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    MMEANSMOVIE Filmmagazin Berlin © - Kino, Filmstarts, Festivals und Termine      
 
   
70. Internationale Filmfestspiele Berlin  



 

     
     
     
       
      70. Berlinale  
      Berlinale Blog   2020  
      Berlinale Bären 2020  
       
       





 
  Berlinale - Die Die Internationale Jury steht fest
   
Den Vorsitz der Internationalen Jury übernimmt der Schauspieler Jeremy Irons. Die weiteren Jurymitglieder sind die Schauspielerin Bérénice Bejo (Argentinien / Frankreich), die Produzentin Bettina Brokemper (Deutschland), die Regisseurin Annemarie Jacir (Palästina), der Drehbuchautor und Regisseur Kenneth Lonergan (USA), der Schauspieler Luca Marinelli (Italien) und der Filmkritiker, Regisseur und Programmer Kleber Mendonça Filho (Brasilien). Die Jury wird über die Vergabe des Goldenen und der Silbernen Bären entscheiden. 18 Filme gehen im Wettbewerb ins Bärenrennen, die Preisträger*innen werden am 29. Februar im Berlinale Palast verkündet.

Encounters Jury
2020 gibt es eine neue kompetitive Berlinale-Sektion: Encounters. Ziel ist es, neue Stimmen des Kinos zu unterstützen und den verschiedenen narrativen und dokumentarischen Formen mehr Raum im offiziellen Programm zu geben. Eine dreiköpfige Jury entscheidet über die Vergabe der Preise für den Besten Film, die Beste Regie und den Spezialpreis der Jury. Das Programm von Encounters umfasst 15 Filme, davon 14 Weltpremieren, vier Debütfilme und einen Animationsfilm. Eine dreiköpfige Jury entscheidet über die Vergabe der Preise für den Besten Film, die Beste Regie und den Spezialpreis der Jury: Dominga Sotomayor (Chile), Eva Trobisch (Deutschland), Shôzô Ichiyama (Japan).

Seit langem engagieren sich die Internationalen Filmfestspiele Berlin für die Vielfalt der dokumentarischen Formen. Eine spezielle Auszeichnung für den besten Dokumentarfilm wurde 2017 ins Leben gerufen. Der Berlinale Dokumentarfilmpreis ist mit einem Preisgeld in Höhe von 40.000 € dotiert, das vom Rundfunk Berlin-Brandenburg (rbb) gestiftet wird. Insgesamt sind 21 aktuelle Dokumentarbeiträge aus den Sektionen Wettbewerb, Berlinale Special, Encounters, Panorama, Forum, Generation und Perspektive Deutsches Kino für den Berlinale Dokumentarfilmpreis nominiert. Das Preisgeld teilen sich Regisseur*in und Produzent*in des Preisträgerfilms. Die Auszeichnung wird im Rahmen der offiziellen Preisverleihung im Berlinale Palast am 29. Februar verliehen.
 
 




© Wolfgang Ennenbach/2019 Sommerhaus/eOne Germany
 
   Berlinale - Wettbewerb
   
Der Wettbewerb umfasst 18 Filme aus 18 Ländern , darunter 16 Weltpremieren. Drei deutschsprachige Filme konkurrieren um den Goldenen Bären. Die Neu-Verfilmung des Alfred-Döblin-Romans "Berlin Alexanderplatz" von Regisseur Burhan Qurbani (Wir sind jung. Wir sind stark./2013), "Undine", von Christian Petzold (Transit/2018)und "Schwesterlein" vom Schweizer Regisseurinnen-Duo Stéphanie Chuat und Véronique Reymond (Les dames/2018) mit Nina Hoss und Lars Eidinger.

Im gesamten Programm werden 340 Filme gezeigt, rund 60 Filme weniger als im Vorjahr. Neu in diesem Jahr ist ein zweiter Wettbewerb mit 15 Filmen namens "Encounters".

Wettbewerb

Berlin Alexanderplatz
Deutschland / Niederlande
von Burhan Qurbani
mit Welket Bungué, Jella Haase, Albrecht Schuch, Joachim Król, Annabelle Mandeng, Nils Verkooijen, Richard Fouofié Djimeli
Weltpremiere

DAU. Natasha
Deutschland / Ukraine / Vereinigtes Königreich / Russische Föderation
von Ilya Khrzhanovskiy, Jekaterina Oertel
mit Natalia Berezhnaya, Olga Shkabarnya, Vladimir Azhippo, Alexei Blinov, Luc Bigé
Weltpremiere

Domangchin yeoja (The Woman Who Ran)
Republik Korea
von Hong Sangsoo
mit Kim Minhee, Seo Younghwa, Song Seonmi, Kim Saebyuk, Lee Eunmi, Kwon Haehyo, Shin Seokho, Ha Seongguk
Weltpremiere

Effacer l'historique (Delete History)
Frankreich / Belgien
von Benoît Delépine, Gustave Kervern
mit Blanche Gardin, Denis Podalydès, Corinne Masiero
Weltpremiere

El prófugo (The Intruder)
Argentinien / Mexiko
von Natalia Meta
mit Érica Rivas, Nahuel Pérez Biscayart, Daniel Hendler, Cecilia Roth, Guillermo Arengo, Agustín Rittano, Mirta Busnelli
Weltpremiere

Favolacce (Bad Tales)
Italien / Schweiz
von Damiano & Fabio D‘Innocenzo
mit Elio Germano, Barbara Chichiarelli, Lino Musella, Gabriel Montesi, Max Malatesta
Weltpremiere

First Cow
USA
von Kelly Reichardt
mit John Magaro, Orion Lee, Toby Jones, Scott Shepherd, Gary Farmer, Lily Gladstone
Internationale Premiere

Irradiés (Irradiated)
Frankreich / Kambodscha
von Rithy Panh
Weltpremiere / Dokumentarische Form

Le sel des larmes (The Salt of Tears)
Frankreich / Schweiz
von Philippe Garrel
mit Logann Antuofermo, Oulaya Amamra, André Wilms, Louise Chevillotte, Souheila Yacoub
Weltpremiere

Never Rarely Sometimes Always
USA
von Eliza Hittman
mit Sidney Flanigan, Talia Ryder, Théodore Pellerin, Ryan Eggold, Sharon Van Etten
Internationale Premiere

Rizi (Days)
Taiwan
von Tsai Ming-Liang
mit Lee Kang-Sheng, Anong Houngheuangsy
Weltpremiere

The Roads Not Taken
Vereinigtes Königreich
von Sally Potter
mit Javier Bardem, Elle Fanning, Salma Hayek, Laura Linney
Weltpremiere

Schwesterlein (My Little Sister)
Schweiz
von Stéphanie Chuat, Véronique Reymond
mit Nina Hoss, Lars Eidinger, Marthe Keller, Jens Albinus, Thomas Ostermeier, Linne-Lu Lungershausen, Noah Tscharland, Isabelle Caillat, Moritz Gottwald, Urs Jucker
Weltpremiere

Sheytan vojud nadarad (There Is No Evil)
Deutschland / Tschechische Republik / Iran
von Mohammad Rasoulof
Weltpremiere

Siberia
Italien / Deutschland / Mexiko
von Abel Ferrara
mit Willem Dafoe, Dounia Sichov, Simon McBurney, Cristina Chiriac
Weltpremiere

Todos os mortos (All the Dead Ones)
Brasilien / Frankreich
von Caetano Gotardo, Marco Dutra
mit Mawusi Tulani, Clarissa Kiste, Carolina Bianchi, Thaia Perez, Alaíde Costa, Leonor Silveira, Agyei Augusto, Rogério Brito, Thomás Aquino, Andrea Marquee
Weltpremiere

Undine
Deutschland / Frankreich
von Christian Petzold
mit Paula Beer, Franz Rogowski, Maryam Zaree, Jacob Matschenz
Weltpremiere

Volevo nascondermi (Hidden Away)
Italien
von Giorgio Diritti
mit Elio Germano
Weltpremiere

 
 
Presse
 
"Festivalleiter Carlo Chatrian will Brücken bauen "  Von Andreas Busche   Tagesspiegel
"Weniger Filme, aber gleich zwei Wettbewerbe"  Von Peter Zander   Berliner Morgenpost
"Franz Biberkopf ist jetzt ein schwarzer Flüchtling"  Von Hanns-Georg Rodek  Welt
"Eher dunkel"  Von Philipp Stadelmaier  Süddeutsche Zeitung
"Die Berlinale ist eine Baustelle"  Von Rüdiger Suchsland  artechock


 
  Berlinale Goes Kiez
   
Auch in diesem Jahr wird die Reihe Berlinale Goes Kiez fortgeführt. Vom 22. bis 28. Februar 2020 werden Festivalfilme und deren Teams in die Programmkinos Berlins und Umgebung kommen und Festivalstimmung in die kieze bringen. Die Sonderreihe würdigt die Arbeit der Kinobetreiber*innen, während das Publikum und die internationalen Gäste eingeladen sind, die Vielfalt der regionalen Kinolandschaft zu erleben. 2020 ist Berlinale Goes Kiez in folgenden Kinos zu Gast: City Kino Wedding (Wedding), Thalia Programmkino (Potsdam – Babelsberg), Filmrauschpalast (Moabit), Xenon Kino (Schöneberg), b-ware! Ladenkino (Friedrichshain), Moviemento (Kreuzberg) und Neue Kammerspiele (Kleinmachnow).

Tickets gibt es ab dem 17. Februar überall dort, wo es Berlinale-Tickets gibt, sowie im jeweiligen Kiezkino.
 
 



Kids Run von Barbara Ott
 
   Perspektive Deutsches Kino: Heimatfilm und Heimathorror
   
Mit einem kompakten Programm von acht Filmen feiert die Perspektive Deutsches Kino 2020 die Weltpremieren von jeweils vier herausragenden Spiel- und Dokumentarfilmen. Aus mehr als 200 angemeldeten Arbeiten kristallisierten sich diese visuell, formal und inhaltlich interessanten Filme heraus.
2020 wird erstmals das Kino International Premierenkino der Perspektive Deutsches Kino sein. Alle acht Filme konkurrieren um den mit 5.000 € dotierten Kompass-Perspektive-Preis. Die Regisseurin Mia Spengler, der Drehbuchautor Bernd Lange und die Produzentin Melanie Andernach (MADE IN GERMANY) entscheiden über den Preis für den besten Film des Programms, der am Freitag, den 28. Februar um 19:30 Uhr im Kino International vergeben wird. Im Anschluss wird der Gewinnerfilm gezeigt.

In fast allen Filmen der Auswahl werfen die Regisseur*innen das Licht vor allem auf agierende Frauen, die in kleinen und großen Zusammenhängen die Geschicke der Welt bewegen und ihre eigene Vorstellung von Heimat haben. Die Filme zeigen, dass neue Fragen gestellt werden müssen in einer Welt, in der sich der Begriff von Heimat wandelt.
 
 



Shine Your Eyes von Matias Mariani
 
  Panorama: Grenzgänge
   
Das Panorama-Programm ist Sinnbild für die Dringlichkeit politisch zu handeln und zivilen Widerstand zu leisten. Filmemacher*innen und Protagonist*innen stellen sich gegen Autoritäten“, kommentiert der neue Sektionsleiter Michael Stütz. „Sozial abgehängte Bürger*innen in Russland schwanken zwischen neoimperialistischer Unterwürfigkeit und wütender Anklage ihres Präsidenten. Eine junge Frau schlägt der väterlichen Dominanz mit der Schaufel ins Gesicht. Und in Schweden definieren Jugendliche selbstbestimmt ihr Geschlecht. Sie alle suchen, verändern, brechen aus. Es geht um die Kraft des Widerstands und das Potential der Möglichkeiten.“

Wo verlaufen die Grenzen zwischen Herkunft, Heimat und einer Idee von Zuhause? Diese Frage bewegt das Panorama 2020. Gestellt wird sie unter anderem in den teils autobiografisch inspirierten Filmen der deutschen Regisseur*innen Faraz Shariat (Futur Drei), Uisenma Borchu (Schwarze Milch) und Visar Morina (Exil). Matias Marianis Debütfilm Cidade Pássaro (Shine Your Eyes) folgt dem nigerianischen Musiker Amadi in die Hochhausschluchten São Paulos: Auf der Suche nach seinem verschollenen Bruder taucht er dort in die afrikanische Diaspora Brasiliens ein. In Mogul Mowgli versucht sich der junge, britische Rapper Zed im Spannungsfeld von internationaler Musikkarriere und den Traditionen seines konservativen pakistanischen Elternhauses zu verorten. Riz Ahmed brilliert in diesem Debütfilm von Bassam Tariq, mit dem zusammen der Schauspieler das Drehbuch schrieb. Der vielfach international ausgezeichnete Regisseur Karim Aïnouz geht in Nardjes A. auf die Suche nach seinen algerischen Wurzeln. Dabei gerät er in die friedlichen Proteste der „Revolution des Lächelns“, die sich gegen den langjährigen Präsidenten Algeriens Abdelaziz Bouteflika richten. Aïnouz dreht ausschließlich mit dem iPhone und rückt in seinem Dokument die junge Nardjes und ihren Aktivismus in Zeiten des politischen Umbruchs in den Mittelpunkt.

Die Ausbeutung und Zerstörung der Erde durch den Menschen ist ein weiterer programmatischer Schwerpunkt. Zum Beispiel in Digger von Georgis Grigorakis: Zwischen anrollenden Baggern und Baukränen spalten hier die Machenschaften eines Ölkonzerns eine Gemeinde in der griechischen Provinz. Fernando Segtowicks Dokumentarfilm O reflexo do lago (Amazon Mirror) porträtiert in eindringlichen Schwarz-Weiß-Bildern den Raubbau an der Natur Amazoniens. Der brasilianische Regisseur nimmt die Konstruktion des Tucuruí-Stausees zum Ausgangspunkt seiner Recherche über die Ausbeutung der Region in Vergangenheit und Gegenwart. Das italienische Drama Semina il vento (Sow the Wind) von Danilo Caputo spielt nahe Ilva, Europas größtem Stahlwerk, das seit Jahrzehnten Apuliens Umwelt vergiftet. Die junge Agrarwissenschaftlerin Nica kämpft dort um den Erhalt der familiären Olivenplantage. Gegen den Willen ihres profitorientierten Vaters versucht sie eine ökologisch verträgliche Lösung für die jahrhundertealten Bäume zu finden.
 
 



A Metamorfose dos pássaros
 
  Neuer Wettbwerb: Encounters
   
Neben Wettbewerb und Berlinale Shorts gibt es 2020 eine weitere kompetitive Berlinale-Sektion: Encounters. Die 15 ausgewählten Titel für Encounters präsentieren die Vitalität des Kinos in all ihren Formen. Jeder Film steht für eine andere Art der Interpretation der filmischen Geschichte: autobiografisch, intim, politisch, sozial, philosophisch, episch, surreal. Die Filme stellen sich der Herausforderung, eine Welt zu gestalten, statt sie zu reproduzieren. Die neue Arbeit von Cristi Puiu wird diese kaleidoskopische Galerie eröffnen.

„Als Ergebnis einer umfassenden Recherche präsentieren die 15 ausgewählten Titel für Encounters die Vitalität des Kinos in all ihren Formen. Jeder Film steht für eine andere Art der Interpretation der filmischen Geschichte: autobiografisch, intim, politisch, sozial, philosophisch, episch, surreal. Die Filme stellen sich der Herausforderung, eine Welt zu gestalten, statt sie zu reproduzieren“, kommentiert Carlo Chatrian, Künstlerischer Leiter der Berlinale.

Die Entscheidung der neuen Leitung einen weiteren Wettbewerb zu installieren erinnert sowohl an Cannes, als auch an Venedig. Auf diesen beiden Festivals gibt es vergleichbare Wettbewerbe, wie Un certain regard in Cannes und Orrizonti in Venedig. Warten wir ab, wie das mit den Programmen vom Forum und Panorama harmonisiert.
 
 


 
  Berlinale - Eröffnungsfilm: My Salinger Year
   
Die Kategorie "im Wettbewerb außer Konkurrenz" ist vom Leiter des Filmfestivals, Carlo Chatrian abgeschafft worden. "Entweder ein Film konkurriert um die Bären, oder er läuft außerhalb des Wettbewerbs als Berlinale-Special-Gala", so Chatrian. So eröffent  ein Film aus der Sektion Berlinale Special Gala die 70. Internationalen Filmfestspiele Berlin.
My Salinger Year des Drehbuchautors und Regisseurs Philippe Falardeau wird am 20. Februar 2020 im Berlinale Palast seine Weltpremiere feiern.
Der Künstlerische Leiter Carlo Chatrian: „Wir freuen uns sehr, dass wir die 70. Berlinale mit einer Coming-of-Age-Geschichte eröffnen, die aus der frischen, aber keineswegs naiven Perspektive der Protagonistin erzählt wird. Philippe Falardeau schildert die kleine New Yorker Literaturszene der 1990er Jahre liebevoll und mit Humor. Dabei verliert er nie das 21. Jahrhundert, in dem wir alle leben, und die verbindende Rolle, die Kunst in unserem Leben spielt, aus dem Blick. Wir freuen uns darauf, Margaret Qualley, Sigourney Weaver und weitere Mitglieder der großartigen Film-Crew in Berlin willkommen zu heißen.“
My Salinger Year porträtiert die ambitionierte junge Schriftstellerin Joana (Margaret Qualley), die als Assistentin der Literaturagentin Margaret (Sigourney Weaver) arbeitet. Ihr Job ist es, die Fanpost von Kultautor J.D. Salinger, dem Stolz der Agentur, zu beantworten. Regisseur Philippe Falardeau präsentierte bereits 2009 seinen Film C'est pas moi, je le jure! (Ich schwör's, ich war's nicht!) in der Berlinale-Sektion Generation, wo er sowohl mit dem Großen Preis der Internationalen Jury von Generation Kplus für den Besten Film als auch mit dem Gläsernen Bären für den Besten Film ausgezeichnet wurde. Außerdem übernahm Philippe Falardeau Drehbuch und Regie bei dem Oscar-nominierten Monsieur Lazhar sowie bei The Good Lie (mit Reese Witherspoon).
 
 




W.R. – Misterije Organizma
 
  50. Forum: Neue Leitung
   
2020 ist ein Jahr der vielen Neuerungen. Das Berlinale Forum hat mit Cristina Nord eine neue Leiterin und ein neues Auswahlverfahren, unter den Berater*innen und im Auswahlkomitee finden sich viele neue Köpfe. Zugleich ist es ein Jahr, in dem der Tradition eine besonders große Bedeutung zukommt, denn die unabhängige Sektion der Berlinale, verantwortet vom Arsenal – Institut für Film und Videokunst e.V., feiert ihr 50. Jubiläum.

Dieses Ineinandergreifen von Neuem und Altem, von Aufbruch und Bestehendem, überträgt sich leitmotivisch auf die Filmauswahl. Viele der 35 Titel im aktuellen Programm – 28 davon sind Weltpremieren - zeichnen sich dadurch aus, dass sie nach Wegen suchen, zwischen Vergangenheit und Gegenwart zu vermitteln. Für den Eröffnungsfilm, EL TANGO DEL VIUDO y su espejo deformante (THE TANGO OF THE WIDOWER And Its Distorting Mirror) von Raúl Ruiz und Valeria Sarmiento, gilt dies in besonderem Maße: Ruiz drehte ihn 1967 in Chile und konnte ihn nicht fertigstellen, bevor er 1973 ins Exil ging. Die Schnittmeisterin, Regisseurin und Ruiz’ Witwe Valeria Sarmiento hat das Material in einem aufwendigen Verfahren in einen fertigen Film verwandelt. Der experimentiert auf herrlich eigensinnige Weise mit der eigenen Zeitlichkeit, denn er umgreift das halbe Jahrhundert seiner Entstehung, und er lässt seine Narration vorwärts und – buchstäblich – rückwärts laufen.

Andere Filme – etwa Clarissa Thiemes Was bleibt I Šta ostaje I What remains / Re-visited, Radu Judes Tipografic majuscul (Uppercase Print) oder Jonathan Perels Responsabilidad empresarial (Corporate Accountability) – fragen, wie sich die politischen Verwerfungen der jüngeren Geschichte in Filmbilder übersetzen lassen und erproben dabei essayistische Formen. Ouvertures, gedreht von einem Kollektiv rund um die Regisseure Louis Henderson und Olivier Marboeuf, blickt zurück auf die haitianische Revolution und die Aporien der Aufklärung. In Paula Gaitáns mehr als vierstündigem Luz nos trópicos (Light in the Tropics) galoppieren die Zeitebenen hin und her wie ungestüme Fohlen, was in eine fulminante Hommage an die Wälder und Flüsse Nord- und Südamerikas und an die indigenen Menschen, die dort leben, mündet. Das verbindet ihn mit weiteren Filmen des Programms, die wie Viera Čákanyovás FREM oder Lois Patiños Lúa vermella (Red Moon Tide) das prekär gewordene Verhältnis zwischen Mensch und Umwelt erkunden.
 
 


 
  News
   
Die neue, unabhängige Jury AG Kino Gilde 14plus vergibt erstmalig einen Preis an einen Langfilm aus dem Generation 14plus Programm, der die Kinoauswertung in Deutschland und den Dialog mit jungem Publikum über die Berlinale hinaus fördern soll.
Das Panorama der 70. Berlinale erzählt von Migration und dem Suchen und Finden innerer Heimat, vom Raubbau an unserem Planeten und es zeigt mutige Narrative queerer Identitäten. Mit ihren neuen Filmen im Programm dabei: Karim Aïnouz, Andrea Štaka, Francisco Márquez und die Schauspieler*innen Ben Whishaw, Sandra Hüller und Stellan Skarsgård.

Das Berlinale Forum feiert sein Jubiläum: 50 Jahre, in denen es sich dem unabhängigen, experimentierfreudigen und wagemutigen Kino widmet. Ein perfekter Anlass, Revue passieren zu lassen, Erreichtes zu feiern und darüber nachzudenken, wie die Zukunft aussieht. Diese doppelte Blickbewegung – zurück und voraus – zeichnet zahlreiche Filme des Programms aus. Denn wer sich vor Augen führt, was war, kann gestalten, was wird.

Welche Perspektiven eröffnet der deutsche Film? Und welchen visuellen und formalen Ausdruck finden die Filmemacher*innen für ihre ersten Arbeiten? Mit einem kompakten Programm von acht Filmen feiert die Perspektive Deutsches Kino 2020 die Weltpremieren von jeweils vier herausragenden Spiel- und Dokumentarfilmen. Aus mehr als 200 angemeldeten Arbeiten kristallisierten sich diese visuell, formal und inhaltlich interessanten Filme heraus. 2020 wird erstmals das Kino International Premierenkino der Perspektive Deutsches Kino sein.

Bei den 70. Internationalen Filmfestspielen wird die Regisseurin und Künstlerin Ulrike Ottinger mit der Berlinale Kamera geehrt. Mit der Berlinale Kamera ehrt die Berlinale seit 1986 Persönlichkeiten und Institutionen, die sich um das Filmschaffen besonders verdient gemacht haben und mit denen sich das Festival verbunden fühlt. Auf diese Weise bedankt sich die Berlinale bei denjenigen, die zu Freund*innen und Förder*innen des Festivals geworden sind.

Nach einem Bericht der ZEIT über die Vergangenheit des ersten Berlinale-Leiters ist der nach ihm benannten Preis ausgesetzt. In dem Artikel würden Quellen zitiert, die die Rolle Bauers in der nationalsozialistischen Filmpolitik neu beleuchten, hieß es bei den Filmfestspielen. Die Recherchen der Zeit ergaben, dass Bauer ein „eifriger SA-Mann“ war und sein Vorleben nach Kriegsende systematisch verschleiert hatte, sowohl was seine Zugehörigkeit zum Nationalsozialistischen Deutschen Studentenbund betrifft, als auch über seine Mitgliedschaften bei SA und NSDAP. Bauer war auch an der Entscheidung beteiligt, wer vom Kriegseinsatz freigestellt wurde und wer in die Rüstungsindustrie oder an die Front musste.
 
 
Presse
 
"Wie Alfred Bauer seine NS-Verstrickung verschleierte"  Von Christiane Peitz Jonas Bickelmann   Tagesspiegel
"Mit der Gründung der Bundesrepublik kommen eigentlich alle Nazis zurück“ Von Hanns-Georg Rodek  Welt
"Ein eifriger SA-Mann"  Katja Nicodemus im Gespräch mit Doris Schäfer-Noske   Deutschlandfunk
"Es war schwer vorstellbar, einfach weiterzumachen wie zuvor" Interview: Wenke Husmann und Carolin Ströbele  Zeit
"Neuer Ärger bei der Berlinale" Von Peter Zander Berliner Morgenpost
"Alfred Bauer und der kalte Glamour der Berlinale"  Von Claus Löser  Berliner Zeitung
"Unter Verschluss"  Von Tobias Kniebe  Süddeutsche Zeitung
"Blinder Fleck" Von Bert Rebhandl Frankfurter Allgemeine Zeitung



 
  Jeremy Irons wird Jurypräsident der Berlinale 2020
   
Der britische Film- und Theaterschauspieler Jeremy Irons wird Präsident der Internationalen Jury der 70. Internationalen Filmfestspiele Berlin. Die Festivalleitung der Berlinale freut sich, Jeremy Irons für die Jubiläumsausgabe gewonnen zu haben. „Die ikonischen Figuren, die Jeremy Irons verkörpert hat, und sein unverwechselbarer Stil haben mich auf meiner cineastischen Reise begleitet und mir die Komplexität der menschlichen Natur vor Augen geführt. Ich schätze Jeremy Irons als Mensch wie als Künstler und bin stolz, ihn als Jurypräsident für die 70. Ausgabe der Berlinale begrüßen zu dürfen“, kommentiert Carlo Chatrian, Künstlerischer Leiter der Berlinale. „Ich freue mich sehr und fühle mich geehrt, dass ich die Rolle des Jurypräsidenten der Berlinale 2020 übernehmen darf – einem Festival, das ich seit langer Zeit bewundere und das ich immer gerne besucht habe.
Für das Festival in Berlin zu sein, ist mir ein besonderes Vergnügen: Es bietet mir nicht nur die Gelegenheit, in diese großartige Stadt zurück zu kehren, sondern auch die ausgewählten Filme anzusehen und deren Vorzüge mit meinen Jurykolleg*innen zu diskutieren“, sagt Jeremy Irons anlässlich seiner Jurypräsidentschaft.
 
Presse
 
"Jeremy Irons schadet der Glaubwürdigkeit"  Von Andreas Busche  Tagesspiegel
"Wirbel um Jurypresident Jeremy Irons"  Von Peter Zander  Berliner Morgenpost
"Fauxpas der Festivalveranstalter"  Von Carolina Schwarz  taz



 
  Hommage und Goldener Ehrenbär für Helen Mirren
   
Die 70. Internationalen Filmfestspiele Berlin widmen der britischen Schauspielerin und Oscar-Preisträgerin Dame Helen Mirren die Hommage und verleihen ihr den Goldenen Ehrenbären für ihr Lebenswerk. Im Rahmen der Preisverleihung wird am Donnerstag, den 27. Februar 2020, im Berlinale Palast The Queen (2006, Regie: Stephen Frears) gezeigt. Helen Mirren ist nicht nur eine der weltweit anerkanntesten Schauspielerinnen, sie war auch eine der jüngsten, die jemals in die berühmte Royal Shakespeare Company aufgenommen wurde. Ihre Ausstrahlung, ihre Ausdrucksstärke und ihre darstellerische Bandbreite stellt sie immer wieder in unterschiedlichsten Genres unter Beweis. „Helen Mirren hat seit jeher als starke Persönlichkeit mit kraftvollen Interpretationen sehr beeindruckt. Immer wieder überrascht sie durch die Darstellung besonderer Charaktere, ob als Chris in Calendar Girls oder als Elisabeth II. in The Queen – ihre Figuren sind beispielhaft für starke Frauen, und es ist uns eine große Freude, sie mit dem Goldenen Ehrenbären für ihr Lebenswerk zu ehren“, so Mariette Rissenbeek, Geschäftsführerin der Berlinale.

Die Filme der Hommage: The Cook, the Thief, His Wife & Her Lover (Der Koch, der Dieb, seine Frau und ihr Liebhaber), Vereinigtes Königreich / Frankreich / Niederlande 1989, Regie: Peter Greenaway The Good Liar (The Good Liar – Das alte Böse), USA 2019, Regie: Bill Condon The Last Station (Ein russischer Sommer), Deutschland / Vereinigtes Königreich / Russland 2009, Regie: Michael Hoffmann The Long Good Friday (Rififi am Karfreitag), Vereinigtes Königreich 1980, Regie: John Mackenzie The Queen (Die Queen), Vereinigtes Königreich / Frankreich / Italien 2006, Regie: Stephen Frears
 
   



 
  Neue Leitung schafft weiteren Wettbewerb Encounters
   
Neben den traditionellen Sektionen Wettbewerb und Berlinale Shorts, in denen die Goldenen und Silbernen Bären verliehen werden, gibt es künftig eine weitere kompetitive Sektion. Encounters ist eine Plattform, um ästhetisch und formal ungewöhnliche Werke von unabhängigen Filmemacher*innen zu fördern. Ziel ist es, neue Stimmen des Kinos zu unterstützen und den verschiedenen narrativen und dokumentarischen Formen mehr Raum im offiziellen Programm zu geben.
Es werden maximal 15 Filme – Welt- oder internationale Premieren von Spiel- oder Dokumentarfilmen ab einer Laufzeit von 60 Minuten – eingeladen. Eine dreiköpfige Jury entscheidet über die Preise für den besten Film, die beste Regie und den Spezialpreis der Jury.

„Das 21. Jahrhundert mit seinen technologischen und wirtschaftlichen Entwicklungen hat die Filmproduktion in vielerlei Hinsicht verändert und die Grenzen zwischen Spiel- und Dokumentarfilm, Filmessay und Genre, weniger starr und durchlässiger gemacht. Da die Berlinale den Anspruch hat, den Markt weiterzuentwickeln und neue Visionen des Kinos zu entdecken, haben wir uns entschieden, eine kompetitive Sektion zu schaffen, die es - zusammen mit dem internationalen Wettbewerb - ermöglicht, dieser sich verändernden Welt voll gerecht zu werden“, kommentiert der Künstlerische Direktor Carlo Chatrian.
„Carlos Idee einer neuen Wettbewerbssektion hat mich sofort überzeugt. Encounters wird den Wettbewerb und das weitere Spektrum der Sektionen ideal ergänzen“, sagt Geschäftsführerin Mariette Rissenbeek.

NATIVe wird als Sonderreihe nicht fortgeführt, die aufgebauten Kontakte zu indigenen Filmemacher*innen sollen jedoch weiter gepflegt werden, um indigenes Filmschaffen in den bestehenden Sektionen zu präsentieren. Auch die Sonderreihe Kulinarisches Kino wird es 2020 nicht mehr geben. Filme zu Genuss, Ökologie, Lebensmittelproduktion und Agrarwirtschaft werden künftig ebenfalls im kuratorischen Prozess der Sektionen berücksichtigt.

Im Februar 2020 wird im Zoo Palast erneut das öffentliche Programm von Berlinale Series präsentiert. Die erfolgreiche Branchenplattform „Drama Series Days“, die am selben Ort stattfindet, wird künftig „Berlinale Series Market“ heißen. Der „Berlinale Series Market“ und dessen jährliches Konferenzprogramm werden gemeinsam vom European Film Market, dem Berlinale Co-Production Market und Berlinale Talents organisiert.
 
   




Beyond the Forest
 
  Berlinale 2020 - Retrospective “King Vidor”
   
Der amerikanische Regisseur, Produzent und Drehbuchautor King Vidor (1894–1982) steht im Zentrum der Retrospektive der 70. Internationalen Filmfestspiele Berlin. Vidor nimmt einen zentralen Platz in der Geschichte des US-amerikanischen Kinos ein und hat als einer der wichtigsten Regisseure gegen Ende der Stummfilmära und während der nachfolgenden Blütezeit Hollywoods einen bleibenden Eindruck hinterlassen.
Das Ausloten des Potenzials der Filmsprache und die Auseinandersetzung mit den sozialen Fragen seiner Zeit begleiten sein gesamtes Œuvre. Vidors filmisches Werk umfasst mehr als 50 Filme, die von Stummfilmklassikern zu gesellschaftspolitischen Themen wie The Crowd (1928) über Schilderungen sozialer Umbruchsituationen wie in Our Daily Bread (1934) bis zum Western Duel in the Sun (1946) und zur epischen Literaturverfilmung War and Peace (1956) reichen. 1925 gelang ihm der Durchbruch mit The Big Parade, der als erster kritischer Film über den Ersten Weltkrieg gilt und für das neugegründete MGM-Studio zu einem großen Erfolg wurde. Vidor entwickelte seine Kunst quer durch alle Genres, stets interessiert an filmtechnischen Innovationen und mit Hingabe an die Arbeit mit den bedeutendsten Schauspieler*innen seiner Zeit.

Das Programm der Retrospektive umfasst rund 35 Filme aus fünf Jahrzehnten, die in bestmöglicher Qualität und überwiegend als 35-mm-Filmkopien präsentiert werden. Fünf Filme von King Vidor erhielten eine Oscarnominierung für die Beste Regie: The Crowd, Hallelujah, The Champ, The Citadel und War and Peace. 1978 wurde King Vidors Vielseitigkeit und innovative Kraft mit einem Ehrenoscar für sein herausragendes Lebenswerk ausgezeichnet. Eindrucksvoll bis heute ist seine meisterhafte Choreografie der Massenszenen in The Crowd, The Big Parade und in War and Peace, aber auch seine Experimentierfreude im Umgang mit Ton und Rhythmus: In Hallelujah, seinem ersten Tonfilm – er gilt als eine der ersten großen Studioproduktionen mit einem „all African-American cast“ – greift Vidor Einflüsse zeitgenössischer Jazzmusik auf. Seinen zweiten Western Billy the Kid (1930) filmte Vidor in Schwarz-Weiß auf 35 mm und zusätzlich auf 70 mm – lange vor der Hochzeit dieses Breitfilmformats. Opulent leuchten seine sechs Farbfilme, alle im Technicolor-Verfahren gedreht, darunter Northwest Passage (1940), Man Without a Star (1955) und Solomon and Sheba (1959).
 
   



 
  Berlinale Talents 2020: "Collectives"
   
Berlinale Talents 2020 wird kollektiv: Der sechstägige Summit (22. – 27. Februar) erkundet bewährte und experimentelle Gemeinschaftsmodelle an vier kreativen Schauplätzen: „Cinema“, „Film Set“, „Company“ und „Society“. Für die rund 100 Talks, Workshops und Netzwerktreffen kommen Kollektive aus Film, Kunst und Theater nach Berlin, darunter auch ruangrupa, das jüngst mit der Künstlerischen Leitung der documenta fifteen betraute Kollektiv aus Indonesien. „Mit dem Schwerpunkthema ‚Kollektive‘ greift Berlinale Talents einen klaren Wunsch der Filmszene nach neuen Formen der Zusammenarbeit, auch jenseits etablierter Hierarchien, auf. Es wird spannend sein, zu erfahren, wie ein neues Verständnis von Zusammenarbeit kreatives Potential nutzbar machen kann“, sagt die Berlinale Geschäftsführerin Mariette Rissenbeek.

Der Trend geht zu den Vielen: Regisseur*innen bündeln Kreativkräfte für ihre Filme, Autor*innen verfassen Drehbücher gemeinsam im Writers-Room, die Crowd sorgt für die Finanzierung und gute alte Filmclubs sowie neueste Technologien ermöglichen offene Diskurse auf Augenhöhe mit einem diversen Publikum. Kollektive stellen dabei wesentliche Fragen an die dahinterliegenden Systeme: Wie ist Kreativität im Dialog möglich? Wie teilen wir und entlohnen auch noch fair? Wie vereinen wir langfristig Selbstbestimmung mit den Interessen der anderen? Und wie setzen wir unsere Macht der Vielen nützlich ein? In „Collective Gatherings“, „Kitchen Table Talks“ und anderen interaktiven Workshop- und Diskursformaten bricht Berlinale Talents auch selbstkritisch mit den eigenen Hierarchiestrukturen und bietet Nährböden fürs neue Gemeinsame.
 
   



 
  Berlinale Classics 2020: Das Wachsfigurenkabinett von Paul Leni
   
Die Reihe Berlinale Classics wird am 21. Februar 2020 mit der Aufführung des Stummfilmklassikers Das Wachsfigurenkabinett (Regie: Paul Leni) von 1924 im Friedrichstadt-Palast feierlich eröffnet. Die digitale Restaurierung der Deutschen Kinemathek und der Cineteca di Bologna wird mit neuer Musik des Ensembles Musikfabrik aus Nordrhein-Westfalen unter Leitung der schweizerisch-australischen Dirigentin Elena Schwarz bei den 70. Internationalen Filmfestspielen Berlin erstmals präsentiert. „Das Wachsfigurenkabinett ist ein Höhepunkt und zugleich fast der Abschluss des expressionistischen Films. Traumhaft verspielte Filmarchitektur, gestaltet von Paul Leni, für eine zwischen Realität und Halluzination fluktuierende Geschichte, in der Emil Jannings lustvoll chargiert, Conrad Veidt düsteren Schrecken verbreitet und der unheimliche Werner Krauß dem biederen Wilhelm Dieterle nachsetzt. Einfach unvergleichlich“, kommentiert Rainer Rother, Leiter der Retrospektive und Künstlerischer Direktor der Deutschen Kinemathek.
Die neue Filmmusik kombiniert fünf akustische Instrumente (Klarinette, Posaune, Viola, Gitarre, Perkussion) mit zwei Keyboards und Live-Elektronik, um das Wachsfigurenkabinett in all seinen Arabesken auszuleuchten. So wie der Film viele Facetten des Kunst- und Genre-Kinos vereint, bewegt sich auch die Musik von Bernd Schultheis, Olav Lervik und Jan Kohl auf einem schmalen Grat zwischen Neuer Musik und Filmmusik, Volksmusik und Pop. In der Auftragsarbeit von ZDF/ARTE entwerfen die Komponisten ein gleichermaßen intelligentes wie vergnügliches Vexierspiel musikalischer Formen und Farben.

Die Weltpremiere der digital restaurierten Fassung in Berlin ist eine Kooperation der Internationalen Filmfestspiele Berlin mit der Deutschen Kinemathek und dem ZDF in Zusammenarbeit mit ARTE. Die TV-Premiere findet auf ARTE am Montag, den 24. Februar 2020 statt; zeitgleich erscheint die BluRay/DVD bei absolut Medien.
 
   



 
  Neue Leitung: Carlo Chatrian und Mariette Rissenbeek
   
Carlo Chatrian als künstlerischer Direktor und Mariette Rissenbeek als Geschäftsführerin werden am 1. Juni 2019 offiziell die Leitung der Berlinale übernehmen. Das künftige Leitungsduo führt schon seit einiger Zeit Gespräche mit den Sektionen, Initiativen und Abteilungen, um sich über Arbeitsabläufe und Strukturen zu informieren, und hatte im Februar beim Festival vor Ort Gelegenheit, weitere Einblicke zu bekommen. Im März haben sie ihre Büros am Potsdamer Platz bezogen und geben nun einen ersten Ausblick auf die Berlinale 2020.

„Wir haben unterschiedliche Aufgaben, aber ein gemeinsames Ziel: die Berlinale erfolgreich in die Zukunft zu führen! Wir übernehmen ein Festival, das nicht nur als eines der größten der Welt gilt, sondern auch eine bedeutende Rolle in der internationalen Filmbranche spielt. Wir sind uns der großen Aufgabe bewusst, die vor uns liegt und danken dem langjährigen Festivaldirektor Dieter Kosslick für die Arbeit, die er geleistet hat. Wir möchten die Berlinale als Publikumsfestival und als Festival für Berlin erhalten und freuen uns auf die neuen Herausforderungen und Möglichkeiten, die das Kino des 21. Jahrhunderts bietet“, sagt das Leitungsduo.

„Mein Fokus liegt zum einen auf der Finanzierung und den Organisations- und Kommunikationsstrukturen und zum anderen auf der Entwicklung neuer Strategien und entsprechender Konzepte. Damit einher geht auch die Unterstützung der Branchenaktivitäten European Film Market, Berlinale Co-Production Market, Berlinale Talents und World Cinema Fund sowie die Kooperation mit unseren Partnern in Bereichen jenseits der Programmierung“, ergänzt Geschäftsführerin Mariette Rissenbeek. „Ich verantworte das künstlerische Profil und möchte mit der programmatischen Arbeit, unterstützt vom Auswahlkomitee, die künstlerische Linie des gesamten Festivalprogramms herausarbeiten“, so der künstlerische Leiter Carlo Chatrian.

Das 70. Jubiläum soll die Berlinale noch stärker mit der Stadt verknüpfen. „Wir möchten die großartige Festivalgeschichte feiern, indem wir das Kino und das Festival aus seinen traditionellen Orten herausführen. Diese Idee greift auch auf, dass bewegte Bilder heute allgegenwärtig sind und zu einem Ausdrucksmittel für viele Kunstformen der heutigen Welt geworden sind. Wir wollen eine kleine aber aussagekräftige Auswahl an Orten in der Stadt zusammenstellen. Mit dieser alternativen Stadtkarte möchten wir auch Berliner*innen und Berlin-Besucher*innen, die das Festival noch nicht kennen, mit der Berlinale in Berührung bringen“, sagt das Leitungsduo.
Presse
 
"Mit diesen Problemen kämpft die Berlinale 2020"  Von Paul Lütge  Tagesspiegel
"Neue Kinos und Sponsoren gesuchr"  Von Peter Zander  Berliner Morgenpost
"Eine sanfte Übergabe" Von Elisabeth Binder  Tagesspiegel
"Die Berlinale steckt in der Krise"  Von Thomas Klein  Berliner Zeitung
"Wir sind nicht die Fashion Week"  Interview von Tobias Kniebe  Süddeutsche Zeitung
"Doppelspitze mit Machtgefälle"  Von Tim Caspar Boehme  taz
   
 
   
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