Als Banksy Guettas fertig gestellten Film sieht, ist er entsetzt: „Life Remote Control“ ist ein krude zusammengeschnittenes Desaster. Möglicherweise nicht das Werk eines Filmemachers, sondern eines „Irren mit einer Kamera“, wie Banksy vermutet. Da Banksy möchte, dass aus dem wertvollen Footage ein brauchbarer Film wird, übernimmt er selber das Material und schickt Guetta zurück nach L.A. Nicht ohne ihn noch zu ermutigen, sich doch selbst als Street-Art Künstler zu versuchen. Was er nicht ahnt: Guetta stürzt sich Hals über Kopf in seine neue Aufgabe ist sofort angefixt vom schnellen Ruhm, als er erkennt wie einfach es ist, mit wenig Mitteln angesagte Kunst zu produzieren, deren Entstehung er über so viele Jahre beobachtet hat. Er verkauft nun endgültig sein Bekleidungsgeschäft, um sich ganz auf die Kunstproduktion zu konzentrieren. Und aus Thierry Guetta wird Mr Brainwash. Da er |
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weder über Technik noch Erfahrung verfügt, beschäftigt Guetta als Mr Brainwash ein Team aus Grafikern und Gehilfen, die seine Werke für ihn fertigen. So ist die Produktivität immens. Guetta riskiert alles, indem er auf gut Glück produziert und immer mehr Helfer einstellt. Innerhalb kürzester Zeit bereitet er seine eigene große Ausstellung in einer riesigen Lagerhalle vor: „Life is Beautiful“, im Juni 2008. An Guettas Besessenheit droht die Ausstellung beinahe zu scheitern: Kurz vor der Eröffnung bricht er sich ein Bein, macht sich keine Gedanken über ein Konzept, und kümmert sich weniger um die Vorbereitungen, als um die Vermarktung seiner Person. Selbstherrlich kommandiert er seine Helfer herum, dabei hat keiner jemals dermaßen unkoordinierte Vorbereitungen erlebt. |