränderten die Kinowelt: Jean-Luc Godard (* 1930 – 6 Filme), François Truffaut (* 1932–1984; 3 Filme), Agnès Varda (1928-2019; 2 Filme), Alain Resnais (1922-2014; 3 Filme), Louis Malle (1932-1995, 1 Film) und Luis Buñuel (1900-1983, 1 Film).

Ihre Stars waren u.a. Catherine Deneuve, Jean Seberg, Jeanne Moreau, Brigitte Bardot, Jean-Paul Belmondo, Charles Aznavour und Eddie Constantine.

Alle Filme: 2 oder 3 Dinge, die ich von ihr weiß, Alphaville, Außer Atem, Belle de Jour, Cleo - Mittwoch zwischen 5 und 7, Geraubte Küsse, Die Geschichte der Nana S., Glück aus dem Blickwinkel des Mannes, Hiroshima, mon amour, Jules und Jim, Letztes Jahr in Marienbad, Masculin – Feminin, Muriel oder Die Zeit der Wiederkehr, Paris gehört uns, Die Regenschirme von Cherbourg, Schießen Sie auf den Pianisten, Die Verachtung, Weekend, Die Wiederaufnahme der Arbeit in den Wonder-Werken, Zazie

 

https://babylonberlin.eu/programm/festivals/60-s-france

     
    Babylon Kino
Rosa-Luxemburg-Straße 30, 10178 Berlin
      http://www.babylonberlin.de/
08.08
20:00
 

Die Kinder der Utopie - Screening mit Gästen

   
 

In DIE KINDER DER UTOPIE treffen sich sechs junge Erwachsene wieder. Vor zwölf Jahren wurden sie schon einmal dokumentiert – für den Film KLASSENLEBEN. Sie besuchten damals eine Berliner Grundschule, an der eine zu der Zeit noch außergewöhnliche Form des inklusiven Schulunterrichts stattfand: Kinder mit und ohne Behinderungen wurden gemeinsam unterrichtet. Auch Schwerstbehinderte waren Teil der Klassengemeinschaft. Gemeinsam sehen sich die jungen Erwachsenen Filmaufnahmen aus ihrer Schulzeit an, begegnen ihrem jüngeren Ich, sprechen bisher Ungesagtes aus und reden darüber, wie sie wurden, was sie sind.</p> <p>I

Im Anschluss an die Vorstellung sind der Regisseur Hubertus Siegert, der Protagonist Marvin Mielke und der Aktivist Raul Krauthausen zum Filmgespräch anwesend.

     
    https://www.yorck.de/kinos/delphi-lux
  Delphi LUX
Yva Bogen - Kantstraße 10 10623 Berlin
     


 
9. August  


09.08.
19:00

  LA FLOR in three parts
       
   
  Einen Film wie LA FLOR hat es noch nicht gegeben: Vier Darstellerinnen spielen sich in fast 15 Stunden durch sechs Episoden und einen Großteil der Filmgeschichte. La Flor ist eines der größten Filmprojekte des 21. Jahrhunderts, das bereits auf zahlreichen Festivals enthusiastisch gefeiert wurde. Über drei Tage hinweg zeigen wir Mariano Llinás Filmkunstwerk in seiner gesamten Länge und ganzen Brillanz; 15 Stunden, die im Flug vergehen!

La Flor Regie: Mariano Llinás, mit Elisa Carricajo, Pilar Gamboa, Valeria Correa, Laura Paredes, Argentinien 2018, 837 Min, OmU verschiedene Sprachen mit englischen Untertiteln, FSK: k.A.

Freitag 9. - 11.8. La Flor
Freitag um 19:00 Uhr: Teil 1 (225 min)
Samstag um 12:00 Uhr: Teil 2 (342 min)
Sonntag um 12:00 Uhr: Teil 3 (320 min)
    http://www.wolfberlin.org/howlingwolf
  Wolf Kino
Weserstraße 59, 12045 Berlin
    https://wolfberlin.org/




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10. August  


10.08.
22:30
 

Holiday (OmU)

          Horror im Rollberg
 

Axel (Johannes Kienast) wohnt in einer kleinen Siedlung, die Bewohner dort sind arm und wer arm ist, braucht Glück. Deshalb arbeiten sie tagsüber im Hühnerhof und abends wetten und spielen sie sich um Kopf und Kragen. Dabei wird Manne (Sascha Alexander Gersak), Besitzer des Hühnerhofs und des örtlichen Spielcasinos, zu einem extrem mächtigen Mann. Axel hat so hohe Spielschulden bei ihm, dass er alles tun muss, was Manne von ihm will. Also arbeitet er als Hausmeister in dessen Villa und kann dabei immerhin seine Jugendliebe Jenny (Emilia Schüle) sehen, die jetzt aber Mannes Freundin ist. Um all dem zu entkommen, flüchtet sich Axel in seine Fantasie. In seiner Datsche hat er die ganze Siedlung als Modell aus Papier nachgebaut. Hier ist er der König. Hier hat er das Sagen. Hier rettet er Jenny vor Manne und schlägt den Bösewicht in die Flucht. Doch dann findet Axel einen Freund: Seinen Nachbarn Heiner (Christian Grashof), ein Eigenbrötler, der ständig Karl May zitiert und sich gerne mit einem Huhn unterhält. Erst gemeinsam werden sie Mannes Imperium zu Fall bringen.

Genre: Drama Land/Jahr: DK/NL/S/TÜR 2018 Regie: Isabella Eklöf Darsteller/innen: Victoria Carmen Sonne, Lai Yde, Thijs Romer Drehbuch: Johanne Algren, Isabella Eklöf Min.: 92 Fsk: 18 Verleih: Drop-Out Cinema Festival: Sundance Film Festival

https://www.youtube.com/Trailer

    https://yorck.de/kinos/rollberg
  Rollberg Kino
Rollbergstr. 70 12049 Berlin
     


 
11. August  


11.08
20:00
 

Cleo - Kinotour mit Filmteam

   
 

Die verträumte Cleo fühlt sich ihrer Heimatstadt Berlin auf ganz besondere Weise verbunden. Ihr größter Wunsch ist es, die Zeit zurückzudrehen – mit Hilfe einer magischen Uhr, die von den legendären Gebrüdern Sass erbeutet wurde und seither verschollen ist. Die junge Frau hofft, mit ihr den frühen Tod ihrer Eltern verhindern zu können. Eines Tages begegnet sie dem Abenteurer Paul, der auf einem Hausboot lebt und eine Schatzkarte ersteigert hat. Gemeinsam begeben sie sich auf einen aufregenden Trip durch die pulsierende Großstadt, bei der Cleo nicht nur auf verrückte Typen und urbane Legenden trifft, sondern auch Paul langsam näher kommt. Angekommen im Untergrund Berlins muss sich Cleo die wichtigste aller Fragen stellen: Soll sie die Zeit überhaupt zurückdrehen?

Cleo Genre: Komödie Drama Land/Jahr: D 2019 Regie: Erik Schmitt Darsteller/innen: Marleen Lohse, Jeremy Mockridge, Max Mauff, Heiko Pinkowski, Andrea Sawatzki, Fabian Busch, Jean Pütz Drehbuch: Stefanie Ren, Erik Schmitt Min.: 99 Fsk: 6 Verleih: weltkino Festival: Internationale Filmfestspiele Berlin - Generation Eröffnungsfilm

https://www.youtube.com/Trailer d.

     
    https://www.yorck.de/kinos/delphi-lux
  Delphi LUX
Yva Bogen - Kantstraße 10 10623 Berlin
     


11.08.
18:30
 

Berlinale Retrospektive Revisited:

      DENKE OFT AN HAWAI + Einführung!
   
 

In Kooperation mit der Deutschen Kinemathek. Einführung zu Beginn durch die Filmrestauratorin Julia Wallmüller! Die 16jährige Carmen lebt mit ihrer Mutter und ihrem Bruder im tristen Westberlin. Ihren Vater hat sie nie kennengelernt, einen puertoricanischen Soldaten, der die Mutter nach der Geburt verließ - nur zurückgelassene Postkarten und Hawai-Musik-Platten erinnern an ihn. Genaue diese beflügeln Carmens Fantasie und verhelfen ihr zu kleinen Fluchten aus dem öden Alltag. Regisseurin Elfi Mikesch verwebt in dem Dokumentarfilm geschickt die Realität mit den tropischen Traumwelten ihrer Protagonistin.

Digital restaurierte Fassung! DE 1978, R: Elfi Mikesch, Dokumentarfilm, L: 85 min., FSK: ab ab 6

     
 

City Kino Wedding im Centre Français de Berlin
Müllerstraße 74 13349 Berlin Anbindung: U-6, U-Rehberge

     http://www.citykinowedding.de/


 
12. August  


12.08.
bis
28.08.
 

  Don't look back? Woodstock 50!

         
   
 

Don’t look back? Keine Frage, das Babylon traut sich, dies klar zu beantworten: Wir feiern vom 12. bis 28. August das 50. Jubiläum des legendären, dreitägigen Festivals, der Mutter aller Rockfestivals, gebührend mit einem Best Of an 30 (Musik-) Filmen und mit einem lauten Ausrufezeichen. „Woodstock 50!“ ist eine einmalige Gelegenheit, authentisch und gemeinschaftlich zu erleben, was eine Generation bewegte und was vielleicht heute noch Gültigkeit haben kann: Make love, not war.

Babylon proudly presents: Jimi Hendrix (Rockumentary 1973 von Joe Boyd), Janis Joplin (“Janis – Little Girl Blue”, “The Rose” mit Bette Midler), Crosby, Stills, Nash & Young (“Blutige Erdbeeren”),The Who (“Quadrophenia”, “Almost Famous”), Greatful Dead (“Zabriskie Point”), Arlo Guthrie (“Alice’s Restaurant”), Bob Dylan („Dont look back“von dem am 1. August 2019 verstorbenen Regisseur D. A. Pennebaker), Frank Zappa (“Frank Zappa – Eat That Question”), Iggy Pop (“Gimme Danger”), The Doors (1991 von Oliver Stone; “The Doors – When You’re Strange”), Rolling Stones (“Gimme Shelter”), The Beatles (“Eight Days A Week”).

Die 1960er Jahre waren, was Kunst und Kultur betrifft, revolutionär. Die USA waren das Epizentrum, Woodstock der klare Höhepunkt. „Woodstock“ von Michael Wadleigh ist die über dreistündige Dokumentation des Festivals. Ang Lee’s „Taking Woodstock“ erzählt genial von allem außerhalb des Festivals. Das Babylon zeigt außerdem mit Pennebaker’s Dokumentation „Monterey Pop“ einen wichtigen Woodstock-Vorläufer und mit „Rolling Stones on Tour: Gimme Shelter“, wie Flower Power auf dem Altamont Speedway seinen Niedergang fand.

Musik war für diese Generation zentral und hatte eine Message. Sie reflektierte die politischen Ereignisse wie den Vietnamkrieg und beeindruckent auch als Filmscore bei „Hair“ und „Apocalypse Now Vietnam“.

Timothy Grossman, Babylon Geschäftsführer & Kurator von Woodstock 50!: „Es war ein Exzess, eine Ekstase, ein Ur-Schrei, eine Befreiung vom Gehorsam gegenüber der autoritären Tradition. Film, Musik, Mode, Literatur, Lebensweise wurden in dieser Zeit radikal verändert. Heute wissen wir, Woodstock war ein Höhepunkt, vielleicht der Höhepunkt eines Aufbruchs. Eine Renaissance

Hat sich die Hoffnung erfüllt? Leben wir heute in einer besseren Welt? Eher nicht. Ernüchterung hat sich breit gemacht.

Für manche bleiben bunte Clowns. Andere sehen eine selten wieder erreichte Wahrhaftigkeit und künstlerische Meisterschaft. Mit dem Blick von damals ist unsere heutige Wirklichkeit eher konform, mutlos und konventionell.

Die Illusion ist eine Blase. Sie entspringt einer düsteren Wirklichkeit und spiegelt sie in verzerrten bunten Farben. Es ist wie die Jugend…. alles fängt damit an.“

Alle Filme: Alice's Restaurant, Apocalypse Now Vietnam, The Beatles: Eight Days A Week, Blow Up, Blutige Erdbeeren, Don’t Look Back, The Doors, The Doors – When You're Strange, Easy Rider, Fast Berühmt, Forrest Gump, Frank Zappa - Eat That Question, Gimme Danger, Hair, How I Won the War, Janis – Little Girl Blue, Jimi Hendrix, Love & Mercy, Monterey Pop, Not Fade Away, Quadrophenia, Die Reifeprüfung/ The Graduate, Rolling Stones on Tour: Gimme Shelter, The Rose, Taking Woodstock, Woodstock (1970), Zabriskie Point

https://babylonberlin.eu/programm/festivals/woodstock-50

     
    Babylon Kino
Rosa-Luxemburg-Straße 30, 10178 Berlin
      http://www.babylonberlin.de/


12.08.
22.00
 

 Mongay Preview: Late Night

      
 

Seit über 30 Jahren ist Katherine (EMMA THOMPSON) das Gesicht der Talkshow „Tonight with Katherine Newbury“ – von ihren Kollegen geschätzt und ihrem Publikum verehrt. Doch hinter den Kulissen ist sie eine überhebliche Egomanin. Als ihr vorgeworfen wird, eine „Frauenhasserin“ zu sein, lässt sie spontan die unerfahrene Quereinsteigerin Molly (MINDY KALING) einstellen – als erste Frau in ihrem Autorenteam. Doch die Quoten brechen unerbittlich ein und Katherine soll durch einen angesagten Comedian ersetzt werden. Um ihren Kopf zu retten, bleibt ihr nichts anderes übrig, als ihre Late Night Show in Rekordzeit aufzupeppen. Dabei erweist sich die zielstrebige Molly als echter Glücksgriff. Sie setzt alles daran, ihrer unnahbaren Chefin ein Update zu verpassen – selbst wenn es sie ihren Job kosten sollte!

Genre: Drama Komödie Land/Jahr: USA 2019 Regie: Nisha Ganatra Darsteller/innen: Emma Thompson, Mindy Kaling, John Lithgow, Reid Scott, Hugh Dancy Drehbuch: Mindy Kaling Min.: 102 Fsk: Verleih: eOne

https://www.youtube.com/Trailer

    Kino International
Karl-Marx-Allee 33 10178 Berlin
      https://www.yorck.de/kinos/kino-international


 
13. August  


13.08.
21:00
 

 A Thought of Ecstasy in Anwesenheit des Regisseurs RP Kahl

         
  Es ist Hochsommer im August 2019: Frank liest ein neu erschienenes Buch, einen Tagebuchroman, der ihn an Marie erinnert – seine große Liebe, die vor 20 Jahren plötzlich aus Deutschland in die USA verschwand. Er lässt kurzentschlossen sein altes Leben hinter sich und begibt sich auf die Suche nach der alten Flamme, die ihn in die Wüste der von Misstrauen und Paranoia geprägten USA führt. Anhand der im Buch beschriebenen Orte sucht er in erdrückender Hitze nach Marie und trifft im Death Valley auf verschiedene Charaktere, darunter die mysteriöse und faszinierende Nina. Das Hauptaugenmerk legt Regisseur RP Kahl bei »A Thought of Ecstasy« klar auf die Atmosphäre: zwischen Pulp und Noir angelegt, verdichten sich beinahe grelle Wüstenbilder, Neon-Traumsequenzen und eindringliche Musik zu kruden und ekstatischen Momentaufnahmen, bei denen die Stimmung zu kochen beginnt. Zwischen Traum und Realität nimmt Frank wie in Trance lockere Handlungsfäden des Romans auf, folgt Hirngespinsten und vermeintlichen Erinnerungen. In SM-Fantasien, Sexvideos, Machtdemonstrationen und Verführung löst sich die Realität auf. Hingebungsvolle Darsteller, eine Handlung, die niemals völlig eindeutig ist, und die Atmosphäre verschmelzen zu einer völligen Auflösung von Traum und Realität, Fiktion und Vergangenheit.

»A Thought of Ecstasy« Deutschland/USA/Schweiz 2017, 90 min, Regie: RP Kahl

Das Besondere am Datum der Vorführung ist, dass es sich um den selben Tag handelt, an dem die Filmhandlung spielt: den 13. August 2019
     
    Moviemento Kino
Kottbusser Damm 22
Kinokasse: 692 47 85
      http://www.moviemento.de/


13.08.
20:00
 

Berlin Sci-fi Filmfest - re.Run 6

         
   
 

Duration: 100 min All films English or English subtitles Directors: James Villeneuve, Jen Tamayo Jörfjord, Anthony Ferraro, Joel Erkkinen, Andre Gaumond, Jupe Louhelainen

The Ticket (Canada, James Villeneuve) Peri Foon (Sweden, Jen Tamayo Jörfjord) Galactic Galaxy: The Series (USA, Anthony Ferraro) Astroknot (USA, Joel Erkkinen) SWAP (Canada, Andre Gaumond) Nightsatan and the Loops of Doom (Finland, Jupe Louhelainen)

Q&A with the Festival Directors of Berlin Sci-fi (Anthony Straeger – Alex Pfander – Jack O’Shay). For more information about the festival please visit us @ berlinscifi.com and please join us on facebook @berlinscifi. We also have our Merchandise shop @ supergeek.de/en/BSFF/ All the films screened are in English or with English subtitles.

    http://ilkino.de/
  Il Kino
Nansenstraße 22, 12047 Berlin
     


 
14. August  


14.08.
22.00
 

 Mongay: Once upon a time ... in Hollywood

      
 

Genre: Komödie Drama Land/Jahr: USA 2019 Regie: Quentin Tarantino Darsteller/innen: Leonardo DiCaprio, Brad Pitt, Margot Robbie, Luke Perry, Damon Herriman Drehbuch: Quentin Tarantino Min.: 159 Fsk: Verleih: Sony Pictures Entertainment Deutschland Festival: Festival De Cannes - Wettbewerb

Der Film spielt im Los Angeles von 1969, zu einer Zeit, als alles im Umbruch ist. Auch TV-Star Rick Dalton (LEONARDO DICAPRIO) und sein langjähriges Stunt-Double Cliff Booth (BRAD PITT) müssen sich in einer Branche zurechtfinden, die sie kaum mehr wiedererkennen.

https://www.youtube.com/Trailer

    Kino International
Karl-Marx-Allee 33 10178 Berlin
      https://www.yorck.de/kinos/kino-international


14.08.
19:30
 

  Metropolis LIVE Babylon Orchester Berlin

         
   
 

Wie kein anderer Film repräsentiert METROPOLIS die Blüte des deutschen Stummfilms made in Berlin – Babelsberg. Die Elektrizität brachte die Dinge in Bewegung, brachte die Nächte und den Asphalt zum Leuchten. Der Motor trieb das Automobil und das Aeroplan, mit dem Fahrstuhl wuchsen die Wolkenkratzer. Durch den Kinematographen wurde die Vision / Illusion einer zukünftigen Metropole an die weißen Wände der Kinopaläste geworfen und das Volk stieg aus den Katakomben empor und forderte seinen gerechten Anteil. Eine neue Ära war geboren und wird durch das Babylon Orchester Berlin im 1929 gebauten Babylon in altem/neuen Glanz auf der Gold umrahmten Leinwand zum Leben erweckt.

D 1927, R: Fritz Lang mit Brigitte Helm, Alfred Abel, 151 Min. live Babylon Orchester Berlin. Dirigent Marcelo Falcão

90 Jahre Babylon. Metropolis. Mit Originalmusik von Gottfried Huppertz LIVE begleitet vom Babylon Orchester Berlin. Dirigent Marcelo Falcão Tickets: 25,-

     
    Babylon Kino
Rosa-Luxemburg-Straße 30, 10178 Berlin
      http://www.babylonberlin.de/


14.08.
19:00
 

  Cine En Espanol: LA FLOR

        Einführung von Julieta Zarankin (INVASION – Argentinisches Filmfestival)
   
 

Zehn Jahre lang hat der argentinische Regisseur Mariano Llinás an seinem knapp 14-stündigen Epos gearbeitet, und das Ergebnis zählt unbestritten zu den außergewöhnlichsten Kinoereignissen des Jahres. Eine Serie für die Leinwand, eine verspielte, vor Ideen berstende Hommage an das Kino und das Geschichtenerzählen überhaupt. Jede Episode bezieht sich auf ein klassisches Filmgenre, das Llinás genüsslich dekonstruiert und dem er zugleich huldigt.
Wir zeigen die ersten beiden Episoden im Rahmen unserer Reihe von Cine en español:

Episode 1 ist eine Hommage auf die B-Filme der 60er und 70er Jahre – 80 Minuten
Episode 2 huldigt dem Musical mit einem geheimnisvollen Touch – 134 Minuten

La Flor Regie: Mariano Llinás, mit Elisa Carricajo, Pilar Gamboa, Valeria Correa, Laura Paredes, Argentinien 2018, 837 Min, OmU verschiedene Sprachen mit englischen Untertiteln, FSK: k.A.

https://vimeo.com/Trailer

    Neues Off
Hermannstr. 20 12049 Berlin
     https://www.yorck.de/kinos/neues-off


14.08
21:00
 

Queer Filmnacht: Heute oder Morgen

   
 

Sommer in Berlin. Zwei Berliner*innen und eine britische Studentin: Maria, Niels und Chloë. Drei junge Menschen in ihren Zwanzigern, die sich lustvoll durch Berlin treiben lassen und gemeinsam in ein unbekümmertes Liebesdurcheinander stürzen. Übermütig geben sie dem Leben die Sporen und greifen nach allem, wonach ihnen gerade der Sinn steht. Ihr einziger Kompass scheint der Genuss, den sie miteinander empfinden, was auch perfekt funktioniert, bis Chloë ungewollt schwanger wird. Verunsicherung und Wut, Eifersucht und Zweifel brechen sich Bahn. Eine Abtreibung wird geplant und wieder verworfen. Wer darf eigentlich wann und über was mitreden?

Heute oder morgen Genre: Drama Land/Jahr: D 2019 Regie: Thomas Helm (Ein kleiner Augenblick des Glücks/2012) Darsteller/innen: Paula Knüpling, Maximilian Hildebrandt, Tala Gouveia, Hans Jochen Wagner, Leonard Kunz, Oliver Moser Drehbuch: Thomas Helm Min.: 93 Fsk: Verleih: Salzgeber Festival: Internationale Filmfestspiele Berlin - Perspektive Deutsches Kino

https://vimeo.com/Trailer

     
    https://www.yorck.de/kinos/delphi-lux
  Delphi LUX
Yva Bogen - Kantstraße 10 10623 Berlin
     


 
15. August  


15.08.
bis
17.08.
 

Berliners

       
   
  Spanien / Deutschland 2019 | 80 Minuten | Deutsch, Spanisch und Englisch mit englischen Untertiteln | Dokumentarfilm | R/K: Alba Fortuny Julià

Berlin gilt weltweit als „City of Freedom“. Hier zu leben, stellt für zahllose, vor allem junge Menschen das höchstmögliche Ideal dar. Zehntausende von ihnen sind schon da, sie üben sich in allen nur denkbaren Experimenten – in künstlerischer oder esoterischer, in kollektiver oder individueller Form. Musik, Sex und Drogen spielen eine zentrale Rolle. Manche Utopie endet dabei auch in der Sackgasse. Die Spanierin Alba Fortuny Julià war lange Teil dieser quirligen Szene, wohnt jetzt aber wieder in Barcelona. Ihr Film stellt eine spannende, dabei stets kritische Bestandsaufnahme des Melting Pots namens Berlin dar.

Alba Fortuny Julià wird zu allen Vorführungen anwesend sein und ihren Film anschließend zur Diskussion stellen!

https://www.youtube.com/Trailer
    http://brotfabrik-berlin.de/
Brotfabrik
Caligariplatz 1, 13086 Berlin
     


 
16. August  

 
17. August  


17.08.
22:30
 

Crawl

          Horror im Rollberg
 

Axel (Johannes Kienast) wohnt in einer kleinen Siedlung, die Bewohner dort sind arm und wer arm ist, braucht Glück. Deshalb arbeiten sie tagsüber im Hühnerhof und abends wetten und spielen sie sich um Kopf und Kragen. Dabei wird Manne (Sascha Alexander Gersak), Besitzer des Hühnerhofs und des örtlichen Spielcasinos, zu einem extrem mächtigen Mann. Axel hat so hohe Spielschulden bei ihm, dass er alles tun muss, was Manne von ihm will. Also arbeitet er als Hausmeister in dessen Villa und kann dabei immerhin seine Jugendliebe Jenny (Emilia Schüle) sehen, die jetzt aber Mannes Freundin ist. Um all dem zu entkommen, flüchtet sich Axel in seine Fantasie. In seiner Datsche hat er die ganze Siedlung als Modell aus Papier nachgebaut. Hier ist er der König. Hier hat er das Sagen. Hier rettet er Jenny vor Manne und schlägt den Bösewicht in die Flucht. Doch dann findet Axel einen Freund: Seinen Nachbarn Heiner (Christian Grashof), ein Eigenbrötler, der ständig Karl May zitiert und sich gerne mit einem Huhn unterhält. Erst gemeinsam werden sie Mannes Imperium zu Fall bringen.

Genre: Drama Land/Jahr: DK/NL/S/TÜR 2018 Regie: Isabella Eklöf Darsteller/innen: Victoria Carmen Sonne, Lai Yde, Thijs Romer Drehbuch: Johanne Algren, Isabella Eklöf Min.: 92 Fsk: 18 Verleih: Drop-Out Cinema Festival: Sundance Film Festival

https://www.youtube.com/Trailer

    https://yorck.de/kinos/rollberg
  Rollberg Kino
Rollbergstr. 70 12049 Berlin
     


 
18. August  


18.08.
18:00
 

Koudelka: Shooting Holy Land in Anwesenheit des Regisseurs

         
   
 

Der tschechische Fotograf Josef Koudelka wuchs hinter dem Eisernen Vorhang auf und wurde berühmt mit seinen ikonischen Fotos vom Einmarsch der sowjetischen Truppen in Prag 1968. Fast 50 Jahre später steht Koudelka fassungslos vor der neun Meter hohen Mauer, die Israel in der Westbank errichtet hat. Er beginnt ein über vier Jahre dauerndes Fotoprojekt in der Region.

Dokumentarfilm von Gilad Baram · 72 min · Deutschland, Tschechien 2017 OmeU - Englisch mit englischen Untertiteln

    http://ilkino.de/
  Il Kino
Nansenstraße 22, 12047 Berlin
     


18.08.
18:30
 

Berlinale Retrospektive Revisited:

      GLÜCK MEINER SCHWESTER + Einführung!
   
 

In Kooperation mit der Deutschen Kinemathek Mit Einführung! Eigentlich sind Christian und Ariane ein Paar. Dann aber entwickelt Christian Gefühle für Isabel, Arianes Halbschwester. Was passiert, wenn das Gleichgewicht aus dem Lot gerät? Wie entscheiden, was glücklicher macht? Ariane zumindest will Christian nicht verlieren, aber auch Isabel hofft endlich auf ihr Glück. Die Berliner Schule-Regisseurin Angela Schanelec inszeniert eine Dreiecksgeschichte fernab jeglicher Dramatik. Inmitten städtischen Raumes und dröhnendem Verkehrslärm erkundet sie das ängstliche Bangen dreier Menschen. .

DE 1995, R: Angela Schanelec, D: Anna Bolk, Angela Schanelec, Wolfgang Michael u.a., L: 84 min., FSK: ab 0

     
 

City Kino Wedding im Centre Français de Berlin
Müllerstraße 74 13349 Berlin Anbindung: U-6, U-Rehberge

     http://www.citykinowedding.de/


18.08
19:00
 

AXEL DER HELD

   
 

Kinotour in Anwesenheit von Regisseur Hendrik Hölzemann. Mit anschließendem Filmgespräch.

Es war einmal... Nein. Axels Leben ist wahrlich kein Märchen. Dürfen wir vorstellen? Axel: Hasenfuß, Spinner, Tagträumer. In seiner selbstmodellierten Fantasiewelt ist alles so viel besser als in der Realität. Hier lässt er sich nicht von Manne, dem Besitzer der örtlichen Hühnerfarm und des Spielcasinos, knechten. Hier hat er keine Spielschulden und muss auch keine Klos schrubben. Die Bewohner der kleinen Siedlung verarschen ihn nicht, Tante Vera hält endlich mal ihren Mund und die süße Jenny ist ihm komplett verfallen. Genug geträumt! Als Axel im schrulligen Karl-May-Fan Heiner einen „Blutsbruder“ findet, wendet sich das Blatt. Wie Winnetou und Old Shatterhand stellen sie sich ihren Feinden und dem echten Leben. Howgh!

mit Johannes Kienast, Christian Grashof, Emilia Schüle, Sascha Alexander Geršak eine Produktion von Ostlicht Filmproduktion Regie: Hendrik Hölzemann Drehbuch: Hendrik Hölzemann und André Bergelt Kinostart: 15. August 2019 Im Verleih von W-film

     
    https://www.yorck.de/kinos/delphi-lux
  Delphi LUX
Yva Bogen - Kantstraße 10 10623 Berlin
     


18.08
20:00
 

LOVE AND BANANAS

         Deutschlandpremiere der Dokumentation in Anwesenheit der Elefantenschützerin Lek Chailert
   
 

Was für viele Touristen in asiatischen Ländern zu einem Urlaubs-Highlight gehört, hat eine grausame Kehrseite. Jeder Elefant, der Touristen spazieren trägt oder Zirkuskunststücke vorführt, hat zuvor die entsetzliche Prozedur des „Phajaan“ durchlitten: Elefantenbabys werden von der Mutter getrennt und mit exzessiver Brutalität gefoltert, bis ihr Wille gebrochen ist. Saengduean „Lek“ Chailert hat es sich zur Aufgabe gemacht, die charismatischen Dickhäuter zu schützen. Rund 80 gerettete Elefanten und viele andere Tiere leben mittlerweile in dem von ihr gegründeten, paradiesisch anmutenden Elephant Nature Park, der Volunteers und Besucher aus der ganzen Welt anzieht. Darüber hinaus haben Lek und ihre Mitstreiter einen Bewusstseinswandel in Gang gesetzt, der weit über die Grenzen Thailands hinaus reicht. Ihrem „Saddle Off“ – Konzept für elefantenfreundlichen Tourismus ohne Reiten und Kunststücke haben sich mittlerweile etliche Elefantencamps angeschlossen.

Der Film LOVE AND BANANAS zeigt die abenteuerlichen Umstände einer Elefantenrettung in Thailand und porträtiert zugleich die außergewöhnliche Frau: Lek Chailert - aufgewachsen in einem thailändischen Bergdorf und längst eine internationale Ikone des Elefantenschutzes - berührt Menschen auf der ganzen Welt mit ihrem Einsatz für die bedrohten Dickhäuter. Die Kamera begleitet Lek und Regisseurin Ashley Bell auf einer Reise quer durch Thailand, um die geschundene Elefantendame Noi Na aus einem Trekking-Camp für Touristen zu retten.

Für ihre Arbeit hat Lek Chailert etliche internationale Auszeichnungen erhalten: Das TIME Magazine führt sie in der Liste der „Heroes of Asia“, Hillary Clinton zeichnete sie 2010 als eine von sechs „Women Heroes in Global Conservation“ aus, die Ford Foundation hat sie als „Hero of the Planet“ gewürdigt. Auf Einladung von Emmanuel Macron sprach Lek Chailert 2017 vor der UN in New York.

Im Anschluss an die Deutschlandpremiere im Delphi Filmpalast berichtet Lek Chailert über die Situation der Elefanten in Thailand.

LOVE AND BANANAS (OmeU) USA/THAI/KPU 2018, Regie: Ashley Bell

     
    https://www.yorck.de/kinos/delphi-filmpalast
  Delphi Filmpalast am Zoo
Kantstraße 12a 10623 Berlin-Charlottenburg
     


 
19. August  


19.08.
20:00

  Ich war zuhause, aber – mit Gast
   
   
Eine Woche war Astrids dreizehnjähriger Sohn Phillip verschwunden. Nun kehrt er wieder nach Hause zurück, wortlos, ohne Erklärungen, mit verletztem Fuß. Über die Gründe seines Verschwindens können Astrid und Phillips Lehrer nur mutmaßen. Was hat er gesucht, ein Ausgeliefertsein an die Natur, eine Annäherung an den Tod, ausgelöst durch den Tod seines Vaters? Langsam setzt die Normalität des täglichen Lebens sich wieder in Gang. Phillip probt mit seiner Klasse ein Stück von Shakespeare, Hamlet. Astrid geht ihrem Beruf im Berliner Kunstbetrieb nach, sie kauft ein Fahrrad, sie kümmert sich um Phillip und seine kleine Schwester. Doch sie trägt schwer an der Einsicht, dass ihr Sohn ein eigenes Leben führt, dass ihr Einfluss begrenzt ist. Als sich Philipps Wunde entzündet und er mit einer Blutvergiftung ins Krankenhaus kommt, liegen bei Astrid die Nerven blank. Aber die Kinder wenden sich nicht ab. Das Gefüge der Familie zerfällt, um sich neu zu bilden.

DE 2019, 105 Min., Regie, Schnitt & Buch: Angela Schanelec Kamera: Ivan Marković mit: Maren Eggert Jakob Lassalle, Clara Möller, Franz Rogowski, Lilith Stangenberg, Alan Williams, Jirka Zett
   
  fsk Kino
Segitzdamm 2 10969 Berlin
  http://www.fsk-kino.de


 
20. August  


20.08.
bis
25.08.
  Rencontres Internationales Paris/Berlin Neuer Film, zeitgenössische Kunst
         
 

Von Experimentalfilmen über Videoarbeiten bis hin zu multimedialen Performances: Rencontres Internationales Paris/Berlin zeigen vom 20.–25.8.2019 im Haus der Kulturen der Welt filmische Arbeiten von internationalen Künstler*innen, darunter zahlreiche Deutschlandpremieren. Aus über 5.000 eingereichten Filmen haben die Kurator*innen Nathalie Hénon und Jean-François Rettig 110 Arbeiten ausgewählt und zeigen diese in thematischen Screeningblöcken.

Zur Eröffnung präsentiert Rencontres Internationales Paris/Berlin vier Filme als Deutschlandpremieren. In Forest on Location simulieren Persijn Broersen und Margit Lukacs den Białowieża-Wald, einen der letzten Urwälder Europas. Laura Hennos Dokumentation Djo zeigt einen geheimen Ort in Mayotte, der scheinbar von Magie beherrscht wird und in dem Mensch, Natur und Geist eine besondere Verbindung teilen. Soufiane Adel folgt mit La lumière tombe dem Dialog zwischen Vater und Sohn in eine Zukunft, in der die Arbeiterklasse nicht mehr existiert. Der argentinische Künstler Sebastian Diaz Morales erweitert den Blick in unser Universum, das nur ein minimaler Teil des Multiversums ist.

Ariane Michels Performance The Screening (2019) führt das Publikum in den nächtlichen Tiergarten. Die Zuschauer*innen sitzen im Dunkeln des Waldes , die Sounds und Bilder der realen Natur vermischen sich mit denen auf der Leinwand. Die Filmemacherin Ulrike Ottinger präsentiert als Carte Blanche den für sie prägenden Film Mr. Freedom in Korrespondenz zu ihrer im HKW laufenden Ausstellung Paris Calligrammes. Eine Erinnerungslandschaft von Ulrike Ottinger. William Kleins Politsatire und sein kritischer Blick auf das amerikanische militärische Engagement sind auch heute noch aktuell. Ein dystopisches biologisches Labor entdeckt Laure Prouvost in Shed a Light. Die Turner-Preisträgerin  und diesjährige Vertreterin Frankreichs bei der Venedig Biennale zeigt in ihrer Arbeit einen Raum, in dem die Natur angeblich von der Menschheit übernommen wurde. Das Video ist eine Ode an das Überschreiten von Grenzen. Dora Garcías Filmessay Segunda Vez rekonstruiert Happenings des Psychoanalytikers Oscar Masotta, den der Militärputsch in Argentinien 1976 ins Exil zwang. Die Künstlerin kombiniert scheinbar unterschiedliche Szenen, die jedoch durch Wiederholung und Beobachtung verbunden sind.

Der Abschlussfilm am Sonntag verspricht wieder eine hochkarätige Film-Überraschung, Im vergangenen Jahr zeigte das Festival Jean-Luc Godards Image Book in deutscher Erstaufführung. Auch in diesem Jahr laden wir Sie herzlich ein, sich zum Abschluss am 25. August um 19h überraschen zu lassen.

Begleitend zu den Filmen diskutieren Künstler*innen, Publikum und Fachleute in Artist Talks und Workshops, welche grenzüberschreitenden filmischen Ansätze es heute zu entdecken gilt.

     
    http://www.art-action.org/
  Haus der Kulturen der Welt
John-Foster-Dulles-Allee 10 10557 Berlin
     
20.08.
20:30
  Kurz.Film.Tour. – Deutscher Kurzfilmpreis 2019 Programm II
      
   
 

Auch in diesem Jahr schickt die AG Kurzfilm die Preisträger und Nominierten des Deutschen Kurzfilmpreis auf Tournee. Traditionell machen sie auch im Lichtblick Station. An drei Abenden zeigen wir alle Nominierten und Gewinner.

in Anwesenheit der Regisseure Jon Frickey und Istvan Gyöngyösi; Moderation: Franziska Kache (AG Kurzfilm)

  http://www.kurzfilmtournee.de/

     
  Lichtblick-Kino
Kastanienallee 77 / 10435 Berlin
      http://www.lichtblick-kino.org/
 


20.08.
18:00

  Angela Schanelec und Dane Komljen zu Gast:
       ICH WAR ZUHAUSE, ABER... & ALL THE CITIES OF THE NORTH
   
  Wir freuen uns, Angela Schanelec (Regie: ICH WAR ZUHAUSE…ABER) und Dane Komljen (Regie: ALL THE CITIES OF THE NORTH. Schauspieler: ICH WAR ZUHAUSE…ABER) zu einer Publikumsdiskussion zu begrüßen, in der die beiden über ihr filmisches schaffen und Danes Rolle in ICH WAR ZUHAUSE sprechen werden. Vorher zeigen wir eine Double Bill mit ICH WAR ZUHAUSE und ALL THE CITIES OF THE NORTH 18h: All The Cities of the North 20hr: Ich war zuhause...aber
    http://www.wolfberlin.org/howlingwolf
  Wolf Kino
Weserstraße 59, 12045 Berlin
    https://wolfberlin.org/


20.08.
bis
22.08.

  Karrabing Film Collective
   
   
  Das Karrabing Film Collective ist ein indigenes Medienkollektiv, das sich 2008 gründete und am oberen Ende des Northern Territory in Australien seinen Sitz hat. Es versteht sich als Basisbewegung, die ihre ästhetische Praxis als Mittel zur Selbstorganisation nutzt. Ihre Filme zeigen ihr Leben, schaffen Verbindungen zu ihrem Land und greifen in das globale Bild von Indigenität ein. Die künstlerische Sprache des Karrabing Film Collective, die sich zwischen Fiktion und Dokumentation sowie zwischen Geschichte und Gegenwart bewegt, kann als neue Form des kollektiven indigenen Handelns verstanden werden. Das Medium Film ist eine Form der Überlebensstrategie – eine Weigerung, das eigene Land zu entäußern und ein Mittel zur Erforschung gesellschaftlicher Bedingungen der Ungleichheit.

Di, 20.8., 18h, im Innenhof des silent green, Berlin-Wedding
Eröffnung der Installation „24 Hours“ des Karrabing Film Collective
Das Audio- und Videoprojekt untersucht die alltäglichen Hindernisse, mit denen indigene Familien konfrontiert sind, wenn sie sich durch einen gewöhnlichen Tag bewegen. Vier Videopanels sind so angeordnet, dass sie dem Weg der Sonne folgen. Stimmen aus der Vergangenheit dringen aus dem Boden und verbinden sich mit Liedtexten und Musik, die unter der Leitung der jüngeren Mitglieder des Kollektivs entstand, zu einer Klanglandschaft. 
Die Installation ist außerdem von Mi, 21.08. bis So, 25.08. zwischen 11 und 20h zu sehen.

Di, 20.8., 20h, in der Kuppelhalle des silent green, Berlin-Wedding, zu Gast: Ethan Jorrock, Angelina Lewis, Elisabeth A. Povinelli und Kieran Sing
THE MERMAIDS, OR AIDEN IN WONDERLAND   Australien 2018   OF 27’
NIGHT TIME GO   Australien 2017   OF 31’
THE MERMAIDS, OR AIDEN IN WONDERLAND, der jüngst im Forum Expanded zu sehen war, zeigt eine nicht allzu ferne Zukunft, in der es Europäer*innen nicht mehr möglich ist, für längere Zeit im Freien zu überleben. Nur indigene Menschen scheinen in der Lage, in den vom Kapitalismus vergifteteten Landschaften zu existieren.
NIGHT TIME GO verbindet Reenactments mit Archivmaterial und widmet sich den Verhaftungen von Indigenen während des 2. Weltkrieges.

Mi, 21.8., 20h, im Kino Arsenal, zu Gast: Ethan Jorrock, Angelina Lewis, Elisabeth A. Povinelli und Kieran Sing
THE JEALOUS ONE   Australien 2017   OF 29’
WUTHARR, SALTWATER DREAMS   Australien 2016   OF 29’
THE JEALOUS ONE basiert auf einer traditionellen Geschichte und verbindet zwei Handlungsstränge, die sich in einem dramatischen Ende treffen. Dabei fragt der Film, wer der titelgebende Eifersüchtige heutzutage ist.
Mithilfe einer Reihe von Rückblenden erzählt WUTHARR, SALTWATER DREAMS vom Streit einer indigenen Großfamilie über die Ursache eines Motorschadens, der ihr Boot lahmlegt und sie im Busch zurücklässt. Die Familienmitglieder stellen Vermutungen an: Die Anwesenheit der Ahnen, die staatliche Gesetzgebung und der christliche Glaube sollen an dem Zwischenfall die Schuld tragen.

Do, 22.8., 20h, im Kino Arsenal, zu Gast: Ethan Jorrock, Angelina Lewis, Elisabeth A. Povinelli und Kieran Sing
WINDJARRAMERU (THE STEALING C*NT$)   Australien 2015   OF 36’
WHEN THE DOGS TALKED   Australien 2014   OF 34’
WINDJARRAMERU bringt indigenes Geschichtenerzählen mit modernen Sorgen um Umweltzerstörung und Drogenmissbrauch zusammen: eine Gruppe junger indigener Männer hält sich in einem durch Chemikalien kontaminierten Sumpf versteckt, nachdem sie fälschlicherweise beschuldigt wurden, Bier gestohlen zu haben.
WHEN THE DOGS TALKED mischt Dokumentarisches und Fiktion zu einem nachdenklichen, humorvollen Drama über die Schwierigkeiten, die indigene Gemeinschaften haben, innerhalb der Grenzen der modernen weißen Kultur zu leben und gleichzeitig ein Gefühl für ihre eigenen Traditionen und ihre Beziehung zum Land zu bewahren.

Der Eintritt für die Installation sowie das Filmprogramm im silent green ist frei. 

     
  silent green Kulturproduktionen GmbH & Co. KG
Gerichtstraße 35 13347 Berlin
    https://www.silent-green.net/


 
21. August  


21.08.
20:30 bis 23:30
  Open Screening – Plattform für Filmemacher/innen & Filmfans
   
  Was dem Slam Poeten das Open Mic, das ist für die Filmszene das Open Screening! Hier können Filmemacher – ohne Anmeldung, ohne Vorauswahl, ohne Jury – Kurzfilme von maximal 20 Minuten, an deren Produktion sie irgendwie beteiligt waren, im Kino präsentieren. Unerwünschte Inhalte können vom Publikum mit mehrheitlich gezeigter roter Karte gestoppt werden.Das ganze funktioniert somit sozusagen wie ein spontanes Filmfestival, bei dem ausschließlich Filmemacher und Publikum bestimmen, was gezeigt wird.

Ein kurzes Q&A nach jedem Film ermöglicht es Filmemachern und Publikum ins Gespräch zu kommen. Von Drama, Comedy, Musikvideo, Reportage, Doku, Animation bis Experimental u.v.m. ist jedes Genre möglich. Das Open Screening versteht sich als Plattform für Filmemacher und Film­fans – z.B. um Filme zum ersten Mal vor Zuschauern zu testen, um ein Feedback zu erhalten, um Filme überhaupt einem Publikum zugänglich zu machen oder um Kontakte für zukünftige Projekte zu knüpfen. Mögliche Filmformate: Blue Ray, DVD, AVI File, MPG2, MOV, MPG4, bzw. alles, was mit dem VLC-Player abspielbar ist. Moderation: Abbas Saberi. Das Open Screenning findet an jedem dritten Montag im Monat statt.

Open Screening Film des Jahres! Erstmals wird ein Preis für den besten "Open Screening Film des Jahres" verliehen! Es werden vier nominierte Filme vorgestellt, aus denen das Publikum im Freiluftkino den Siegerfilm wählt. Der dotierte Preis hat einen Wert von 1.000 Euro zur Produktion für einen neuen Film. Unterstützt von 25p Cine Support Berlin.


Über 20 Jahre Open Screening in Berlin! Seit mehr als zwanzig Jahren gibt es das Berliner Open Screening nun schon! Gegründet wurde es 1997 im Umfeld des Underground-Filmfestivals "Circles of Confusion". Inzwischen findet das Open Screenning an jedem dritten Mittwoch im Monat bei freiem Eintritt im Sputnik Kino statt.

Filmabgabe: 20:00 Uhr Screening nominerte Filme & Preisverleihung: 20.30 Uhr Open Screening: 21 Uhr
     
    http://openscreening.de/
  Freiluftkino Insel im Cassiopeia
Revaler Str. 99, 10245 Berlin-Friedrichshain
Eintritt 4 Euro (Eintritt frei für Filmemacher, die einen Film präsentieren)
     https://www.facebook.com/events/474799083349896/


21.08.
19:30
 

PREMIERE ZUM KINOSTART: DIE EINZELTEILE DER LIEBE

      + Filmteam zu Gast!
   
 

Kurz nachdem Sophie hochschwanger von ihrem Freund sitzengelassen wird, lernt sie Georg kennen – und lieben. Georg wird für den neu geborenen Jakob wie selbstverständlich zum Vater. Die zusammengesetzte Familie hat mit den üblichen Problemen moderner Eltern zu kämpfen: Wer darf arbeiten, wer kümmert sich ums Kind? Wie viel Freiheit ist noch erlaubt, wie viel Selbstaufgabe muss sein? Und wo bleibt bei alledem die Leidenschaft? Ein paar Jahre später sind Georg und Sophie getrennt. Jakob ist sechs Jahre alt, die Eltern kämpfen verbissen um das Sorgerecht. Ausgerechnet Sophies neuer Partner fängt an, zwischen den Fronten zu vermitteln. Miriam Bliese erzählt in ihrem Debütfilm klug, humorvoll, mit viel Zärtlichkeit für ihre Figuren und mit einem sehr besonderen Setting über die Komplikationen einer endenden Liebe. Eine symbolisch wichtige Rolle spielt hier eine Gegensprechanlage, aber seht selbst!

DE 2019, R: Miriam Bliese, D: Birte Schnöink, Ole Lagerpusch, Andreas Döhler, L: 97 min., FSK: ab 12

     
 

City Kino Wedding im Centre Français de Berlin
Müllerstraße 74 13349 Berlin Anbindung: U-6, U-Rehberge

     http://www.citykinowedding.de/


 
22. August  


22.08.
18:30
  Begleitprogramm “Kino der Moderne – Film in der Weimarer Republik”
       Perfomative Lesung „Filme, die ich gesehen habe“ Kinotagebücher der Weimarer Republik
   
 

um Auftakt des Veranstaltungsprogramms zur Ausstellung „Kino der Moderne“ wird ein ganz besonderer Fund präsentiert: ein Notizbuch mit persönlichen Einträgen der Leipziger Stenotypistin Charlotte Gerth. Ihre Gedanken zu Kinobesuchen ab 1931 gehören zu den selten überlieferten Zeugnissen, die Auskunft über Vorlieben und Gewohnheiten von Kinobesucher*innen in der Weimarer Republik geben. Über den Musikfilm Zwei Herzen und ein Schlag (D 1932, Wilhelm Thiele) notierte Gerth lakonisch: „Sehr schön, aber ein bißchen viel Tanz.“ Die Leihgeber*innen dieser in der Ausstellung präsentierten Notatensammlung, Kathrin Erthel und Tabea Nixdorff, präsentieren in einer performativen Lesung die Protokolle der Charlotte Gerth über die „Filme, die ich gesehen habe, und die ich noch ungefähr weiß“.

Es werden darüber hinaus weitere Journale aus dem Tagebucharchiv Emmendingen und der Deutschen Kinemathek vorgestellt, um über die Schreibkultur aus weiblicher Perspektive zur Zeit der Weimarer Republik zu diskutieren. Ausschnitte aus den in den Tagebüchern erwähnten Filmen ergänzen und illustrieren die szenische Lesung. Lesung: Katrin Erthel und Tabea Nixdorff Moderation: Annika Haupts, Deutsche Kinemathek Ort: Deutsche Kinemathek im Filmhaus am Potsdamer Platz Veranstaltungsraum 4. OG, Potsdamer Str. 2, 10785 Berlin, Eintritt frei

     
  Kino Arsenal – im Filmhaus am Potsdamer Platz
Potsdamer Str. 2, 10785 Berlin
Tel.: + 49 (0) 30 26599 - 100 ticket@arsenal-berlin.de
      http://www.arsenal-berlin.de/
 


 
23. August  


23.08.
18:00

  Congo calling  - mit anschließendem Filmgespräch.
   
   
Mit gut 500.000 Einwohnern ist Goma im 80 Millionen Einwohner Land Demokratische Republik Kongo eher eine Kleinstadt. Doch durch die Lage im äußersten Osten des Landes, ein paar Kilometer von Ruanda , aber sehr weit von der Hauptstadt Kinshasa entfernt, ist Goma das, was man gern ein „heißes Pflaster“ nennt. Während des Bürgerkriegs in Ruanda flohen Hunderttausende in die Region. Auch die Kriege im Kongo selbst destabilisierten den Osten des Landes, dazu kamen diverse Naturkatastrophen, etwa der Ausbruch eines Vulkans, der Anfang der Nuller Jahre weite Teile der Stadt zerstörte. Anders gesagt: Goma ist idealer Platz für westliche Entwicklungshilfe, die seit Jahrzehnten vor Ort aktiv ist und sich bemüht, zu helfen.
Drei dieser Helfer stehen im Mittelpunkt von Stephan Hilberts Dokumentation „Congo Calling“, die als Abschlussfilm an der Hochschule für Fernsehen und Film München begann und in Zusammenarbeit mit dem ZDF Kleines Fernsehspiel beendet wurde. Ausgangspunkt war die Freundschaft zwischen Hilbert und einem seiner Protagonisten, dem spanisch-französischen Wissenschaftler Raul, den er vor Ort und bei seinen Forschungsprojekten besuchte. Schon hier zeigte sich die Schwierigkeit, mit erheblichen Geldmitteln ausgestattet, in eines der ärmsten und auch korruptesten Länder der Welt zu kommen und zu versuchen auf Augenhöhe Forschung zu betreiben.

DE 2019, 90 Min., OmU Regie: Stephan Hilbert Kamera: Daniel Samer Schnitt: Miriam Märk
   
  fsk Kino
Segitzdamm 2 10969 Berlin
  http://www.fsk-kino.de


23.08.
bis 13.10.
  Paris Calligrammes – Eine Erinnerungslandschaft von Ulrike Ottinger
         
 

Das Paris der 1960er Jahre war nicht nur Treffpunkt Intellektueller und Kunstschaffender aus aller Welt, sondern wurde auch von dekolonialen Bewegungen und politischen Umbrüchen erfasst – von der Aufbruchsphase nach dem Zweiten Weltkrieg über den Algerienkrieg bis hin zu den Studentenprotesten von 1968.

Ulrike Ottinger, Filmemacherin, Fotografin und Weltensammlerin, zog im Alter von 20 Jahren aus dem kleinstädtischen Konstanz in die Großstadt. Die Ausstellung Paris Calligrammes – Eine Erinnerungslandschaft von Ulrike Ottinger zeigt ihr Paris der 1960er Jahre, als sie dort als bildende Künstlerin lebte. Sie zeichnet die Stadt als pulsierenden Energiestrom zwischen Traumabewältigung und Utopie Europas, als Gegenbild zu Rassismus und Fanatismus der ehemaligen Kolonialmacht Frankreich. Mit dem ihr eigenen künstlerisch-ethnografischen Blick verknüpft Ulrike Ottinger historische Berichte und bildliche Darstellungen mit ihrem persönlichen Archivmaterial und filmischen Aufnahmen.

Die Ausstellung wird begleitet von einem von der Künstlerin zusammengestellten Filmprogramm mit für sie inspirierenden Werken der Filmgeschichte: von Dokumentationen über den Algerienkrieg bis zur bitterbösen Filmsatire Mr. Freedom von William Klein, die im Stile eines Superhelden-Comics den amerikanischen Imperialismus karikiert (das vollständige Programm siehe nachstehend).
Bei den Kunst-Dialogen können Besucher*innen jeden Samstag mit einem Team studentischer Kunstvermittler*innen in der Ausstellung ins Gespräch kommen, individuelle Nachfragen stellen oder über die Ausstellungsinhalte diskutieren.

Eine gleichnamige Publikation mit Beiträgen von Aleida Assmann und Laurence A. Rickels, herausgegeben von Bernd Scherer erscheint in Deutsch, Englisch, Französisch zur Ausstellung bei Hatje Cantz. Das Buch gibt auf 192 Seiten mit 300 Abbildungen einen umfangreichen Einblick in Ulrike Ottingers Skizzenbücher und ihr Privatarchiv.

Filmprogramm
Samstag 24.8. 21h Carte Blanche für Ulrike Ottinger im Rahmen von Rencontres Internationales
Mr. Freedom
R: William Klein, FR 1969, 95 min, engl. OV
Donnerstag 29.8. 19.30h 
Petit à Petit
R: Jean Rouch, FR / NE 1971, 96 min, franz. OmE
Donnerstag 12.9. 19.30h 
La Chinoise
R: Jean-Luc Godard, FR 1967, 96 min, franz. OmE
Donnerstag 19.9. 19.30h 
Octobre à Paris
R: Jacques Panijel, FR 1962, 70 min, franz. OmE
Donnerstag 26.9. 19.30h 
La Blessure, La Tragédie des Harkis
R: Daniel Costelle, Isabelle Clarke, FR 2009, 90 min, engl. synchr. Version
Pariser Journal (Ausschnitte)
R: Georg Stefan Troller, DE 1962, 26 min, deutsche OV

Achtung! Neue Öffnungszeiten im HKW: Mi–Mo 12–19h, Do 12–22h, Di geschlossen
Tickets (inkl. Zweitbesuch): 5€/3€, Mo & unter 16 Jahren: Eintritt frei

     
    https://www.hkw.de/de/programm/projekte/2019/paris_calligrammes/paris_calligrammes_start.php
  Haus der Kulturen der Welt
John-Foster-Dulles-Allee 10 10557 Berlin
     


 
24. August  


24.08
ab 15:00
 

Filmfestival satt: Die Lange Nacht der Berliner Filmfestivals

   
 

Das Netwerk der Berliner Filmfestivals Festiwelt präsentiert die siebte Ausgabe der Langen Nacht der Filmfestivals. Am 24. August stellt es ab 15 Uhr das große Spektrum der Berliner Filmfestivals im ZUKUNFT am Ostkreuz vor. Einen Tag und eine Nacht wird Filmliebhaber*innen mit Vorführungen, Konzerten und weiteren Events eine spannende und unterhaltsame Plattform geboten. Über 20 Filmfestivals zeigen parallel in fünf Kinos rund 100 Kurz- und Langfilme aus der ganzen Welt. Im Biergarten und im Lokal wird es unter anderem hausgebrautes Bier sowie leckeres, veganes und nicht veganes Street Food geben.

Das Uranium Film Festival Berlin zeigt den Dokumentarfilm URANIUM DERBY von Brittany Prater, in dem die Recherchen einer jungen Frau über die heimliche Beteiligung ihrer Heimatstadt am Manhattan-Projekt enthüllen, dass das Thema „Atommüll“ erfolgreicher begraben ist als der Abfall selbst. In dem spannenden Kurzfilmprogramm von Russisch Dok werden sowohl die russische Geschichte als auch deren Gegenwart kritisch hinterfragt. Gruselig und abgedreht geht es im Programm des Obscura Filmfestival Berlin zu. Die Zuschauer begleiten eine Frau auf ihrem blutigen Rachefeldzug durch eine heruntergekommene Neon-Welt oder tauchen in eine Welt voller Perversion ein. Die Film:Schweiz präsentiert den Dokumentarfilm RUE DE BLAMAGE von Aldo Gugolz, in dem in einer Straße Tag für Tag ein neues absurdes Theaterstück inszeniert wird. Im Programm „Animation Attack“ greifen die Kurzfilme von interfilm Berlin an. Katzen, Fruchtfliegen und Fische, Schönheits-OP, Liebesreflektion, Fahrerflucht und Polit-Satire: 13 Animationen in unterschiedlichen Stilen zeugen von der Ausdrucksstärke der Animationskunst.
Die Russische Filmwoche Berlin präsentiert den Spielfilm HOW VIKTOR “THE GARLIC” TOOK ALEXEY “THE STUD” TO THE NURSING HOME von Alexander Hant. Der russische Roadmovie – mit dem aus LEVIATHAN bekannten Darsteller Aleksei Serebryakov – über einen Sohn und einen Vater stellt ein Ensemble von wilden Charakteren aus den untersten sozialen Schichten vor und liefert einen Kommentar zur zeitgenössischen Gesellschaft. Aber auch Serien wird es bei der Langen Nacht der Filmfestivals geben. Prachtige Films! zeigt die erste Episode von CALLBOYS von Jan Eelen und Youri Boone, die die Abenteuer von drei männlichen Prostituierten und ihrem Sekretär erzählt. Weitere filmische Höhepunkte werden von den achtung berlin – new berlin film award, der Französischen Filmwoche Berlin, 11-mm Fußballfilmfestival u. a. während der Langen Nacht der Filmfestivals in den Kinos des ZUKUNFT am Ostkreuz präsentiert.

Eintritt: 12/8 Euro

     
    http://www.festiwelt-berlin.de/7-lange-nacht-der-filmfestivals/
  ZUKUNFT am Ostkreuz
Laskerstraße 5 / Markgrafendamm 10245 Berlin
     


24.08.
19:45

  Die Einzelteile der Liebe  - mit anschließendem Filmgespräch.
   
   
Sophie und Georg lernen sich kennen und lieben, kurz nachdem Sophie hochschwanger von ihrem Freund sitzengelassen wurde. Georg wird für den neu geborenen Jakob wie selbstverständlich zum Vater. Die zusammengesetzte Familie hat mit den üblichen Problemen moderner Eltern zu kämpfen: Wer darf arbeiten, wer kümmert sich ums Kind? Wie viel Freiheit ist noch erlaubt, wie viel Selbstaufgabe muss sein? Und wo bleibt bei alledem die Leidenschaft? Ein paar Jahre später sind Georg und Sophie getrennt. Jakob ist sechs Jahre alt, die Eltern kämpfen verbissen um das Sorgerecht. Ausgerechnet Sophies neuer Partner fängt an, zwischen den Fronten zu vermitteln. In einzelnen Szenen, die alle vor derselben Haustür in Berlin spielen, lässt der Film auf elliptische Weise das Porträt einer Familie entstehen, für die Patchwork Alltag ist. Die Beteiligten verhandeln ihre Sorgen und Sehnsüchte vor Hauswänden, zwischen Pfeilern und auf Parkplätzen. Zuhause ist hier kein sicherer Hafen, sondern ein Durchgangsort, an dem es zieht. Ein lakonischer Blick auf die ganz alltäglichen Unzumutbarkeiten der Liebe.

DE 2019, 97 Min. Regie & Drehbuch: Miriam Bliese Kamera: Markus Koob Montage: Dietmar Kraus mit: Birte Schöik, Ole Lagerpusch, Justus Fischer, Falk Rockstroh
   
  fsk Kino
Segitzdamm 2 10969 Berlin
  http://www.fsk-kino.de


24.08.
22:30
 

Under The Skin (OV)

          Horror im Rollberg
 

Eine außerirdische Lebensform kommt auf die Erde und nimmt das Aussehen einer jungen, verführerischen Frau (Scarlett Johansson) an, die sich fortan Laura nennt. Das geheimnisvolle Alien ist aus einem bestimmten Grund dort gelandet: Menschenfleisch gilt auf ihrem Heimatplaneten als Delikatesse und sie hat den Auftrag, für Nachschub zu sorgen. Zu diesen Zweck fährt sie mit einem Lieferwagen quer durch die schottischen Highlands und Städe, wo sie einsamen Männern auf Parkplätzen, in schmierigen Bars und dunklen Seitenstraßen auflauert, diese verführt und anschließend ermordet. Wenn die Herren realisieren, wie ihnen geschieht, ist es bereits zu spät. Allerdings kommen auch dem Alien in Gestalt der kühlen Schönheit irgendwann Zweifel an seinem Tun...

Großbritannien, USA, Schweiz (2013), 108 min., FSK 16

https://www.youtube.com/Trailer

    https://yorck.de/kinos/rollberg
  Rollberg Kino
Rollbergstr. 70 12049 Berlin
     


24.08.
19:00

  Wilden: Jessica Sarah Rinland
       
   
  Coming right from Locarno Festival, where her latest film THOSE, THAT, AT A DISTANCE, RESEMLE ANOTHER premiered, artist filmmaker Jessica Sarah Rinland is going to present her film Black Pond, followed by a staging of materials related to the project.
BLACK POND Director: Jessica Sarah Rinland, England 2018, 43 min, English BLACK POND takes place in the diverse ecosystem of a Common in the South of England. The film explores the colonization of land, repetition of organism data collection, letters enquiring about hurricanes and complaining of squirrel shootings, agrarian and military histories, waiting for a moth to be found, pausing for a leaf, hands studying the migrant bat, depressions caused by aircraft, cassette-tape cases trapping and releasing a butterfly, a young boy skating on a frozen pond. Following the film, Rinland will detail content from a forthcoming publication related to it. She will stage moments from the Society’s yearly town hall meetings, discuss historical maps and laws, letters of complaint and footage she shot in the same location years before her encounter with them.
    http://www.wolfberlin.org/howlingwolf
  Wolf Kino
Weserstraße 59, 12045 Berlin
    https://wolfberlin.org/


24.08.
19:30
 

  Metropolis LIVE Babylon Orchester Berlin

         
   
 

Wie kein anderer Film repräsentiert METROPOLIS die Blüte des deutschen Stummfilms made in Berlin – Babelsberg. Die Elektrizität brachte die Dinge in Bewegung, brachte die Nächte und den Asphalt zum Leuchten. Der Motor trieb das Automobil und das Aeroplan, mit dem Fahrstuhl wuchsen die Wolkenkratzer. Durch den Kinematographen wurde die Vision / Illusion einer zukünftigen Metropole an die weißen Wände der Kinopaläste geworfen und das Volk stieg aus den Katakomben empor und forderte seinen gerechten Anteil. Eine neue Ära war geboren und wird durch das Babylon Orchester Berlin im 1929 gebauten Babylon in altem/neuen Glanz auf der Gold umrahmten Leinwand zum Leben erweckt.

D 1927, R: Fritz Lang mit Brigitte Helm, Alfred Abel, 151 Min. live Babylon Orchester Berlin. Dirigent Marcelo Falcão

90 Jahre Babylon. Metropolis. Mit Originalmusik von Gottfried Huppertz LIVE begleitet vom Babylon Orchester Berlin. Dirigent Marcelo Falcão Tickets: 25,-

     
    Babylon Kino
Rosa-Luxemburg-Straße 30, 10178 Berlin
      http://www.babylonberlin.de/


 
25. August  


25.08
20:30
 

ENDZEIT

          in Anwesenheit von Regisseurin und Drehbuchautorin
   
 

Zombies in der Thüringer Provinz, eine Freundschaft zwischen zwei sehr unterschiedlichen Protagonistinnen und eine Geschichte geschrieben, inszeniert und produziert von Frauen. Regisseurin Carolina Hellsgård präsentiert nach WANJA (Berlinale 2015) ihren zweiten Film. Die Weimarer Autorin Olivia Vieweg, auf deren gleichnamiger Graphic Novel der Film basiert, gibt ihr Drehbuchdebüt, das 2015 mit dem Tankred Dorst Preis ausgezeichnet wurde. Für Grown Up Films ist es nach PAULA (Regie: Christian Schwochow) die zweite Kinoproduktion. Zwei Jahre nachdem Zombies die Erde überrannt haben, sind Weimar und Jena dank eines Schutzzauns die vermutlich letzten Orte menschlicher Zivilisation. Vivi (22) und Eva (26) müssen, als sie sich schutzlos zwischen den beiden Städten auf freiem Feld wiederfinden, wohl oder übel gemeinsam den Kampf gegen die Untoten aufnehmen. Ihre Reise führt sie in die Apokalypse, in der in Abwesenheit der Menschen eine berauschend schöne Natur die Oberhand gewonnen hat.    https://www.youtube.com/Trailer

     
    http://ladenkino.de/
  b-ware! Laden Kino
Gärtnerstraße 19, 10245 Berlin
     


 
26. August  


26.08.
22.00
 

 Mongay: Queerfilmfestival

      
 

Nach einem homophoben Statement im Fernsehen wird der Vize-Schwimmweltmeister Matthias Le Goff von seinem Verband zu einem besonderen Job verdonnert: Er muss die schwule Wasserball-Mannschaft „Die glitzernden Garnelen“ trainieren und für die Gay Games in Kroatien fit machen. Besonders irritierend ist für ihn, dass es den Garnelen weniger um den Wettkampf geht, sondern vor allem darum, gemeinsam eine schillernde Zeit zu haben – und nebenbei auch noch die heißesten queeren Athleten der Welt kennen-zulernen …

Die glamuröse Sport-Komödie begeisterte in Frankreich bereits über eine halbe Million Zuschauer und läuft bei uns als Deutschland-Premiere.

ein Film von Cédric Le Gallo &amp; Maxime Govare FR 2019 | 100 Min | OmU

    Kino International
Karl-Marx-Allee 33 10178 Berlin
      https://www.yorck.de/kinos/kino-international


26.08.
19:00
  Begleitprogramm “Kino der Moderne – Film in der Weimarer Republik”
        Buddenbrooks - Mit musikalischer Begleitung und einer Filmeinführung
   
 

Im Rahmen der aktuellen Ausstellung „Kino der Moderne – Film in der Weimarer Republik“ zeigt die Deutsche Kinemathek Buddenbrooks von Gerhard Lamprecht. Der Stummfilm entstand nach der gleichnamigen Romanvorlage von Thomas Mann (1901) und wurde 1923 im Berliner Tauentzienpalast uraufgeführt. Die Deutsche Kinemathek restaurierte 1999 das erhalten gebliebene Fragment. Diese Fassung wird am 26. August in der Reihe „Filmspotting“ zu sehen sein. Gerhard Lamprecht, späterer Gründungsdirektor der Deutschen Kinemathek, adaptierte Thomas Manns im Kaufmannsmilieu angesiedelte Familiensaga als Kammerspiel. Auch wenn der Schriftsteller und Literaturnobelpreisträger Thomas Mann wegen der Verknappung der Handlung vom Ergebnis nicht vollends überzeugt war, erhielt Lamprechts Werk von der zeitgenössischen Kritik viel Lob. Das Drehbuch hatte der Regisseur gemeinsam mit Alfred Fekete und der renommierten Drehbuchautorin Luise Heilborn-Körbitz verfasst, mit der er wiederholt kooperierte. In der Ausstellung „Kino der Moderne – Film in der Weimarer Republik“ sind das Originaldrehbuch und die Korrespondenz zwischen Thomas Mann und Luise Heilborn-Körbitz zu sehen. Die Filmeinführung übernimmt Kristina Jaspers, Kuratorin der Ausstellung, die Klavierbegleitung Eunice Martins.

Buddenbrooks, D 1923, Regie: Gerhard Lamprecht, 35 mm, 85 Min.

     
  Kino Arsenal – im Filmhaus am Potsdamer Platz
Potsdamer Str. 2, 10785 Berlin
Tel.: + 49 (0) 30 26599 - 100 ticket@arsenal-berlin.de
      http://www.arsenal-berlin.de/
 


 
27. August  
 
28. August  


28.08
bis
01.09.
 

queerfilmfestival l Die besten queeren Filme des Jahres

   
 

2019 ist ein großartiges Jahr für das queere Kino! Wir freuen uns, dem Berliner Publikum 18 herausragende Filme – 13 Spiel- und 5 Dokumentarfilme – präsentieren zu können. Bei uns laufen alle Filme als Berliner Premieren. Einige Filme zeigen wir sogar als Deutschland-Premieren. Das thematische und formale Spektrum unseres Programms ist dabei so breit wie das Angebot des aktuellen queeren Weltkinos:
Es reicht vom französischen Komödien-Hit „Die glitzernden Garnelen“ über den mexikanischen Coming-of-Age-Film „This Is Not Berlin“ und das südafrikanische Musical „Kanarie“ bis zum deutschen Road-Movie „Bonnie & Bonnie“; von der lesbischen Literaturadaption „Der Honiggarten – Das Geheimnis der Bienen“ über das schwule Liebesdrama „Der Blonde“ bis zum Trans-Dokumentarfilm „Ich bin Anastasia“; vom Liebes- und Tanzdrama „Als wir tanzten“, der in Cannes gefeiert wurde, über den Coming-of-Age-Film „Giant Little Ones“, der schon in Toronto sein Publikum begeisterte, bis zu den beiden deutschen Max-Ophüls-Preisträgern „Label Me“ und „Bester Mann“; von einem Dokumentarfilm aus Israel – „Jonathan Agassi Saved My Life“ über den bekanntesten Pornodarsteller des Landes – über einen aus der Schweiz – „Madame“ über einen Jungen und seine flamboyante Großmutter – bis zu einem aus Berlin – „Rettet das Feuer“ über den Künstler und Fotografen Jürgen Baldiga. Um nur einige Highlights zu nennen …

    http://www.queerfilmfestival.net/
     
    https://www.yorck.de/kinos/delphi-lux
  Delphi LUX
Yva Bogen - Kantstraße 10 10623 Berlin
     


28.08.
21:00
 

 Frau Stern

         
  Ein Film mit Moviemento Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern vor und hinter der Kamera! Passend zum August präsentiert das Kino Moviemento die Preview des sommerlich, leichten Spielfilms »Frau Stern« in Anwesenheit der Darstellerin Kara Schröder, des Kameramanns Adrian Campean und der Regie Assistenz Julia von dem Berge

Frau Stern will sterben. Doch das Leben lässt sie nicht los. Frau Stern hat mit ihren 90 Jahren einiges erlebt. Sie hat gelernt zu lieben, ein Restaurant geführt und die Nazis überlebt. Nun hat sie die Entscheidung getroffen, genauso aus dem Leben zu gehen, wie sie es gelebt hat, nämlich selbstbestimmt. Nach mehreren tragikomisch fehlgeschlagenen Versuchen sich das Leben zu nehmen wendet sie sich an ihre Enkelin Elli. Auf der Suche nach dem Ende des Lebens bringt die junge Frau ihrer Großmutter jedoch genau das Gegenteil nahe. Die alte Dame rutscht zufällig in den Freundeskreis ihrer Enkelin hinein und ist bei jeder Neuköllner Party und Theater Performance dabei. Ungezwungen und voller Lebensfreude erlebt sie das Leben in Berlin. Eine Spätsommerkomödie über Leben, Tod und das Neukölln wie es heute ist. Anatol Schuster erhielt für seinen Film »Luft« 2018 u.a. den ‚Starter Filmpreis‘, eine Auszeichnung des Filmfest München für Filme des Regie-Nachwuchses. Der jungen, aufsteigenden Regisseur erzählte in »Luft« die Geschichte zweier Mädchen die ineinander ihre erste große Liebe finden.

»Frau Stern« DE 2019, 79 min, Regie: Anatol Schuster Darstellerinnen: Ahuva Sommerfeld, Kara Schröder Nirit Sommerfeld
     
    Moviemento Kino
Kottbusser Damm 22
Kinokasse: 692 47 85
      http://www.moviemento.de/


28.08
20:30
 

Filmreihe „Kino der Moderne – Film in der Weimarer Republik“ : M

          in Anwesenheit von Regisseurin und Drehbuchautorin
   
 

Begleitend zur Ausstellung „Kino der Moderne – Film in der Weimarer Repbulik“ im Museum für Film und Fernsehen präsentieren wir gemeinsam mit der Yorck Kinogruppe an sechs Terminen ab dem 28. August bis zum 6. Oktober ausgewählte Filmklassiker der Weimarer Republik. Gezeigt werden diese im Sommerkino Kulturforum und als Matinéevorstellungen im Delphi LUX. Die Filmeinführungen übernehmen am Ausstellungsprojekt beteiligte Mitarbeiter*innen der Deutschen Kinemathek mit „Blick hinter die Kulissen“.

M D 1931, Regie: Fritz Lang Den Auftakt sowie den Abschluss der Filmreihe zur Ausstellung „Kino der Moderne“ macht Fritz Langs erster Tonfilm M. Vor der Kulisse des nächtlich erleuchteten Potsdamer Platzes zeigen wir das Meisterwerk beim Sommerkino Kulturforum. Eine Wiederholung gibt es in der Reihe der Matinéevorstellungen im Delphi LUX am 6.10. Einführung: Peter Mänz

Ausstellung „Kino der Moderne – Film in der Weimarer Republik“, bis 13. Oktober Deutsche Kinemathek – Museum für Film und Fernsehen, Filmhaus am Potsdamer Platz, Potsdamer Straße 2, 10785 Berlin Mi bis Mo 10 bis 18 Uhr, Do 10 bis 20 Uhr, dienstags geschlossen

     
    https://www.deutsche-kinemathek.de/de/
  Sommerkino Kulturforum
Matthäikirchplatz 6, 10785 Berlin
Eintritt 9 Euro | bei Vorlage eines Ausstellungstickets „Kino der Moderne“ 7 Euro
     


 
29. August  


29.08.
18:30
  Was der Körper erinnert. Zur Aktualität des Tanzerbes The Body as Archive
           
          
 

Die Auflösung der Forsythe Company 2014 und die mit ihr verbundene Frage, wer oder was das künstlerische Erbe William Forsythes künftig weiterträgt, bewegte Michael Maurissens zu seinem Dokumentarfilmprojekt The Body as Archive, das vor allem die Rolle von Tänzer*innen als Träger*innen choreografischen Wissens fokussiert. Ein TANZFONDS ERBE Projekt – Eine Initiative der Kulturstiftung des Bundes Eintritt mit Ticket zur Ausstellung „Das Jahrhundert des Tanzes“

Film von Michael Maurissens D 2016, 50 Min., OmdU Eintritt mit Ausstellungsticket (€ 8/5)

    https://www.adk.de/
  Akademie der Künste
Hanseatenweg 10 10557 Berlin
     


29.08.
bis
08.09.
 

  StummfilmLiveFestival: 1929! Premiere Dimitri Schostakowitsch ungekürzt

         
   
 

Composer’s Cut - Das Babylon eröffnet am 29. August um 19.30 Uhr sein 10. StummfilmLiveFestival mit einer ganz besonderen Film-Musik-Premiere des Babylon Orchesters Berlin unter der Leitung des Dirigenten Marcelo Falcão: Nach 90 Jahren finden erstmals in Deutschland der von Dimitri Schostakowitsch (1906-1975) komponierte, vollständige Score und der ungekürzte Film „Das neue Babylon“ von Grigori Kosinzew (1905-1973) und Leonid Trauberg (1902-1990) in der ursprünglich gedachten Weise zusammen.

Das junge, künstlerische Trio – alle unter 30 Jahre - war ästhetisch neuartig, gewagt, provokativ. Es wollte das Publikum filmisch wie musikalisch herausfordern. Die Komposition sollte nicht, wie damals üblich, das Geschehen nur illustrieren. Schostakowitschs originale Partitur arbeitete mit innovativen Techniken, dem Kontrastprinzip und dekonstruierte sogar die Marseillaise. Nach der 2010 auf der Berlinale gefeierten Wiederentdeckung der fast vollständigen Originalfassung von „Metropolis“ erwartet das Publikum nun erneut eine besondere Premiere und sicherlich das größte Stummfilmereignis im Jahr 2019: Entdecken Sie das Frühwerk des genialen Dimitri Schostakowitsch nach 90 Jahren endlich so, wie es für den Film komponiert war.

Die Basel Sinfonietta schreibt 2011: „Mit dem Stummfilm Das neue Babylon (1929) gelang dem Regie-Duo Grigori Kosinzew und Leonid Trauberg ein zeitloses, packendes Meisterwerk, bei dem auch musikalisch keine Wünsche offen bleiben: Der Soundtrack des 22-jährigen Dmitri Schostakowitsch sprüht geradezu vor jugendlichem Übermut, Zitatwitz, Sarkasmus und Originalität.“

Die Uraufführung von „Das neue Babylon“ fand am 18. März 1929 in Leningrad statt. Doch wenige Wochen vor der Premiere kürzte die Zensur den Film über die Niederschlagung der Pariser Commune um etwa 25 Prozent bzw. 30 Minuten und änderte damit grundlegend die Narration.

Die individuelle Geschichte des  Paares Louise und Jean – sie Verkäuferin im Kaufhaus „Das neue Babylon“ und leidenschaftliche Kommunardin, er politisch unbedarft und vom Land - wird zugunsten des kollektiven Portraits dieser rebellischen Zeit verdrängt, herausgeschnitten. Das verstärkt das Alleinstellungsmerkmal des Filmes, er wird nun noch avantgardistischer, kubistischer. Aber die Musik, die mit vielen neuartigen Techniken arbeitet, kommt nicht hinterher. Schostakowitsch, der in Rekordzeit seine erste Filmmusik in dreifacher Version komponieren sollte, musste in kürzester Zeit seine musikalische Montage entscheidend umarbeiten. Die Premiere war ein Fiasko, die Zuschauer riefen: „Der Dirigent ist betrunken“.

Seither wird ein Torso auf die Leinwand projiziert. Auch bei der aufwendigen arte Produktion zum 100. Geburtstag des Komponisten fehlen 25 Prozent von der Musik. Wahrscheinlich hat Schostakowitsch selbst nie seine Partitur mit Orchester und Film so erleben können, wie er sie ursprünglich komponiert hat. Er stand am Anfang seiner Karriere, 22 Jahre jung. Alles, was nachher kam, ist WeltKunstGeschichte.

Wer ist dieser Dimitri Schostakowitsch? Seine Mutter Sofia war Pianistin und förderte früh sein musikalisches Talent. Schon mit 13 Jahren begann er am Petrograder Konservatorium das Klavier- und Kompositionsstudium. Als er selbst an seiner Berufung zweifelte, arbeitete er 1923 und 1924 als Klavierspieler im Kino und gewann so seine erste Filmerfahrung. Die Diplomarbeit und erste Symphonie des 18-Jährigen wurde ein internationaler Erfolg. Insgesamt komponierte er 15 Sinfonien, darunter die legendäre „Leningrader Symphonie“ (Nr. 7). Diese entstand, als die Nazis seine Heimatstadt Leningrad überfielen und mit einer Blockade die Bevölkerung aushungern und vernichten wollten. Schostakowitschs Siebte gilt als Symbol des Widerstands gegen den Nationalsozialismus, mit ihr stieg er zu einem der populärsten Komponisten der Gegenwart auf.

Das 10. StummfilmLiveFestival im Babylon präsentiert vom 29. August bis 8. September den End- und Höhepunkt der Stummfilmära: 40 Filme aus Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Schweden, aus der Sowjetunion und den USA aus dem Schicksalsjahr 1929. Das Jahr, in dem das Babylon mit seiner großen Kinoorgel und dem Orchestergraben eröffnet wurde. Und am Horizont, im Westen, unaufhaltsam, der Tonfilm erschien.

Zum 90. Babylon Jubiläum in diesem Jahr gründete sich das Babylon Orchester Berlin, das inzwischen über acht verschiedene Musik-Programme verfügt und in 40 Aufführungen bisher insgesamt 20.000 Zuschauer begeisterte. Das Babylon, 1929 als Stummfilmkino eröffnet, ist das einzige Kino Deutschlands, das über ein eigenes Orchester und eine festangestellte Kinoorganistin verfügt. Das Babylon ist der Ort in Deutschland für gelebte und vielfältige Stummfilmpraxis.

Der Eintritt zur Eröffnung & Schostakowitsch-Premiere am 29.08. um 19.30 Uhr kostet 25 Euro, der Eintritt zu allen anderen StummfilmLive Veranstaltungen ist frei.

     
    https://babylonberlin.eu/film/2547-das-neue-babylon-live-babylon-orchester-berlin
    Babylon Kino
Rosa-Luxemburg-Straße 30, 10178 Berlin
      http://www.babylonberlin.de/


 
30. August  


30.08.
20:00

  Golden Twenties  - mit anschließendem Filmgespräch.
   
   
Nach ihrem Studium zieht Ava wieder bei ihrer Mutter ein, doch alles ist anders und ihre Suche nach einer neuen Rolle im Leben gestaltet sich schwierig. In den nächsten Monaten wird uns eine ganze Reihe von Filmen junger deutscher Filmemacher*innen erreichen, die ohne den #MeToo-Tsunami nach dem Weinstein-Skandal wohl kaum denkbar gewesen wären. Filme, in denen Frauen fast jeden Alters und fast jeder sozialen Schicht einfach nur noch raus wollen: aus ihren Verhältnissen, ihrer Beziehung, ihrem Status, ihren Abhängigkeiten und (eigenen) Erwartungshaltungen.

DE 2019, 93 Min. Regie & Buch: Sophie Kluge Kamera: Reinhold Vorschneider Schnitt: Katja Dringenberg Darsteller: Henriette Confurius, Max Krause, Inga Busch, Franziska Machens, Hanna Hilsdorf
   
  fsk Kino
Segitzdamm 2 10969 Berlin
  http://www.fsk-kino.de


 
31. August  


31.08.
18-2 Uhr
 

Lange Nacht der Museen Berlin

       
 

Beginn zu jeder vollen und halben Stunde Kurzführungen „Kino der Moderne: Highlights“ Museum für Film und Fernsehen / 18 Euro / ermäßigt 12 Euro, für Kinder bis 12 Jahre kostenfrei Tickets gültig in allen beteiligten Museen

http://www.lange-nacht-der-museen.de/

    http://www.deutsche-kinemathek.de/
  Die Deutsche Kinemathek – Museum für Film und Fernsehen
Potsdamer Straße 2, 10785 Berlin


31.08.
22:30
 

Mama (OV)

          Horror im Rollberg
 

Als ihr Vater eines Tages ihre Mutter umbringt, laufen die beiden Schwestern Victoria (Megan Charpentier) und Lilly (Isabelle Nélisse) davon und verstecken sich in dem Wald nahe ihres Wohnortes. Fünf Jahre lang suchen ihr Onkel Lucas (Nikolaj Coster-Waldau) und dessen Freundin Annabel (Jessica Chastain) verzweifelt nach den Mädchen. Als die beiden eines Tages lebend in einer Hütte gefunden werden, ist die Erleichterung groß und das Paar nimmt die Schwestern bei sich zu Hause auf. Annabel gibt sich große Mühe, die beiden Mädchen als eine Art Ersatzmutter wieder zur Normalität zurückzuführen, doch gleichzeitig spürt sie, dass eine böse Macht gemeinsam mit den Kindern ins Haus eingedrungen ist. Einige Fragen sind kaum zu ignorieren, beispielsweise wie die kleinen Mädchen auf eigene Faust so lange überleben konnten. Mit den Antworten kommt Annabel bald die Erkenntnis, dass das Flüstern, welches sie nachts hört, von den Lippen einer tödlichen Präsenz herrührt…

Spanien, Canada (2013), 100 min., FSK 16

https://www.youtube.com/Trailer

    https://yorck.de/kinos/rollberg
  Rollberg Kino
Rollbergstr. 70 12049 Berlin
     


31.08.
20:00
  Frau Stern
        in Anwesenheit von Adrian Campean, Produzent und Kameramann
   
 

Frau Stern hat viel gesehen in ihrem Leben. Vieles gelebt und überlebt. Viele Männer hat sie geliebt, ein Restaurant geführt und vor allem: viel geraucht. Frau Stern ist 90 Jahre alt, Jüdin und hat die Nazis überlebt. Liebe, das hat sie gelernt, ist eine Entscheidung. Der Tod genauso. Und so entscheidet Frau Stern, dass es nun an der Zeit ist, aus der Welt zu gehen. Doch der Arzt mag ihr keine Hilfe sein, aus der Badewanne rettet sie ein Räuberpärchen und von den Schienen hilft ihr ein Spaziergänger wieder hoch. Der Einfachheit halber würde die resolute Dame gern an eine Waffe kommen. Enkelin Elli, das »Schätzchen«, könnte wohl am besten helfen, denn sie kennt den coolsten Dealer in Berlin-Neukölln. Doch Elli bringt Frau Stern den Tod nicht näher. Im Gegenteil. Die Liebe zwischen Großmutter und Enkeltochter ist so innig, dass Frau Stern irgendwie in den Freundeskreis der jungen Frau gerät, ganz selbstverständlich bei Karaoke-Abenden und Theater-Performances mitfeiert und das so natürlich und respektvoll, wie es nur sein kann. Doch bei aller Lebensfreude, die das Berlin-Neukölln der Gegenwart auch versprühen mag – mit ihrer Entscheidung ist Frau Stern letztlich allein.

D 2019, 79 min, Regie: Anatol Schuster, Kamera: Adrian Campean, mit Ahuva Sommerfeld, Kara Schröder, Pit Bukowski, Robert Schupp, Murat Seven, Nirit Sommerfeld, Gina Haller, Katharina Leonore Goebel

     
  Lichtblick-Kino
Kastanienallee 77 / 10435 Berlin
      http://www.lichtblick-kino.org/
 



01.09.
18:00

  Carmine Street Guitars  - mit anschließendem Gitarrenbau live im Kino
   
   
Fast alle Gitarren, die Rick Kelly herstellt folgen den klassischen, weichen Formen der Fender Telecaster, einer legendären Gitarre aus den 50er Jahren. Doch was Kellys Gitarren so besonders macht ist ihre Individualität. Jede Gitarre ist aus besonderem, einzigartigen Holz gebaut, das Kelly oft in verfallenen Häusern oder gar Abfallcontainern seiner Heimatstadt New York auftut. Man könnte also sagen, dass die Gitarren von Rick Kelly ein Stück von New York in sich tragen und damit von all den Geschichten, Legenden und Menschen, die die amerikanische Ostküsten Metropole prägten. So eine Geschichte ist längst auch das Geschäft, das Kelly seit den 70er Jahren in der Carmine Street im Bohemian Viertel Greenwich Village betreibt.

USA 2018, 81 Min., engl. OmU Regie: Ron Mann Buch: Len Blum Kamera: Becky Parsons, John M. Tran Schnitt: Robert Kennedy
   
  fsk Kino
Segitzdamm 2 10969 Berlin
  http://www.fsk-kino.de


Alle Termine und Preise ohne Gewähr.- Änderungen vorbehalten

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